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Freitag, 28. Februar 2003 20:20
Ein Eindringling im Parlament. Am Mittwoch besuchte ein offensichtlich verwirrter Mann ungebeten die Nationalratssitzung und verkündete lautstark seine Anti Schwarz-Blau Parolen. Dabei stellen sich doch zwei Fragen: 1.) Als "offensichtlich Verwirrter" fügt er sich doch glänzend in die Reihen der dort sitzenden Personen ein und sollte nicht weiter auffällig sein. 2.) Wäre er tatsächlich "offensichtlich verwirrt", dann hätte er eher ob der Neuauflage unseres Polit- Desasters gejubelt... Also irgend etwas kann da nicht stimmen. Freilich, die ganzen Leute dort denken sich jetzt, was wohl passiert wäre, wenn solch ein Eindringling eine Waffe bei sich trüge und Rambo spielte. Alleine bei diesem Gedanken wird in den parlamentarischen Reihen schon jede Menge Reis verloren. In der Schweiz gab es das vor ein paar Jahren doch schon mal. Ein Irrer mit Waffe beförderte einige Politiker ins Jenseits. Ich stelle mir diese Situation jetzt in unserem Parlament vor. Ein amoklaufender Verrückter mit Waffe stürmt in eine parlamentarische Sitzung und metzelt ein Dutzend Politiker dahin... Zunächst eine Klarstellung (um einer eventuellen Unterstellung zuvor zu kommen): ich verurteile jede Art von Waffengewalt... Und damit zu meinen Überlegungen: ich kann mir solch eine Situation wirklich gut vorstellen. Zunächst wäre ich sicherlich schockiert, angesichts solch bestialisch roher Gewalt. Impliziert das aber auch Mitleid mit den Opfern? Es tut mir besonders Leid, ich weiß, ich bin ein Unmensch - und nicht weiter lebenswürdig. Aber ich könnte wohl kaum Mitleid empfinden- viel mehr könnte ich mir vorstellen, dass sich in meinem kranken Hirn ein Art von "...des habt's jetzt davon...(mit Stefan Weber Unterton)"- Gedanke breit macht. "Pfui Gack mArtin, das gehört sich aber gar nicht!" Weiß ich, und ich schäm' mich auch dafür. Ist aber so. Jemand, der selber beschließt, mein Jahresgehalt inerhalb eines Monats verdienen zu wollen und dafür auch noch Mist nach belieben zu bauen, der wird sich bei meinem Mitleid schon ziemlich schwer tun...

Donnerstag, 27. Februar 2003 06:40
Eine Meldung in der heimischen Presse sorgt für Erstaunen. Da kann folgendes gelesen werden: Ein Star des Villacher Faschings, "EU-Bauer" Manfred Tisal, wird beim regionalen Aschermittwoch-Treffen der FPÖ in Ried im Innkreis statt Altparteiobmann Jörg Haider eine Rede halten. Gelesen und notiert habe ich diese Meldung ja, alleine der Glaube daran will mir einfach fehlen. Kann sich Jörgi das wirklich leisten? Worüber wird sich Österreich in den Tagen nach dem Aschermittwoch fortan unterhalten? Werden in die "Jahn- Turnhalle" in Ried dann tatsächlich mehr als sieben Leute kommen? Werden die ehemals angeschwärzten jetzt auf "Unterlassung von PR- Maßnahmen" klagen? Wenn Jörgi den wichtigsten Event des blauen Jahres ausläßt, was macht er dann überhaupt noch? Verursacht ihm das Schweigen nicht heftigste Schmerzen? Oder hat er vielleicht doch mit den Worten: "ich bin schon weg..." abgesagt?

Mittwoch, 26. Februar 2003 21:50
Ich fahre so gegen elf am Vormittag in die Stadt. Hinter meinem Wagen ein großer, metallic- grüner, japanischer Geländewagen mit einem jungen und auffällig hübschen Mädchen als Lenkerin. Daher fällt bei der roten Ampel mein Blick relativ automatisch in den Rückspiegel um noch einmal nach hinten zu sehen. Und was ist hier zu sehen? Sie bohrt mit ihrem rechten Zeigefinger derart tief in der Nase, dass man sich schon Sorgen um diesen machen sollte. Anschliessend ißt sie den Wauwa (=Popel) genüsslich auf. Ich dachte immer, so etwas dürfen nur Männer? Besonders verstört setze ich meine Fahrt fort. Verstört, verwirrt und geschockt darüber, dass sich die Frauen immer mehr herausnehmen...

