Montag, 07. Mai 19:40
Echte Erkenntnis braucht halt ihre Zeit. Und seien es manchmal sogar fast 40 Jahre, bis mir dieses Lichtlein aufgeht. Die kleine Geschichte dazu folgt nun:
Du kennst mit ziemlicher Sicherheit den Song, der so beginnt: »One way ticket, one way ticket,... one way ticket, one way ticket,... one way ticket, one way ticket to the Moon...« von Boney M. aus den späteren 70ern. Für mich war immer klar: Da singt eine Frau, wie sie von ihrem Mann gröblich enttäuscht wurde und ihn kurzerhand zum Mond geschossen hat. Klingt doch schlüssig und logisch, oder?!

Allerdings war gestern zufällig eine Radio-Doku zu hören, die in einem kurzen Übergang mit diesem Song unterlegt war und ich hörte – auch nur ganz zufällig – diesmal etwas genauer hin: »... one way ticket to the...« – Moment! Die singen da gar nicht von einem »Moon«, das klingt doch eher wie... wie »Blues«...?

Das Internet, diese allwissende Müllhalde, liegt ja immer nur einen Klick weit entfernt – und so öffnet man mir nach 40 Jahren der Desinformation endlich die Augen: Tatsächlich nennt sich der Song – nach seinem Refrain – »One Way Ticket to the Blues«. Na schau. Und interpretiert wird dieser Hitparadenstürmer in der Tat nicht von der deutschen Band Boney M., sondern von Eruption, einer britischen Pop-Formation. Na bitte. Man lernt eben wirklich nie aus.

Zu meiner Ehrenrettung sei hier erwähnt, dass Eruption tatsächlich in ihren Anfangsjahren als Vorgruppe von Boney M. auftrat und nachher wirklich auch von Frank Farian in Deutschland produziert wurde. Ich lag also mit meinen Vermutungen sowohl bezüglich Songtext und -Titel als auch zu den Produktionsumständen gar nicht soooo weit daneben...

PS: Hier der Song auf youtube...

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(C) mArtin, im August 2018.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


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