| Dienstag, 31. Dezember 2003 23:45 |
| Kurz vor Ende des Jahres 2003 melde ich mich noch einmal mit einem Erlebnis der besonderen Art: soeben MA2412 im Fernsehen genießen dürfend, war ich dann in diesem Zustand des nicht-mehr-unterscheiden-könnens von Traum und Wirklichkeit. Nur um zum allgemeingültigen Schluss zu kommen: diese Geschichten von Dorfer und Düringer entsprechen nicht der Wahrheit. Sie sind maßlos untertrieben. Kurz erklärt: Es hat derzeit etwa plus 1-2 Grad (und mein Wohngebiet ist bekanntermassen eine der kältesten Zonen von Wien) und es regnet. Dennoch fährt ungerührt auf den Strassen seit dem frühen Nachmittag der Schneedienst mit heruntergelassenen Schaufeln im (und das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen) pünktlichen 3-4 Minuten- Takt und schiebt die Wassermassen vor sich her. Wenn man wissen will, was hier eigentlich los ist, ob man zu viele Räumautos hat, oder die Strassen zu wenig kaputt, dann rufe man beim "Schneetelefon" unter der Nummer 01/54648 an und verlange den Herrn Fangl. Man kann nicht glauben, dass der Herr am anderen Ende nicht Weber heißt... |
| Dienstag, 30. Dezember 2003 08:50 |
Eine geniale Idee hatte er, unser Justizminister. Weil die Gefängnisse hierzulande doch recht teuer sind, bauen wir doch gleich dort eines, wo ein hoher Prozentsatz der Täter herkommt. Böhmdorfer will also (für den Anfang) Gefängnisse in Rumänien bauen. Und ich versuche jetzt, für mich seinen Denkansatz nachträglich zu konstruieren. "Die Rumänen fühlen sich in unseren Gefängnissen zu wohl, da bekommen sie all das, was es in der Heimat nicht gibt: gesundes Essen, medizinische Versorgung, ein geregeltes Leben. --> wir müssen die Insassen wieder ein bisserlbisserl»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig. Am wenigsten wäre dann ein »Euzerl«. Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt. foltern dürfen --> bei uns undenkbar, da haben wir gleich wieder die Deppen von ai am Hals --> aber in Rumänien kein Problem, da gibt es auch sicher noch immer die dafür notwendige Infrastruktur. --> und billiger ist es allemal! --> und überhaupt, wir bauen in aller Welt Gefängnisse, in Nigeria auch gleich eines --> dann gibt es keine Rücktransporte mit dem Flugzeug mehr --> ur-billig! --> und foltern kann man dort auch noch... |
| Montag, 29. Dezember 2003 17:20 |
Die Feiertage sind vorbei, ein Glück, dass alles schön, fröhlich und ruhig abgegangen ist. "Weihnachtliche Stimmung" gab's zwar keine, aber man kann eben nicht alles haben. Zufrieden sein mit dem, was man hat. Das lernen wir doch in Österreich - der proklamierten "Nichtraunzer - Zone". Nur gekauft haben wir ein wenig wenig. Also, Ärmel hochgekrempelt und noch etwas Geld ausgegeben. In den zahlreichen Winter-Schluss-aus-raus-und-weg-Verkäufen sollte das doch leicht möglich sein. Wir können doch nicht zulassen, dass es unserer Wirtschaft schlecht geht. Noch dazu, wo so eine Belebung für das nächste Jahr angesagt ist! |
| Montag, 22. Dezember 2003 20:40 |
Schön langsam zeigen sich die vehementen Nachteile einer künstlich zusammengestellten und uneinheitlichen Organisation auch den allerpositivsten Gemütern. Der riesige Beamtenapparat in Brüssel läßt außer schlecht gemachten, für alle Teilnehmenden gültigen, Regeln kaum von sich hören, in der Presse wird vielmehr über den Verbleib von Geldern oder die sensationellen Forderungen von Polen und Spanien (seltsamste Berechnungen der Stimmenanzahlen ...) berichtet, denn über die Fortschritte in "unserem Land" Europa; und mit Währung, Wirtschaft und Gesellschaft geht es langsam, aber stetig, bergab. Aber was soll's - die Leute, denen wir das Schlamassel zu verdanken haben, sind schon länger in Ruhestand (inkl. höchsten Pensionen, Abfertigungen und sonstigen Zahlungen) und die kleine Frau/der kleine Mann in Österreich darf inzwischen die finanzielle Pleite der Deutschen ausbaden. Jedes größere Land macht in diesem fragwürdigen Staatenbund