Dienstag, 25. Februar 2003 07:30
Die Schweden, die Schweden,... dieses Völkchen da oben ist es eben, deren Genialität in Sachen Humor wir immer wieder unterschätzen. Habe ich am 26. November des Vorjahres noch eine besonders geniale Web- Seite (erinnert ihr Euch noch an Hogafflahage?!) aus Schweden empfohlen, ist heute eine fast noch bessere (wenn auch nicht ganz so umfangreiche) Seite dran. Es handelt sich vermutlich um eine schwedische Fastfood - Kette mit Namen "milko", welche hier eine Spiele- Seite gestaltet hat. Und wer diese Seite besucht, der kann endlich erfahren, wie DJ Ötzi und seinen dämlichen Spielkameraden in den Hitparaden arbeiten. Diese Seite muß ein Besucher der »heimseiteHeimseite


Angeblich hat irgend ein recht oberg'scheiter FP-Fuzzi den Ausdruck »Heimseite« auf der Homepage der F verwendet. Daraufhin hat im Falter eine Story über die rechtsgerichtete Verdeutschung von so manchen Gesellschaftsteilen gestanden.

Geh bitte - hört's amal alle her, es G'sichter! Ich hab' den Ausdruck scho' verwendet, da habt's ihr noch gar net g'wußt, was Internt übahaupt is. Und ich habe diese misslungene Übersetzung von »Homepage« in Anspielung auf die elenden Anglizismen in unserer Alltagssprache gebraucht. Um dies zu kapieren, benötigt man allerdings einen IQ von zumindest 85. Was dann für F-Mitglieder wiederum eine ziemliche Hürde darstellen dürfte.

Trotzdem versuche ich inzwischen, den Ausdruck nicht mehr zu verwenden. Wer mit den Hunden schläft, darf sich nämlich nicht wundern,...
von mArtin« einfach gesehen haben. (kleine Warnung: bei der Auswahl des Musikstils geht es "zur Sache", die Files sind zwischen 800kB und 1.3MB groß, es ist kurzes Warten angesagt...)

Montag, 24. Februar 2003 07:30
Spam- Mails gibt es jeden Tag, in Bausch und Bogen. Aber eine Email fiel mir besonders auf. Hier geht es nicht um die allseits beliebte "Penisverlängerung" oder die "unglaubliche Gewichtsreduktion", sondern um folgendes: für 70 Euro darf ich ein Stückchen Erde irgendwo in Schottland kaufen und dadruch den Titel: »Laird of Glenmore« tragen. Natürlich sind die Grundstücke limitiert und ich sollte sofort zugreifen. Hier ist eine Entscheidung gefragt. Will ich "Laird" werden oder nicht? Bin ich reif dafür, diese Verantwortung zu tragen? Bedeutet dieser Titel auch die automatische Erfassung im Register für das schottische Adelsgeschlecht? Bekomme ich dann immer wieder die Einladungen für diverse Festivitäten im befreundeten britischen Königshaus? Darf ich dann mit Charles Polo spielen? Habe ich dann eine Garantie auf Sex mit den Damen des Hochadels? Fragen über Fragen, welche sehr wichtig in diesem Zusammenhang sind, aber auch auf deren Webseite nicht ausreichend geklärt werden. Also Leute, wenn ich für knapp 1.000,-- Schilling nur diese stinkerte Urkunde und ein elendes Häufchen Erde in Schottland bekommen, welches ich auf Grund meiner finanziellen Situation ohnehin weder besuchen und schon gar nicht einzäunen kann, dann ist das schon ein wenig wenig. Na gut, wird's halt nix mit dem "Laird". Bleibe ich eben der einfache "mArtin"...

