Mittwoch, 11. Juli 19:50
Es ist eine ziemlich grausige Geschichte, die da über Jahre hinweg in Deutschland passiert ist. Ein Apotheker ist in der letzten Woche gerichtlich verurteilt worden.
Seine Strafe: 12 Jahre Haft und 17 Millionen Euro Strafe. Na servusna servus


Ausdruck der gehobenen Indignation. Eine mögliche Steigerung der Empörung ergibt sich durch den Zusatz: »G'schäft«.
G'schäft! Was bitte hat der getan? Was muss man tun, um von einem Gericht zu solch einer unglaublich hohen Strafe verurteilt zu werden?

Der werte Herr Apotheker hat Medikamente gepantscht. Über etliche Jahre hinweg hat er an Hunderte Patienten über 14.000 gepantschte, verwässerte und gefälschte Krebsmedikamente verkauft und diese den Krankenkassen zu vollen Preisen verrechnet, um seinen extrem großzügigen Lebensstil finanzieren zu können. Na zack!

So. Ich möchte mich nun nicht über den Apotheker auslassen, solche Menschen gibt es in allen Bereichen des Lebens. Eigentlich ist er ein sehr armer Kerl. Wenn man solche Dinge anstellen muss, um das eigene Leben sinnvoll erscheinen zu lassen, dann ist man schon ziemlich schlimm dran.

Nein. Was mich bei dieser Geschichte gleich enorm beschäftigt hat, ist die Tatsache, dass dieser Fall nur deshalb bekannt wurde, weil der Apotheker von seinen Mitarbeitern angezeigt wurde!
Tatsache ist aber, dass: Der Apotheker über Jahre hinweg an Hunderte Patienten mehr oder weniger wirkungslose Medikamente gegen Krebs verkauft hat.
Erfüllt dieser Umstand nicht – auch wenn das jetzt ziemlich sarkastisch klingen mag – den Umstand einer »Blindstudie«? Sehr teure aber wirkungslose Medikamente werden an Patienten verkauft und es gibt keinen Aufschrei?!
Es gibt keine Statistik, die aussagt, dass rund um diese spezielle Apotheke die Sterblichkeit bei Krebspatienten signifikant höher wäre, als bei anderen Apotheken?!

Man lasse mich jetzt folgenden Schluss ziehen: Das Geschäft der Pharmaindustrie ist ein Milliardengeschäft. Es ist bekannt, dass speziell mit Medikamenten gegen Krebs besonders hohe Summen lukriert werden. Ob da jedes einzelne Mittel wirklich das liefert, was es verspricht, ist immer wieder Thema von zahllosen Diskussionen. Dieser Fall ist für mich ein weiterer Hinweis darauf, dass so mancher Kritiker der Schulmedizin doch nicht ganz so unrecht haben könnte, wie man es uns von Seiten der Pharmaindustrie weis machen möchte. Wenn derart viele Patienten jahrelang wirkungslose Medikamente erhalten und niemand etwas davon bemerkt, dann wird wahrscheinlich auch das seine Gründe haben...

2 Kommentare


(C) mArtin, im Juli 2018.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!