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Freitag, 31. Jänner 2003 10:20
Sie spaltet die österreichische Nation (das kling schon jetzt komisch!). Und dies gelang ihr mit einem einzigen Film aus ihrer Serie "Alltagsgeschichte". Elisabeth T. Spira hatte in der Folge über die Großfeldsiedlung keines der "Un-" Themen ausgelassen. Männer, die ihre Frauen schlagen, ständig besoffen sind, auf den Bürgersteig pissen und Nazigeschichten erzählen. Typische Bewohner der Großfeldsiedlung eben. Und die eine Hälfte von Österreich schlägt sich jetzt unter lautem Gegröhle auf die Schenkel, die andere Hälfte (derer ich mich hinzuzähle) macht sich doch ein wenig Gedanken. In einer Zeit, wo Quote nahezu ausschließlich mit "Freak- Shows" gemacht wird (Barbara Karlich, Starmania, Opernball, 25,...), könnte man da von einer Frau, welche bisher als qualitativ hochwertige Regisseurin galt, nicht etwas anderes - etwas mehr erwarten? Oder ist es das Diktat der Quote, welches sie zu dieser seltsam anmutenden "Show" veranlaßte?. Daher hier und jetzt der nicht geschriebene Brief an die Spira: Liebe Frau Spira, oder besser..., Frau Spira! Ihre Alltagsgeschichten wurden von Mal zu Mal seltsamer, bizarrer und gefüllter mit offensichtlicher Menschenverachtung. Liegt das eventuell daran, daß sie die Menschen nicht mehr mögen? Werden sie langsam zu alt, um auch ein zweites oder drittes Mal hinsehen zu wollen? Oder wurde ihnen vom ORF bei Quotenverfehlung eine entsprechende Etat- Kürzung in Aussicht gestellt? Eigentlich eh wurscht, denn die unergründlichen Pläne des ORF kann unsereins ohnehin weder durchblicken, noch beeinflußen. Eines möchte ich ihnen nur noch in ihr Stammbuch schreiben: Achtung, so schnell kann man gar nicht schauen, ist man selber auch schon eine hervorragende Deix- Figur!...

Donnerstag, 30. Jänner 2003 08:10
Ein Name, den man bis gestern nicht kannte, ist heute in aller Munde: Daniela Iraschko. Das 19-jährige Mädchen flog gestern auf der Naturschanze in Bad Mitterndorf auf genau 200m. Das wäre laut Angaben aller möglichen Medien nicht nur ein neuer Weltrekord für die Damen im Schispringen, sondern auch für viele der männlichen Kollegen ein ziemlicher Traum. Aha. Und schon steigen einige Fragen in mir auf, wie: warum müssen die Frauen dann eigentlich immer noch "unter Ausschluß der Öffentlichkeit" und völlig gratis springen? Bei dem Vor- Bewerb waren immerhin 18 Zuseher (davon auch zwei bis drei zahlende), zwei Freunde und eine (sehr zufällige) Videokamera anwesend; sonst hätten wir diesen Rekord nicht einmal im Fernsehen bewundern können. Beim Skifliegen haben die Mädchen offensichtlich die nahezu gleichen Möglichkeiten, wie die Burschen, warum also nicht zusammen? Aber irgend einen triftigen Grund wird es schon geben, dieser bleibt nur so einem simplen Gemüt, wie dem meinen, für ewig verschlossen...

Mittwoch, 29. Jänner 2003 20:20
Er wird jetzt doch nur dann ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
Krieg machen, wenn es einen ausreichenden Grund geben sollte. So hat der Oberonkel aus den USA gesprochen. Und die Welt (aber ohne mArtin) scheint ihm Glauben schenken zu wollen. Er weiß schließlich, was uns allen gut tut. Er ist der Hüter von Recht, Ordnung, Glauben und Demokratie. Und wenn da jemand glaubt, hinter Onkel Bushs Rücken Mist machen zu können, der hat die Rechnung ohne John Wayne gemacht. Natürlich gibt es im Irak Massenvernichtungswaffen - und falls doch nicht, dann fällt das im Nachhinein ohnehin nicht auf. Die Papiere (auf welchen die Amis seit Monaten wie angeklebt sitzen) beweisen alles! Also dann auf in den Krieg. Vielleicht könnte Onkel Bush noch mit Onkel Wolfgang sprechen (lustig: das wäre dann fast, wie "Dick und Doof",... nur wer ist der Dicke?) und wir dürfen auch mitballern...