Samstag, 22. Februar 2003 07:20
Als eine "Sternstunde des Fernsehens" kann man es eigentlich bezeichnen. Die durch den fm4- Ton unterstützte Mini- Playback Show, auch "Starmania" genannt. Damit auch ich endlich weiß, warum angeblich Millionen Österreicher dieser »Serie des Grauens« folgten, mußte ich gestern einfach zusehen. Meine ersten (und gleichzeitig auch letzten) zehn Minuten im Olymp der Fernseh- Unterhaltung gestalteten sich aber als recht zweifelhaftes Vergnügen. Der Gründe gibt es zwei:

1.) Die klangliche Unterstützung durch Projekt X ist leider mehr als dürftig. Sie laufen nicht einmal zu 12% ihrer ansonsten üblichen Form auf.

2.) Bereits der erste Sänger trifft währen des gesamten Songs (die Kopie der Kopie dieses Elton- Songs) tatsächlich keinen einzigen Ton.


Dass hier keine besondere musikalische Qualität geboten würde, war mir schon vorher klar, aber kann es tatsächlich sooo schlimm sein? Wir Österreicher rühmen uns als "sangesfreudiges Volk" und da merkt niemand (einschließlich unseres heißgeliebten Bogdan Rostschutz), dass dieser Junge in etwa genau so gut singen kann, wie ein Gießkanne auf Freigang? Oder ist singen bei Veranstaltungen dieser Art doch nicht ganz so wichtig?

Freitag, 21. Februar 2003 07:00

Donnerstag, 20. Februar 2003 09:20
Vermutlich weiß es inzwischen ohnehin schon ein jeder. Nur an mir ist diese Information scheinbar spurlos vorübergegangen. Es gibt schon wieder ein legales EURO- Plagiat. Diese ungarische 100 Forint Münze, welche mir als 13,7603 Schilling (ein Euro) herausgegeben wurde, sieht doch wirklich ganz gut aus, oder? Wer würde diese nicht annehmen (mal völlig abgesehen von jenen Wienern, welche sich Woche für Woche in Mosonmagyarovar und Sopron mit Mehl, Würstel und Zucker eindecken...)?! Ihr Wert beträgt nach heutigem Kurs etwa 5,60 Schilling (0.4071 Euro) wobei der Kurs aber stark schwankt. Und damit zur Frage der Woche: wer von Euch wüßte jetzt (aber ganz ehrlich!), dass bei unseren 13,7603 Schilling- Münzen die Metalle genau andersrum sind, nämlich außen güldern und innen silber...?!

Mittwoch, 19. Februar 2003 09:50
Ein sehr hübscher Brief landet in meinem Briefkasten. Unter anderem kann man in selbigem folgendes lesen:

Boah! Nicht jeder X- beliebige erhält also solch ein Angebot von . Weiters schreibt mir der liebe Herr Ludwig Reisinger, seines Zeichens Direktor von American Express Österreich: ...Ihre Unterschrift und einige Angaben für unseren Service sind alles, was wir benötigen... Hoppla! Spätestens hier sollten die Alarmglocken schrill läuten. Ein hübscher Versuch, weitere unbedarfte Österreicher in die Schuldenfalle zu treiben. Weiß denn der liebe Herr Reisinger, dass mein durchschnittlicher Monatsverdienst bei etwa EUR 500,-- liegt? Um welche Karte handelt es sich denn eigentlich? Die Karte für Sandler, Gelegenheitsarbeiter und Arbeitslose? Endlich eine Blue- Card für die Unterprivilegierten?! Danke , dass hat uns gerade noch gefehlt. Wie sonst sollten die "Alltagsgeschichten" ihre Reportagen über die gescheiterten Existenzen mit Schulden in Millionenhöhe machen?! sorgt hier bravourös für den Nachwuchs! Sollte ich jetzt also unterschreiben, fleißig einkaufen und warten bis E.T. Spira an der Türe klopft??

Dienstag, 18. Februar 2003 08:30
Also gut. Jetzt haben wir doch alle Formen einer möglichen ReGierung ausprobiert. Und das Ergebnis lautet (ähnlich, wie beim Roulette): "nichts geht mehr." Dann bitte haltet doch ihr Würschtel endlich alle eure Papp'n und macht irgend etwas. Und wenn ihr nichts zusammenbringt, dann probiert eben neue (alte) Formen aus. Wie wäre es z.B. mit einer Militärdiktatur?!