ohnehin nur das, was es für sich selber für gut und wichtig erachtet, auf die anderen wird geschi**en, und die Unfähigkeit heimischer Politiker legen diese auch im Flieger nach Brüssel nicht ab - im Gegenteil, sie scheint sogar quadratisch zur Entfernung zu steigen. Danke, ... herzlichen Dank! Der einzig sinnvolle Ausweg aus dieser Miserie wäre wie folgt: August 2004 - zurücklegen des EURO mit gleichzeitiger Wiedereinführung des Schilling als offizielles Zahlungsmittel in Österreich; Jänner 2005 - Kündigung des Vertrages wegen unüberwindlicher Ablehnung der Ehepartner und völliger Ausstieg aus den Übereinkommen. Juni 2005 - Übersiedlung des Staatsgebietes in eine etwas wärmere Region... |
| Freitag, 19. Dezember 2003 06:30 |
Mit Michael Jackson wird jetzt auch anders ordentlich Geld gemacht. Weil sich einige offensichtlich durch den zu großen Erfolg des Künstlers angegriffen fühlen, müssen sie sich auf ihre Art in Szene setzen und nebenbei auch noch ordentlich Reibach machen. Es ist richtig, sollte an den Vorfällen etwas Wahres sein, dann ist er zu bestrafen - so wie jeder andere auch (Pfaffen seien hier ausgenommen; die dürfen so etwas machen, denn sie sind Gottesmenschen!). Nur halte ich die Vorwürfe gegen Jackson für ziemlich unwahrscheinlich. Aber mit Sex wird eben auch abseits von Porno- Fotos und Rotlicht- Milieu ordentlich Geld und Wirbel gemacht. Ein nettes Beispiel der letzten Tage ist jenes hier: da soll eine 25- jährige Lehrerin während der Nachilfe ihren 14-jährigen Schüler verführt haben - und die Mutter (des Jungen) schlägt Alarm. Also, wenn ich mich an dieses Lebensalter zurück erinnere, da gab es im Gymnasium diese Deutschlehrerin, und ich hätte damals unter Garantie einiges für eine kleine Verführung meiner Person gegeben. Aber es trifft eben diesen Hans-im-Glück bei der Nachhilfe - missgönnt, missgönnt, missgönnt! |
| Donnerstag, 18. Dezember 2003 06:50 |
Absolut keiner versteht es so wie er, sich zum Dep*erl der Nation zu machen. Hatte ich ihn dieses Jahr schon einmal ziemliche Lorbeeren gestreut (siehe Eintragung vom 29.Mai 2003), hievt er sich durch eindeutig zweideutige Aussagen über seinen Busenfreund Saddi flugs wieder in den Rang des österreichischen Oberkoffers (...und das Gedränge an dieser Stelle ist schließlich riesig!): "Das ist eine Schmierenkomödie der Amerikaner. Es kann sich genauso um einen seiner vielen Doppelgänger handeln?!" meinte er lautstark. Eine Aussage, die er anläßlich seiner Besuche bei Hussein nicht gehört haben wollte. Ja, es ist richtig, dass der Einmarsch der Amerikaner im Irak nicht Rechtens ist und auch nie sein wird, und dass sich diesen Umstand kaum einer wirklich zu betonen getraut. Aber Saddam Hussein darf man aus diesem Grund nicht die blutige Stange halten. Der Lohn für solche Bemerkungen: Jörg darf nicht mehr LH werden - und die Bewohner eines Bundeslandes heulen unisono *buhuuu*. |
| Mittwoch, 17. Dezember 2003 06:50 |
Es ist an der Zeit, über das abgelaufene Jahr zu resümieren. Über Gutes und/oder Schlechtes, also über Schlechtes, was in dem abgelaufenen Jahr 2003 in unserer Welt vorfiel. Keine Angst, solch eine Zusammenfassung möchte ich gar nicht veröffentlichen, dafür sind die geistig weniger potenten Institutionen zuständig, wie ORF und/oder ATV+(Bitte den werten Leser um Entschuldigung für das versteckt stinkende Eigenlob...). Nur bei der Überlegung, welche mir heute Nacht durch den Kopf ging, kam mir schon der Gedanke an eine Art "Aufarbeitung" der Causa 2003. Mir fiel auf, dass sich die Modewörter immer mehr in die Superlative hinaufändern. Hatten Firmenbosse und Politiker bis 2002 noch "ökologisch" jedem (un)möglichen Satz hinzugefügt, so war es 2003 das inzwischen unsagbar grindiggrindigSollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein. Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«. Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer. Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf... gewordene Wort "Nachhaltigkeit". Jeder Obertrottel "schmückt" inzwischen seine zu 98% minderwertigen Aussagen mit diesem Wort. Irgendwie scheint es zum Glück aber mehreren Österreichern so zu gehen, dass sie jedes Mal, wenn eine der Regentenflaschen dieses Wort in den Mund nimmt um es neuerlich zu vergewaltigen, so eine völlig unerklärliche Lust zur Gewaltausübung verspüren... |