Dienstag, 28. Jänner 2003 08:30
Offenbar gibt es in der Welt kaum nennenswerte Konflikte. Wie wäre es sonst erklärbar, dass man bei NEWS- Networld folgendes lesen kann: Moskau, Russland. Eine Gruppe russischer Anwälte will gegen die Macher des zweiten Harry- Potter- Films eine Gerichtsklage einzureichen. Sie sehen die russische Nation in ihrer Ehre gekränkt, weil der seltsame Hauself "Dobby" ihrer Ansicht nach dem russischen Staatschef Putin wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Na bitte, dass nenne ich wirkliche Probleme! Schon ist vergessen, dass in Israel die "Braunen" die Wahlen gewinnen, in den USA ein schwerer Halfter doch etwas zu locker an einem (IQ- mäßigen) Hydranten sitzt und ein Tyrann aus dem Irak tonnenweise heiße (und besonders stickige) Luft ausbläst. Na servusna servus


Ausdruck der gehobenen Indignation. Eine mögliche Steigerung der Empörung ergibt sich durch den Zusatz: »G'schäft«.
G'schäft...

Montag, 27. Jänner 2003 08:00
Seltsam, seltsam. Auf einer von meinen Seiten im Netz gibt es seit zwei, drei Wochen auffällig viele Zugriffe (es ist jetzt nicht die Rede von tausenden von Besuchern, wenn ich aber bedenke, dass auf der »HeimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin« täglich etwa fünf Leute vorbeisehen, dann lassen mich die vorliegenden Zahlen doch einigermassen staunen
). Nicht, dass mich dieser Umstand stören würde, ganz im Gegenteil. Aber interessant wäre es doch, warum denn Beispielsweise gestern 56 Besucher auf der vw.kaefer.at.tf Seite waren?! Für den Fall, dass dies so bleiben sollte, habe ich auf der Käfer- Seite gleich mal einen Link hierher angebracht, vielleicht verirrt sich so der eine oder andere Käfer- Begeisterte doch hierher und es entsteht endlich einmal ein ordentlicher Verkehr hier...

Freitag, 24. Jänner 2003 17:30
Ach ja, hier endlich zu etwas ganz wichtigem!! Ich habe im Gastein- Urlaub eine neue Liebe gefunden. Da ich ja zu Hause nur über die beiden ORF- Kanäle verfüge, durfte ich im Urlaub endlich einmal so richtig "Channelsurfen". Was dabei auffiel: 1.) Die anderen sind größtenteils genauso schlecht. 2.) Die Werbung geht einem in der Tat ordentlich auf den Keks. 3.) Meine große Liebe existiert doch! Er heißt "Spongebob", bzw. in der deutschsprachigen Ausgabe "Schwammkopf". Wenn er Dir irgendwann einmal unterkommen sollte, so schenke ihm deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Er ist ein wahrer Held. Unter anderem sah ich jene Folge, wo er sein Haustier Gary (eine Schnecke, die wie eine Katze miaut) waschen wollte, und war ob der genialen Ideen tatsächlich "hin und weg". Meine große Hoffnung gilt jetzt dem ORF, der diese Serie doch auch einmal bringen möchte, anstatt irgend einen anderen Zeichentrick - Schinken zum 68. Mal zu wiederholen. Und damit ist diese Hoffnung auch gleich wieder dahin...