Montag, 17. Februar 2003 20:10
Ja, ich weiß. Der gestrige und der heutige Eintrag sind eigentlich erst morgen "online". *???* Um die jetzt eventuell entstandene Verwirrung aufzuklären, ein paar Worte hiezu. Leider hatte der Provider, wo diese meine Seite "liegt", eine volle Festplatte und es war mir unmöglich, meine geistigen Ergüsse hinaufzuladen. So etwas muß man aber in Kauf nehmen, wenn man einen "Gratis- Account" sein eigen nennt und außerdem kaum Leute auf der Seite vorbeisehen. Es ist halt, wie im richtigen Leben. Wer Geld hat und wen die Leute mögen, dem geht's besser. Auf Deutsch: hätte ich 5000 Besucher pro Tag, dann wäre doch alles anders. So aber muß ich mich mit diesen Unzulänglichkeiten eben herumschlagen. Was jetzt aber absolut keine Kritik an den Leuten von home.pages.at darstellen soll. Die machen dort wirklich gute Arbeit. Und wie lautet schon das alte (aber dennoch nicht minder grindiggrindig


Sollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein.
Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«.

Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer.

Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf...
e
) Sprichwort: "Einem geschenkten Gaul haut man nicht auf's Maul..."

Samstag, 15. Februar 2003 09:30
Natürlich ändere ich auch manchmal meine Meinung. Öfters sogar, wie vermutlich jeder "normal denkende" Mensch. Aber in wichtigen oder elementaren Dingen, welche mein Leben in grundlegenden Dingen beeinflußen, da schaut es schon anders aus. Nicht so bei den Tieren der wirbellosen Art, unseren Politikern. Erklärte unser Bundeskanzler Wolfgang Schüssel am 26. Oktober 2001 noch breitspurig: "Die alten Schablonen - Lipizzaner, Mozartkugeln oder Neutralität greifen in der komplexen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts nicht mehr..." so verkündet gestern sein speichelleckender Adjutant Scheibner erfreut die Notwendigkeit unserer Neutralität angesichts der nicht gestatteten Überflüge von US- Luftstreitkräften im Zusammenhang mit dem Irak- Konflikt. Na wenn die da oben sich schon nicht einig sind, wer dann...

Freitag, 14. Februar 2003 07:40
Valentinstag. Ein Tag der Liebe, ein Tag der Geschenke. Es soll geschenkt werden, was das Zeug hält. Wenn wir uns an die Werbung halten, dann darf heute alles geschenkt werden, was wir so kennen. Blumen, Schokolade, Spielzeug und Dekorationsgegenstände aber auch Moblitelefone?!! Was in aller Welt haben denn Handys (oder richtiger: Handies?) mit einem "Liebesbeweis" zu tun? Ich konnte mir das nicht ganz erklären und startete eine Suche im Internet. Schon nach kürzester Zeit wurde ich fündig, und dieser Satz erklärt alles: Am 14. Februar 1876 meldet Alexander Graham Bell ein Patent auf das erste brauchbare Telefon an. Na bitte, wenn das kein guter Grund sein soll...

Donnerstag, 13. Februar 2003 09:00
Die Frage der Woche: welchen Präsidenten hättest Du jetzt lieber? Zur Wahl stehen folgende Kandidaten:

1.) der Mann aus der Waldheimat (mit ev. brauner Vergangenheit) und Eintrag auf der "Watchlist" oder

2.) der Mann aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten (ev. mit brauner Zukunft) mit Eintrag im "Buch der Rekorde" in der Rubrik "Kelch anzetteln".

Dein Stimmzettel sollte bis spätestens 31. Februar bei der Wahlbehörde eingegangen sein.

Mittwoch, 12. Februar 2003 07:40
Gestern konnten wir andächtig einer Ansprache des amerikanischen Präsidenten lauschen, in welcher er durch offensichtliche Erzürnung leicht stotternd bekanntgab, welche Länder laut der »Nomenklatur für böse Achsen« eigentlich bereits zu ebendieser hinzuzuzählen wären. Deutschland, Frankreich und Russland stehen für Bush schon ganz in der Nähe der »Achse«, denn: "wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" So einfach ist das. In einem amerikanischen Präsidentenhirn der Standard- Klasse gibt es nur "hop oder drop"- für mehr ist da nicht Platz. Auch ich war "total Ohr" dieser Rede gefolgt, und versuchte dabei, die gelallten Worte einem höheren Sinn zuzuführen, gleich vorweg- es gelang mir nicht. Meine im Moment vorrangigen Gedanken kreisen nun um den eigentlichen Unterschied zwischen Saddam Hussein und dem Möchtegern- Herrscher der westlichen Welt. Also: Saddam trägt Bart, und ganz wesentlich: da wäre auch der Unterschied in der Hautfarbe,...

