Montag, 04. Dezember 17:50
Man nennt es wohl auch in der Politik »Hofübergabe«, wenn die Führung eines Landes oder auch nur einer Partei von der älteren an die jüngere Generation übertragen wird. Solch eine politische Hofübergabe ist – so scheint es immer wieder – eine relativ schwierige Sache. Nur zu oft krallen sich die Älteren derartig an der Macht fest, dass peinliche Momente vorprogrammiert scheinen. Man erinnere sich an die Ablöse des DDR-Staatsoberhauptes Walter Ulbricht von Erich Honecker – wobei hier eher nicht von einer Übergabe der Macht die Rede sein konnte, eher schon von einer Übernahme. Honecker hat nämlich die Übergabe so planen lassen, dass Ulbricht in Anzug und HauspatschenPatschen


Einzahl und Mehrzahl gleich.

Ist/sind eigentlich ein »Hausschuh« (»Hausschuhe«), wenn er/sie nicht an einem Fahrrad oder Auto vorkommt.
Dann ist damit recht oft eine Reifenpanne gemeint.
vor die Kameras treten musste, um so ein möglichst lächerliches und verwirrtes Bild für die anwesenden Medien – und damit das Volk – abzugeben.

Ganz so schlimm wird es in der CSU wohl nicht werden, aber das ewige Gezänke zwischen Seehofer und Söder hat für mein Empfinden schon eine gewisse Fremdschäm-Qualität. Gefühlte 100 Mal wurde der Wechsel angekündigt, gefühlte 300 Mal auch wieder verschoben. Heute gab es im Rahmen einer Pressekonferenz eine neuerliche Ankündigung: Horst Seehofer wird irgendwann im 1. Quartal 2018 (die zeitliche Präzision dieser Ansage ist alleine schon ziemlich aussagekräftig!) seine Position als Ministerpräsident von Bayern an Markus Söder abgeben aber – und das hat schon wieder eine Art von Belustigungs-Faktor – er wird schon noch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
der Chef der CSU bleiben. Damit er halt auch noch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
mitreden kann...

Macht wirklich abzugeben scheint in der Tat eine unglaublich schwierige Sache zu sein. Da bin ich echt froh, dass ich gar keine habe!

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(C) mArtin, im Dezember 2017.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!