Donnerstag, 23. Jänner 2003 23:10
Die Verhandlungen dauern weiter an. Wie lange wird es noch dauern, bis Österreich eine neue ReGierung hat? Meiner Meinung nach kann es nicht lange genug dauern. Schwarz - Blau (merke: aus der Farbenlehre kennen wir: wer schwarz und blau gut mischt, erhält eine neue Farbe mit einem leichten Braunton...) kennen wir schon, da würde sich also ohnehin nichts ändern. Die wichtigsten Ämter und der ORF sind bereits umbesetzt, hier gäbe es also keine weitreichenden "Neustrukturierungen". Schwarz - Rot stößt eigentlich schon in der Vorstellung ähnlich auf, nur mit einem etwas anderen Nebengeschmack. Ist dieser bei Schwarz - Blau leicht bitter gallig, kommen bei Schwarz - Rot kleine unverdaute Bröckchen mit auf, welche jahrelang kaum zu verdauen waren. Schwarz - Grün wäre interessant und neu, jedoch halte ich unser Schüsserl für relativ feig, darauf möchte er sich sicher nicht einlassen, hier gäbe es dann eventuell doch Reformen, und die gilt es auf alle Fälle zu verhindern. Resümee: es ist so zeimlich wurscht, was kommt - besser wird's kaum werden...

Mittwoch, 22. Jänner 2003 10:00
Die Dummheit, die Arroganz, und die Unverfrorenheit, mit welchen Politiker hierzulande oftmals geschlagen sind, machen nach den Grenzen unseres Landes offenbar wirklich nicht halt. Spricht doch tatsächlich eine deutsche Politikerin folgende Sätze gelassen aus: «Es kann nicht sein, dass große Ketten ihre Produkte weit unter Einkaufspreis verkaufen», sagte Künast. «Gute Qualität gibt es nicht zum Nulltarif.» So sprach die Tante Minister und verschwand wieder in der Versenkung. Da kann man sehen, was aus einem grünen Politiker wird, bekommt er nur die Macht einer ReGierungsfunktion. Klar, Tante Künast - du läßt dir dein Essen von 14 männlichen, halbnackten Fotomodellen in altbewährter Cola-Werbung- Manier zustellen. Frei nach dem berühmten Motto: "Na wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie halt Kuchen essen..."

Dienstag, 21. Jänner 2003 20:30
Und wieder einmal lernen wir, dass wir rein gar nichts lernen. Der nächste Tanker ist vor der spanischen Küste gekentert. Nun ja, es war doch "nur" ein Versorgungsschiff mit 40 Metern Länge und hatte "nur" 1.000 Tonnen Diesel geladen. Viel kann dieser Unfall also nicht anrichten, sowohl in den Köpfen der Verantwortlichen, als auch in der Natur. Lassen wir ihn einfach gesunken sein. Seine Tanks halten ohnehin dicht, daher kann man ihn nach etwa neun Wochen als vergessen einstufen...

Montag, 20. Jänner 2003 08:10
Der Urlaub war notwendig und schön, die Fotos sind in Kürze verfügbar. Doch heute morgen gibt es auch etwas interessantes zu berichten. War doch die links zu sehende, knapp und sachlich verfaßte Meldung in einem Wirtschaftsblatt unter "KONKURSE" nachzulesen. Irgendeine Film- Produktion mit einem vormaligen Namen DoRo geht heimlich, still und leise in Konkurs?!Naja, eigentlich kein Wunder. Wer, wie man in der Werbung deutlich sehen konnte, für jede zweite Szene einen Helicopter benötigt, kann vermutlich nicht so ganz kostendeckend arbeiten. Oder aber sieht es vielleicht doch so aus, dass die heutigen Pop- »Künstler« eventuell doch Videos machen, welche zu ihrer Musik passen?! Die Musik - selbstgestrickt und doch ziemlich schlecht - mit dem Video vom Karli (weil der hat eine super Video Kamera, voll digital, und einen Computer!!). Das Publikum (Kinder von 14 bis 25) ist ohnehin an mieseste Qualität gewöhnt, wenn da etwas wackelt, oder unscharf, oder beides ist, dann ist das cool und "künstlerisch wertvoll". Erkennen muß man eh nichts (außer den Brüsten der Sängerin), Hauptsache: schnell geschnitten! Tja, liebe Torpedos: so schnell hat man ausgescho(i)ssen...