| Dienstag, 16. Dezember 2003 10:20 |
Wenn ich mir die verschiedenen Einträge aus meinem Tagebuch so durchlese und dabei versuche, die "Betriebsblindheit" durch einen "Blick als Außenstehender" zu ersetzen, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich mit Waldorf oder Stattler doch so einiges gemeinsam habe. Körperlich dürfte es dabei noch den einen oder anderen Unterschied geben, auch im Alter sind wir noch nicht in einer Klasse, aber finden diese beiden nicht auch nahezu ausschließlich zynisch- negative Worte für ihre Mitmenschen? Uups, aufpassen - eigentlich will ich nicht als Zuseher in der Loge enden, wo das Geschehen nur mehr aus der Ferne wahrnehmbar ist. Also, es gelte der Vorsatz (für das neue Jahr?!?): in der nächsten Zeit wird alles positiver aufgefasst. Oder auch nicht... |
| Montag, 15. Dezember 2003 07:40 |
Saddam ist gefangen. Aus einem Erdloch haben sie ihn herausgezogen und der Ami- Oberkasperl hat gleich mit einem grausigen Lächeln den wertvollen Fund kommentiert. Für mich wirkt der irakische Diktator eher wie ein überarbeiteter Nikolaus, und so darf er sich auch fühlen, kommt er schließlich gerade rechtzeitig als Weihnachtsgeschenk für den Diktator der westlichen Welt. "Er ist nicht kooperationsbereit..." hieß es in den Frühnachrichten, und "... er macht einen beleidigten Eindruck!". Aha. Was haben die sich eigentlich erwartet? Dass aus einem mit Kronleuchter und Ledergarnitur dekoriertem Prunksaal ein stattlicher, lederbestiefelter, frisch rasierter und "leuchtender" Despot tritt und mit fester Stimme schreit: "Ich bin's, Euer Diktator! Ich habe Millionen Menschen hinrichten lassen!"? Die Amis sind in der Tat ein seltsames Volk - sie sind ja auch der Meinung, dass sich das Volk der Iraker bei ihnen bedanken sollte. "Danke, liebe USA! Danke, dass ihr unserem Land Massenvernichtungswaffen, und unserem Führer Vertrauen geschenkt habt. Und Danke, dass ihr jetzt unser Öl haben wollt, und unseren Führer auch!" |
| Sonntag, 14. Dezember 2003 18:10 |
Eigentlich war mein Bestreben am heutigen Nachmittag, an die Firma Logitech eine Email zu schreiben, warum denn meine beiden, eigentlich identischen, kabellosen Mäuse so extrem unterschiedlich viel Elektrizität benötigen. Also zur Seite www.logitech.at gepilgert und Nachschau gehalten. Demjenigen, der dort eine funktionierende Email- Adresse finden sollte, ist schon einmal ein Eintrag ins Buch der Rekorde gesichert. Nach langem Stöbern, auch in deutschen Seiten und in diversen E- Telefonbüchern habe ich die Email einfach an info@logitech.at gesendet und postwendend eine Fehler- Nachricht erhalten. Das gleiche geschah mit der auf der Logitech- Seite gefundenen Adresse privacy@logitech.com. Dann entsinne ich mich. Es gibt doch in den EU- Gesetzen (und zusätzlich in den heimischen) diese ominöse "Informationspflicht für Webseiten- Betreiber". Nach einer weiteren Suche werde ich bei der Wirtschaftskammer Österreich fündig. Ich wollte mehr darüber wissen, und schrieb diese Email an die auf der Seite angegebenen Adresse Ulrike.Sehrschoen@wko.at. Bereits wenige Minuten später kam die als Pointe getarnte Antwort:Your message To: Ulrike.Sehrschoen@wko.at Subject: Ernsthaftigkeit der Informationspflicht Sent: Sun, 14 Dec 2003 16:26:14 +0100 did not reach the following recipient(s): ULRIKE.SEHRSCHOEN@WKO.AT... also alles klar. Unternehmen nehmen das Gesetz nicht all zu ernst, denn hier kann man genügend Geld einsparen. Unter dem Motto: "wer keine Email- Adresse hat, muss auch keine Post von unzufriedenen Kunden bearbeiten!" werden einige Arbeitsplätze wegrationalisiert. Aber auch die Vertretung der österreichischen Unternehmen, welche, was schließlich nicht unbedeutend ist, durch eine Zwangsmitgliedschaft ihr Geld "verdient", hat absolut kein Interesse an einem regen Elektrobriefverkehr, aber einem erregendem Geschlechtsverkehr mit vollbusigen Bürogehilfinnen stehen die Hofräte in ihren Ämtern schon weit weniger ablehnend gegenüber. Naja, Österreich halt... |
