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Mittwoch, 10. Juli 2002 11:40

»Outing« ist ja seit den 90er Jahren sehr modern. Der eine macht es öffentlich/absichtlich der andere unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eher nicht ganz so wirklich echt absichtlich. Wenn ein Volksanwalt dabei aber von einem Gleichgesinnten gefilmt wird, kann die Sache alsdann doch zu einem »öffentlichen« Outing werden. So geschehen bei irgendeinem Treffen mit vielen gleichgesinnten CV'lern. Ewald Stadler, einer der Volksanwälte hatte sich dabei zu einer besonders delikaten Aussage hinreißen lassen. Vor versammelter Mann- (bzw. Burschen-) schaft sabbelt er etwas über die schlimme Zeit der Befreiung Österreichs. Das so viele Österreicher auch unter der Zeit nach 1945 gelitten hätten. Lieber Ewald und lieber Peter (der bereits mit von der »Outing Partie« ist), auch heute leiden sehr viele Menschen. mArtin zum Beispiel geht es ziemlich schlecht. Weil er solche Individuen wie Dich und Deinen braunblauen Freund in seiner unmittelbaren Umgebung erdulden muss...


Dienstag, 09. Juli 2002 13:50

Soeben flatterte in mArtins Briefkasten ein Abgabenbescheid für die geänderte Müllabfuhr - Abgabe ins Haus. Ein besonderer Bescheid, ein seltsamer Bescheid. Hier erhöht sich die jährliche Gebühr für die Müllentsorgung von mArtin um glatte 25% auf 165 Euro. Damit muss man jetzt folgende Berechnungen anstellen: mArtin lebt alleine (mit Katze Max...), ist Vegetarier, nicht besonders reich (wenig "Altlasten") und "Mülltrenner". Daher hat er schon mal sehr wenig Müll. Im letzten Jahr stand die Tonne etwa 20 Mal vor der Türe, und selbst da war sie selten voll. Wenn mArtin jetzt also den Betrag für eine Leerung berechnet, so kommt er auf exakt 113 Schilling. Das ist doch recht happig für einmal ausleeren. Da käme es sogar um einiges billiger, mArtins gesamten Hausmüll als Sondermüll abholen zu lassen. Irgendwie seltsam, dass ein Haus mit 7 Einwohnern genau das gleiche zahlt, aber so ist es, wenn man solidarisch ist. Solidarisch mit solchen Typen, die alles im Wald verscharren - denn die zahlen dann auch nichts dafür. Na da scheißt mArtin aber gleich ein ordentliches Hauferl auf die Solidarität...


Donnerstag, 04. Juli 2002 11:30

Heute, am 4.Juli ist der große Feiertag in den USA. Und hierzulande fürchten (bzw. hoffen) einige Leute, dass es zu erneuten Terroranschlägen kommt. Hoffen deshalb, weil ja dann die endgültige Berechtigung für die neuen Abfangjäger endlich gegeben wäre. Und genau so funktioniert sie auch, die Gewaltspirale. Jeder darf sich in seinem Tun immer auf den/die anderen ausreden, denn der/die hat/haben ja schließlich auch begonnen. In nahezu jeder Auseinandersetzung weltweit funktioniert das nach diesem Prinzip. Und wenn genug Zeit verstrichen ist, weiß auch garantiert niemand mehr, wer mit dem ganzen eigentlich begann. Im Ernstfall selbstverständlich immer die Anderen...


Mittwoch, 03. Juli 2002 12:20

Und wieder hat ein Haufen dummer Ärs...e eine Auseinandersetzung gewonnen. Die Abfangjäger kommen - sind ja beinahe schon da. Wenn mArtin Euren (weil »seiner« ist es wirklich nicht) Verteidigungsminister im Fernsehen so sieht, dann wird ihm schlecht. Wie kann diese gedankenlos brabbelnde Blau - Marionette einfach von all den Vorteilen für unser Land reden? Von Gegengeschäften, die zu 95% -iger Sicherheit nie abgeschlossen werden, von Sicherheit für die Österreicher, die sich mit Abfangjägern trotzdem nicht erhöht und von einem Sieg der Vernunft? Wie kann dieser ziemlich volle Koffer so locker die Worte "eine Milliarde Euro" in seinen schmutzigen Mund nehmen? Ach so, sorry - total vergessen: sein Monatsgehalt ist ja ein anderes - so ein Fauxpas aber auch...


Montag, 01. Juli 2002 22:20

Eigentlich ein Montag, wie jeder andere. Keine besonderen Vorkommnisse, halbwegs schönes Wetter, angenehme Temperaturen. Und doch gibt es ein leicht seltsam anmutendes Ereignis. Und niemand geringerer ist dafür verantwortlich als,... ja, als unser Jörgi. Jörgi, der Drachentöter. Diesmal fährt er nicht mit einem Falken im Reisegepäck zu einem Tyrannen und/oder Despoten, sondern nur bis Schwechat, um dort die linke (oder eher doch rechte) Hand desselben abzuholen. Naji Sabri ist der Name des sicherlich nicht in der Touristenklasse nach Österreich eingereisten, während die Menschen in seinem Land jede Form von Qual, Folter und Leid ertragen müssen. Eigentlich schon sehr komisch - Sabri trifft Donnerstag und Freitag mit dem UNO-Generalsekretär Kofi Annan zusammen um über das Ende des Embargos zu sprechen - sicher bei einem netten Essen und guter Unterhaltung - ganz anders halt, als im eigenen Land...



(C) mArtin, im Juli 2002.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!