Dienstag, 11. Februar 2003 07:50
Ein Land ohne Regierung. So werden wir derzeit (und vermutlich noch etwas länger) von anderen Ländern in Europa wahrgenommen. Schade eigentlich, denn noch nie war die Chance für die Grünen so groß, endlich das zu tun, was sie in unserem Lande für so wichtig erachteten. Aber nein, da müssen sie sich innerlich zerstreiten, denn ein Teil dieser Partei hat nicht das "Wohl dieses Landes" auf seine Fahne geschrieben, sondern eher nur das Fortkommen der eigenen Reihen. Klar, es könnte schon sein, dass die Grün- Schwarze Ehe in die Brüche geht und der Wähler bei der nächsten Wahl den Grünen dafür die Rechnung präsentiert. Aber was, wenn dieses bemerkenswerte Experiment gut geht und wir endlich wieder eine ReGierung mit menschlichen Zügen zu spüren bekommen? Na, wär' das nichts?! Also liebe Grünen (vor allem die Wiener Fraktion), wie sagt schon Ostbahn Kurti so treffend: reißt's Euch z'samm...

Montag, 10. Februar 2003 06:40
Eine bestimmte Fernseh- Werbung für einen Alkoholischen Drink (war das nicht Smirnoff Ice?) finde ich recht nett. Da stehen einige schwarze Musiker in einem Schneideraum beisammen und sehen sich ihr neues Video sozusagen zur letzten Kontrolle auf einem Monitor an. Coole Musik, viele coole (schwarze) Tänzer und die Musiker sind zu sehen. Plötzlich entdeckt einer der Stars zwei weiße Typen, welche sich auf einem Balkon tanzend in der Menge bewegen. "Hey, wer sind die beiden weißen Flaschen in unserem Video?!" ruft er darauf ziemlich verdattert. Der Rest der Musiker blickt hilflos in die Menge, jeder versucht einen anderen dafür verantwortlich zu machen, während man die zwei weißen sichtlich vergnügt tanzen sieht. Ein wirklich ganz netter Spot mit einem kleinen Schmunzler am Ende. Ich wurde nur leicht nachdenklich, als ich diesen Spot gedanklich etwas umänderte. Jetzt sehen sich lauter weiße ihr neuestes Techno- Video an, und der Chef der Truppe entdeckt mitten im Bild zwei schwarze Tänzer (relativ auffällig, weil als einzige im Rhythmus tanzend!) und schreit: "hey, wer sind die beiden Nigger in unserem Video?!" Und hier wäre jetzt der passende Platz für den Schmunzler am Ende des Spots...

Donnerstag, 06. Februar 2003 09:30
Nach dem Aufstieg kommt der Fall! Lange hat sie ja nicht gedauert, die Zeit des "grenzenlosen Web- Erfolgs". Wie berichtet konnte sich meine Käfer- Seite aus bisher ungeklärten Gründen kaum von Besuchern erwehren. 58 waren es an einem Spitzentag, eine für mich unwahrscheinliche Zahl (dieser Tag wird im Kalender markiert). Aber genauso wie sie kamen, gehen sie jetzt auch wieder. Von Tag zu Tag sinkt die Beliebtheit *schnüff*, dass ist ja fast wie im richtigen Leben. Naja, ich werde mich damit abfinden müssen...