| Freitag, 12. Dezember 2003 06:30 |
"Brot und Spiele" gab und gibt es immer dann, wenn es dem Pöbel (also uns) nicht mehr so besonders gut geht. Als Gradmesser der Unzufriedenheit kann dabei durchaus die Dümmlich- und Unsinnig- keit der Spiele angenommen werden. Würden wir dieser Tatsache genug Aufmerksamkeit schenken, dann wäre uns schön langsam bewußt geworden, dass es schlecht um uns steht. Da "Brot" langsam aber stetig weniger wird, lenken unsere Führer die Aufmerksamkeit des Volkes eben vermehrt auf "Spiele". Millionenshow, Starmania und "Schumacher gegen Kampfjet" stellen dabei nur den Anfang dar. Wir werden in Zukunft mit "Unterhaltung" (mit starker Betonung auf "Unter") aus allen Untiefen noch überschwemmt. Und jenen Bildern, welche beweisen, dass es anderen noch viel schlechter geht... |
| Donnerstag, 11. Dezember 2003 08:00 |
Ein herzliches Dankeschön an Radio Wien. In der gestrigen Vormittags- Wetteransage wollte der Moderator in Anspielung darauf, ob es denn zu Weihnachten Schnee gäbe, offensichtlich einen besonders schönen Satz formulieren und entließ dann folgendes Kunstwerk unwiederrufbar in die unendlichen Weiten des Äthers: "diese Woche gibt es keinen Schnee mehr, und der bleibt dann auch nicht liegen!" Wie wahr, wie wahr. Man muß schon ein geschulter Meteorologe sein, um den tieferen Sinn dieses Satz- Konstruktes zu hinterblicken. Oder aber man genießt einfach Aussagen dieser Art und hat dadurch schon einen etwas leichteren Start in den Tag... |
| Mittwoch, 10. Dezember 2003 06:20 |
Der tägliche Müll in unseren Email- Postfächern wird immer mehr, die anonymen Absender aus den USA, Taiwan und Deutschland geben der [Entfernen]- Taste genug Arbeit. Doch gestern liegt in meinem Postfach eine GrauslichgrauslichEigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten. Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...« keit der ganz besonderen Art: Eine SPAM- Email mit angehängtem Video, etwas größer als 4,5 MB, inklusive der obligaten Adressen unter [TO:] anstatt dafür [BCC:] zu bemühen, aber dafür mit originaler IP von Inode, realem Namen und Web- Adresse des Absenders. Huch! Da war jemand nicht nur so ein ignoranter Arsch, alle Welt mit Schrott zu belästigen, sondern auch noch dumm genug, seinen Namen dazuzuschreiben. Naja, wenn er das schon will, sei ihm sein Wunsch hiermit gegönnt: Hallo, mein Name ist Walter Kruml. Mein Provider ist Inode (statische IP 62.99.150.229). Ich weiß schon, wie man einen Computer einschaltet und das Email Programm bedient, leider aber nicht viel mehr. Deshalb versende ich an alle Adressen, die ich so finde, dümmliche Emails mit noch dümmlicheren Inhalten, Hauptsache groooß müssen sie sein - mindestens 4500kB, damit ich auch so manche Mailbox damit verstopfen kann. Und dabei schreibe ich alle Adressen in das [TO:]- Feld, damit andere Spammer diese vielen tollen Adressen auch verwenden können. Zu mehr reicht mein Wissen nicht. Ich bin daran auch nicht interessiert. Nettikette, korrekte Emails und Legalität von Zusendungen gehen mir am Arsch vorbei. Hauptsache, ich hab' meinen Spass dabei. Jung, dynamisch und erfolgreich! |
| Freitag, 05. Dezember 2003 23:00 |