Samstag, 11. Jänner 2003 07:30
Was singt der nicht ganz so oft schifahrende Mensch heute? Antwort hier... Das heißt: auf nach . Der lange ersehnte Schnee ist doch endlich noch gekommen und dem ungetrübten Vergnügen steht kaum noch was im Wege. Das bedeutet also: eine Woche lang keine Tagebucheinträge?! Ja und nein. Eine Woche lang werde ich jetzt jedes kleinste Detail (auch fotografisch) in den Laptop bannen und nach dieser Woche bekommt Ihr den wohl vollkommensten Urlabs- und Reise- bericht, wo gibt. Also abwarten zahlt sich aus. Baba, bis in einer Woche :-)

Freitag, 10. Jänner 2003 08:10
Schon mitbekommen, die neue - Werbung? Da lautet es in etwa, wie folgt: "hallo Herr Möbelpacker, so viel müssen sie tun, um einen Käsebörger zu bekommen..." und dann sieht man den Herrn bei genau dieser Tätigkeit, für welche er bekannt ist, er "zerlegt" (d)ein Klavier. Einmal völlig abgesehen von diesem (in der Tat stimmigen) Umstand, viel interessanter ist die Dauer des Zulangens. Denn Herr Möbelpacker, Herr Installateur und Herr Immobilienmakler müssen jeweils nur eine Sekunde arbeiten, um sich den rasend beliebten Käsebörger leisten zu können. Und dieser kostet immerhin 13,7603 Schilling (oder 1 Euro). Na dann rechnen wir mal. 13,7603 Schilling pro Sekunde, das macht einen Stundenlohn von 49.537 Schilling (3600 Euro). Vorrausgesetzt, diese Herren haben einen "normalen" 08-16 Job, dann dürfen sie am Monatsende ganze 7.925.932,80 Schilling (576.000,-- Euro) aus ihrem Lohntütchen herauszutzeln. Aha, soso!! Jetzt ist mir endgültig klar, warum unsere Wirtschaft nicht funktioniert. Mal ehrlich, haben wir nicht immer schon vermutet, dass genau diese Geschäftszweige von nicht ganz astreinen Typen bevölkert sind? Jetzt haben wir das Schwarz auf Weiß. Wer so viel verdient, kann einfach kein Guter nicht sein! Ich werde mir überlegen, den Innungen zu schreiben, denn so geht's ja wirklich nicht weiter!

Donnerstag, 09. Jänner 2003 10:15
Na gut, wenn's anders nicht möglich ist, so muß man eben zu drastischeren Mittel greifen. Hallo, Ihr Salzburger, Tiroler und Vorarlberger, wenn Ihr ihn schon selber nicht habt, wollt Ihr ihn dann wenigstens per WebCam sehen? Und das außerdem auf der ältesten (FIS tauglichen) Schi- Piste Österreichs? Hier der Beweis: die bestausgebaute (und im Übrigen günstigste) Schischaukel von Österreich verfügt über mehr als genug davon. Schneemangel gibt es also in Wien 14.) keinen. Jetzt müssen wir nur noch unsere Werbetrommeln ordentlich anfahren, dann laufen wir Euch auch in diesem Gebiet den Rang ab. Wien, die Schischaukel mit über 10.000 Liften (Werbemäßig ganz OK, wenn man verheimlicht, dass dies keine Schilifte sind), 9.000 Lokalen und einigen 100 Metern bestens präparierter Pisten...