Mittwoch, 05. Februar 2003 20:10
Genau heute vor fünf Jahren starb er bei einem furchtbaren Autounfall und nahm damit endgültig seinen ihm zustehenden Platz im Pop- Rock Himmel ein. Schade nur, dass dazu der Tod eine echte Notwendigkeit darstellt. Überhaupt hier bei uns in Österreich. Bevor du nicht "die Potsch'n beidelt" oder "a Bankerl griss'n host" (Deutsch: "gestorben bist") zählst du in Österreich elf. Und elf zählt nix. Sogar auf fm4 spielten sie heute Falco- Songs. Wer fm4 kennt, der weiß, dass dies zu Lebzeiten des Hansi Hölzel komplett undenkbar gewesen wäre. Da hätte der extrem präpotente Martin Blumenau, welcher die musikalische Weisheit mit dem Löffel gefressen (aber offensichtlich sofort im Anschluß daran mittels Dünnschiss in seine Windeln verteilte) schon die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt: "Falco auf fm4- sad's deppatdeppat


Jemand, der nicht besonders intelligent zu sein scheint, wird mit diesem Attribut belegt. Vielleicht aber auch nur jemand, der eine nicht so besonders kluge Handlung vollzogen hat.

Man kann sich aber auch zu einem »Deppen« machen (lassen). Dann ist man ein »W«. Jede weitere Erklärung würde ab diesem Punkt einfach zu weit führen. Finden Sie sich daher damit ab.

Moment: noch was! Manchmal wird »deppat« sogar im Rahmen des Ausdrucks von ungläubigem Erstaunen verwendet - wie z.B.: »Heast, bist Du deppat!«
? Des derf net sein!" Erst seit seinem viel zu frühen Tod ist er würdig, neben untalentierten Soundpark Kiddies gespielt zu werden. "Mach Dir nichts draus, Falco. Genauso wie ich, haben Dich schon viele vor Deinem Tod verehrt. Und werden es auch weiterhin tun. Alles Liebe, Dein mArtin."

Dienstag, 04. Februar 2003 08:50
Es gibt Kraftfahrzeuglenker, welche in ihrer Funktion mehr oder weniger Vorbildfunktion haben. Dazu gehören unter anderem die Fahrer von Einsatzfahrzeugen, Taxifahrer, größeren Dienstfahrzeugen und auch die Lenker von öffentlichen Verkehrsmittel. Von den Taxlern ist man ja (zumindest in Wien) ein gewisses Maß an Verkehrsrowdytum und "i bin i, du schleich di!" gewöhnt. Dass hierbei aber in letzter Zeit auch schon die Postbus- Lenker kräftig mitmischen, ist neu. Gestern sah ich ihn mit eigenen Augen, den Helden aller gelben Busse. Mit etwa 60km/h (in der 30er Zone), Mobiltelefon selbstverständlich in der Hand (war eh kein Fahrgast im Bus, was soll da schon passieren?!), und Tschick (Zigarette) lässig im Mundwinkel hängend. Schade, dass hier kein Fotoapparat dabei war :-( "Johnny Cool" wurde neu geboren! Ein weiterer Grund (neben Kosten und öder Wartezeit) für mich, den Postbus zu meiden- wie die Pest.

Montag, 03. Februar 2003 08:50
Ein Bild, dass wieder einmal um die Welt ging, und wir alle durften "live" dabei sein. Die amerikanische Raumfähre "Columbia" geht in Trümmer auf und hinterläßt am texanischen Himmel einen langen weißen Streifen. Sieben Menschen müssen sterben und die amerikanische Raumfahrt erleidet einen ihrer schwersten Rückschläge. Soweit zu den Fakten. Was mich aber viel mehr interessiert: warum gibt es deshalb bei uns in Österreich Sondersendungen, Analysen und außerordentliche Berichte im Fernsehen? Hat dies einen tieferen Sinn? Es sterben bei anderen Gelegenheiten - wie Bombenanschlägen und diversen Attentaten weit mehr, als sieben Menschen - und dies ist nur eine kurze Anmerkung in der ZIB wert. Oder liegt es vielleicht doch daran, dass hier Menschen starben, welche doch schon "Leute und Persönlichkeiten" waren? Kann es vielleicht sein, dass wir es mit dem Gleichheitsgrundsatz des Menschen im allgemeinen doch nicht so ehrlich meinen? Wäre die Columbia ein Schiff mit sieben, siebzehn oder siebzig Flüchtlingen gewesen - Wetten dass: keine Sondersendung! Auch bei 700 nicht. Noch zu wenig. Bei 7000 fangen wir an zu zählen. 7000 Flüchtlinge könnten schon fast so viel wert sein wie sieben Persönlichkeiten,... ja, da würde man beim ORF schon überlegen...


(C) mArtin, im Februar 2003.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!