Bei ATV+ gibt es ein "neues" Sendeformat. Freitag Abend, pikanterweise zur nahezu exakt gleichen Sendezeit, wie Schtaamänia (gut, die kann man Sendezeitmäßig auch schwer verfehlen, läuft diese Sendung immerhin 6 Stunden, oder so...), da läuft auf dem Sender der Peinlichkeiten "Österreich sucht den Comedy- Star". Dabei moderieren zwei Nachwuchs Talente in einer viel zu großen Halle (was sich auch im furchtbaren Ton niederschlägt) eine Art Casting- Show, wo vier Nach- Nach- Nach- wuchs- Talente ihre komödiantische Ader unter Beweis stellen sollten. Aber wie vermutet, es geht ordentlichst in die Hose. Nicht einmal die Prominentenjury, bestehend aus Elfriede Ott, Dieter Schmäla, und zwei unbekannten Prominenten vermag einem einen echten Schmunzler oder gar Lacher aus der Kehle zu locken. OK, der Schmäla ist für die Untiefen seines Humors bekannt - aber das macht er durch Sympathie wieder wett (*am-Boden-zerkugel-vor-lauter-Lachen*). Aber was macht die Ott bei dieser Sendung? Braucht sie so dringend Geld? Es gibt in den letzten Jahren nur eine Comedy- Neuentdeckung in unseren Landen: Ciro De Luca. Und selbst sein Talent reichte nur für 1,7 halbwegs brauchbare Sendungen... |
| Donnerstag, 04. Dezember 2003 09:00 |
Die Amis sind möglicherweise anders. Haben sie derzeit schon seltsame Auffassungen von "Frieden" und "Waffen", gibt es in deren Landen Bestrebungen, den privaten Besitz von Waffen nicht nur zu fördern (siehe: Michael Moore), sondern auch den eventuellen Nichtbesitz von Schusswaffen unter Strafe zu stellen. Eine Stadt mit Namen "Geuda Springs" in Kansas möchte solch ein Gesetz einführen. Grundsätzlich klingt diese Meldung wie ein schlechter Scherz. Bei ORF.at hat man aber offensichtlich wieder einmal das Kleingedruckte nicht gelesen. So ist in der heutigen Ausgabe des ORF- Internet- Auftrittes das hier abgebildete Foto zu sehen. Die tolle Kollage und der reißerische Titel "US-Stadt rüstet nun auf" versprechen da recht viel. In der Tat handelt es sich bei der US-Stadt um ein Kaff mit 219 Einwohnern - was diese Meldung wieder etwas relativieren dürfte... |
| Mittwoch, 03. Dezember 2003 06:30 |
Es ist eigentlich nur ein Zug. Aber immerhin fuhr "Maglev" unter Laborbedingungenen in Japan mit 581km/h über die Versuchsstrecke. Hier kann man durchaus von echtem Tempo sprechen. Rechnen wir nur zur allgemeinen Erheiterung diesen Wert einmal auf Österreich um: bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 550km/h, drei Aufenthalten in Linz, Salzburg und Innsbruck dauert die Fahrt von Wien nach Bregenz etwa zwei Stunden. Beim Flughafen Schwechat wäre man von Wien- Mitte aus in etwa zwei bis drei Minuten Fahrzeit. Wien - Salzburg wäre nicht einmal mehr die Dauer eines netten Kaffeehaus- Aufenthaltes. So würde Bahn fahren wieder Sinn machen. "Plopp!!" Und wir wachen auf und kehren in die Realität zurück. Bahn fahren ist weit teurer, langsamer, unbequemer und grindiggrindigSollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein. Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«. Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer. Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf... er als das eigene Auto. Aber dafür umweltbewußt - zumindest, solange der Strom nicht aus Temelin kommt. Es erübrigt sich aber ohnehin dieser Vergleich, da neuerliche Streiks seit gestern wieder möglich sind. Wie war der schöne Spruch aus den 70ern: "Nerven sparen, Bahn fahren..." |
| Montag, 01. Dezember 2003 22:20 |
Rein sportlich gesehen gesunden wir schön langsam. Hermann "Ionisator" Maier siegt endlich wieder, drei Öschis sind beim Super-G von Lake Louise direkt hinter ihm. Rainer "schaut-doch-alle-her-ich-bin-so-außerordentlich-seltsam!" Schönfelder bekommt nun am grünen Tisch doch seinen zweiten Platz für den Slalom von Park City verliehen. Und wir haben mit Christian "kennt-keine-Sau" Klien endlich wieder einen Fahrer in der Formel 1! Ein landesweites Aufatmen ist deutlich zu vernehmen. Die Zeit, wo uns alle anderen Europäer ob unserer Fußball- Nationalmannschaft anspucken dürfen, scheint vorbei. Aber Achtung! Auch dieser Winter vergeht. Und spätestens, wenn der Neue in der Formel 1 nach einem achten Platz Reserve- Fahrer bei Jordan wird, schlatzen sie uns wieder alle voll - gewöhnt Euch doch einfach daran...! |