Mittwoch, 08. Jänner 2003 08:50
Was soll das ewige meckern?! Die derzeitigen Schneeverhältnisse in Österreich sind doch genau so, wie es sich die Industrie und Fremdenverkehrswirtschaft nur wünschen können: dort wo die Leute auf den "Gusto" kommen sollen (also im Großraum Wien) liegt zu viel Schnee, die Einwohner des Ballungszentrum Nr.1 sind also mehr als willig, sich im großen Stil ausnehmen zu lassen. Dort, wo man dann über die weißen Hänge wedeln soll, liegt kaum was, also wird sich der zahlungskräftige Gast dem "Alternativ- Programm" widmen müssen (Alkohol und Alkohol und DJ-Ötzi) und nicht nur die Lawine für die überteuerte Liftkarte ablassen. Und falls er sich doch auf die Piste wagen sollte, dann sorgen die aperen Verhältnisse für einen nach spätestens drei Tagen völlig unbrauchbaren Schi. Und hier kann sich dann die Schi- Industrie freuen. Noch nie zuvor hatte man binnen so kurzer Zeit zentimetertiefe Krater in seinem Belag. Also was solls?! Allerorts ist Freude angesagt!

Dienstag, 07. Jänner 2003 08:40
"Die Ölpest droht jetzt auch massiv der französischen Küste!"... ist bereits überall zu lesen. Die Spanier (und die Purtugiesen) sind ja ohnehin eher schmutzige Völkchen, die werden mit so etwas schon fertig. Aber die armen Franzosen?! Bereits jetzt wurde der Verkauf von irgendwelchen Muscheln irgendwo an der Küste verboten. Frankreich OHNE Muscheln? Na wo kommen wir da noch hin? Fehlt nur noch, dass man die Schnecken dort auch nicht mehr essen kann- das wäre dann fast schon wie Österreich ohne DJ Ötzi. Jetzt wird's aber ernst! Die für den »Prestige«- trächtigen Schaden Verantwortlichen müssen gefunden, und einem EU- Scherbengericht zugeführt werden. Dafür gibt's sicher mindestens zwei Tage harten Pranger. Mit anspucken und ausgreifen. Oder aber, es machen sich eventuell mehr Menschen Gedanken darüber, was hier eigentlich wirklich geschah, und warum so etwas immer wieder passiert. Aber ich glaube nicht daran, dann da müßte die Ölpest weit mehr als nur ein paar Quadratmeter Meer bedrohen- den Benzinpreis vielleicht??!

Freitag, 03. Jänner 2003 07:30
Wetten Dass?! Es stellt ja schon eine besondere Leistung der Technik(er) dar, eine CD der Aufnhame des Neujahrskonzertes bereits zehn Tage nach der Aufführung des jeweiligen neuen Jahres veröffentlichen zu können. Das will ich gar nicht abstreiten. Einen riesigen Apparat gilt es hier zu bewegen- obgleich hier garantiert alle Kanäle weit offen sind. Weiß das SONY- DADC Werk in Salzburg doch schon etwa 105 Jahre im Voraus um die Wichtigkeit dieses Termins Bescheid und cancelt unter Garantie sämtliche Würstchen- Produktionen . Dessen ungeachtet gibt es aber in Österreich bereits heute ein fertiges Doppelalbum des Neujahrskonzertes 2003 unter Nicolaus Harnoncourt zu bestaunen (anzuhören). Hier, bei mir im Studio. Freilich, es handelt sich um eine rein private Aufnahme, welche nicht für den Verkauf gedacht ist. Erstens wäre das schwer illegal, und zweitens könnte sich kaum jemand den Preis leisten. Die Arbeit, welche nötig ist, um eine Radioaufnahme in akzeptabler Qualität auf zwei CD's zu bringen, ist etwa 16.000,-- Schilling (1162,80 Euro) wert. Damit würde sich wohl dieses Doppelalbum schon jetzt als absolut unverkäuflich auszeichnen...

Donnerstag, 02. Jänner 2003 08:10
Aggressive Werbung! Was ich darunter verstehe? Werbung, welche Dir kein angenehmes Gefühl und/oder Leichtigkeit im Leben vermitteln, sondern einzig auf das Produkt/die Dienstleistung des Anbieters in einer besonders unangenehmen Art machen möchte. Schlechteste Beispiele dieser Art gibt es ja in unseren Landen genug, da Werbung in Österreich nicht von denen gemacht/entschieden wird, welche das könnten, sondern von denen (nennen sich "CD" (Kri-ätif Deiräktoa)) welche in den richtigen Sesseln sitzen. Ein neues Beispiel der schlimmsten (weil verunglückten) Art ist die Telekom Werbung. Gut, Du sagst jetzt (selbstverständlich ganz zu Recht), die österreichische Telekom Werbung ist eigentlich immer schlecht. Richtig, aber wenn man hinter (oder auch zwischen) die einzelnen Spots blickt, lassen sich noch wesentlich tiefere Abgründe erkennen. Da gibt es Beispielsweise ein neues Produkt mit dem Namen "Home SMS". SMS versenden und empfangen für alle, welche noch kein Mobiltelefon besitzen - und das sind in Österreich immerhin 13.692 Personen. Von diesen 13.692 gehören allerdings weit über 90% zu der noch weit größeren Gruppe von Menschen, welche von der Telekom einfach keinen Telefonanschluß bekommen, da sie "zu weit vom Schuß" sind. Bleiben 1.369 übrig. Von denen sind 90% aus irgenwelchen Gründen nicht in der Lage, ein Telefon zu bedienen. Rest: 137 Personen. Von denen sind 90% absolut nicht interessiert. Das macht 14 Leute. Diese 14 sind sich noch nicht so ganz einig, Einer will die SMS Box schon ganz sicher, sieben haben bereits total verweigert. Um die restlichen sechs dreht sich jetzt alles. Der Werbespot sagt uns: "zwei zum Preis von einer!" Na das ist ja schon was. Da kannst du glatt zwei absolut sinn- und wertlose SMS-Klümpchen zum lächerlichen Preis von 686,70 Schilling (49,90 Euro) erstehen- na wenn das kein Angebot ist?! So ist sie, unsere Telekom. Immer auf unseren Vorteil bedacht!

Mittwoch, 01. Jänner 2003 08:00
Einen sehr schönen Silvesterabend hatte ich gestern in der Runde mit lieben Freunden verbracht, der Start ins neue Jahr verlief also gut. Was aber noch wesentlich wichtiger ist, es gibt ein Neujahrsbaby 2003! Na so ein Glück aber auch- wollen wir einmal annehmen, die Damen und Herren Ärzte in einem tiroler Krankenhaus haben da nicht "nachgeholfen", dass der kleine Stefan um 00:00:02 das Licht der Welt erblickte. Der wird sich eines Tages aber auch schon sehr dafür bedanken. An seinem Jubeltag wird kaum jemand Interesse an demselben haben, da sich alle (wachen) zunächst das vNeujahrskonzert und anschließend das Neujahrsspringen der Vier- Schanzen- Tournee reinziehen. Wenn Stefan dann 15 ist, liegen an seinem Geburtstag all seine Freunde bis etwa 16:52 im Bett um dann zwecks Kotzens in die HausschlapfenSchlapfen


In Deutschland ist man der Meinung, dass Hausschuhe in Österreich so bezeichnet werden. Von der Theorie her könnte dies sogar stimmen, jedoch ist ein »Schlapfen« lediglich in 13% der verwendeten Fälle auch tatsächlich ein solcher.

In über 68% der Fälle entspricht der »Schlapfen« dem Sprechwerkzeug - siehe: »Hoit in Schlapfen!« = »Wähle Deine Worte mit Bedacht!« oder auch »in Schlapfen aufreissen« = »eine dicke Lippe riskieren«.

Eine weitestgehend vergessene Verwendung findet der »Schlapfen« auch in der Musiktheorie. Ein »geschlapftes« Musikstück wird dabei (v.a. in der Rhythmusgruppe) mit einer an Übertreibung grenzende Menge von »Laissez faire« gespielt - d.h. der ausführende Musiker spielt seine zu spielende Note erst dann, wenn diese bereits an der Reihe gewesen wäre.
kurz aufzustehen und sich gleich wieder der Matratze zu widmen. Kurzum, dieser Tag ist als Geburtstag höchst ungeeignet. Einzig seine Eltern freuen sich: Stefan ist heute in allen Tageszeitungen, sie bekommen eine Geldprämie und kommen vermutlich zu "Vera"...


(C) mArtin, im Jaenner 2003.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!