Mittwoch, 20. April 2011 18:50
Heute habe ich einen kleinen, aber dennoch leicht schmerzlichen Hinweis dafür bekommen, dass Murphys-Gesetz (»
alles was schiefgehen kann, geht auch schief!«) wirklich stimmt. Es geht um die Kommentar-Funktion auf meiner Seite. Die will halt nicht so recht funktionieren. Nach »Stoutman«, »Vati« und »Kurtl« hat mir heute »Zoidberg« geschrieben, dass es gar nicht so will, wie sich das der kleine mArtin so vorgestellt hat. Na fein.

Ich möchte - weil hier wirklich seltsame Zufälle geschehen - das gerne erklären, was für den nicht unbedingt EDV-affinen Menschen eventuell auch (ein wenig) interessant sein könnte, da ja eigentlich etwas passiert, was vielleicht annähernd so wahrscheinlich ist, wie ein Lotto-Fünfer (ohne Zusatzzahl).
- Ich habe mit dieser Kommentar-Funktion im September 2004 begonnen. Ebenso hatte ich etwa zu dieser Zeit mit der Programmiersprache PHP begonnen. Ich war damals also noch nicht wirklich dazu fähig, ganze Programme selber zu schreiben, daher habe ich mir viele Einzelteile im Netz zusammengesucht (»Code-snipping«) und dann in meiner Seite eingebaut.
- Im Jahr 2007 wurde genau dieses Kommentar-Skript von asiatischen Spammern missbraucht. Ich bekam eine Rüge von meinem Provider, da das Skript keinen »human-test« besaß - also irgendeine Funktion, welche es nicht zuläßt, dass so ein Skript ausschließlich von einem Programm ausgefüllt wird. Damit wurden über meinen Server (lt. Provider - wobei das eindeutig übertrieben war) Millionen von Emails versandt.
- Ich kann zu diesem Zeitpunkt schon halbwegs gut PHP programmieren, entschließe mich aber (warum, lieber Gott, warum nur?!!) leider dazu, nur so eine Abfrage in das vorhandene Skript einzubauen, damit es nicht zu viel Arbeit würde.
- Im Jahr 2009 gibt es auf meinem Server eine PHP-Versionsänderung, welche einige Befehle nicht mehr einwandfrei funktionieren läßt. Die Spam-Abfrage funktioniert schon wieder nicht - aber ich bemerke es rechtzeitig (weil die Täter diesmal glücklicherweise so dumm waren, meine Email Adresse in den CC-Feldern einzutragen). Ich programmiere allerdings schon wieder kein ganz neues Kommentar-System (man lernt wirklich nie aus!), sondern habe eine geniale Idee: Ich mache eine neue Spam-Wort-Abfrage mit veränderbaren Wörtern... Einfach genial?! Nein, einfach deppertdeppert
Einigermassen hochdeutsche Version von »deppat«.
Und ich mach' mir sicher nicht die elende Mühe, dies hier noch einmal aufzuschlüsseln. Schauen Sie doch selber nach. Hochachtungsvoll, mArtin.
Danke.
!
Denn diese derzeit im Einsatz befindliche Spam-Wort-Abfrage funktioniert (oder eher nicht) folgendermassen: Wenn Du auf meine Seite kommst, dann erschaffst Du damit ein neues Spam-Wort - ganz egal, ob Du ein Kommentar abgeben möchtest, oder nicht - und dieses wird auf meiner Seite in Wort und Bild gepeichert. So.
Wenn Du jetzt bei mir eine ganz wunderbare - oder auch völlig vertrottelte - Textstelle liest, zu der Du Dein Kommentar abgeben möchtest, dann lädst Du in dem Kommentar-Fensterchen dieses Bild hinein. Danach musst Du den Text aus dem Bild abschreiben und auf meiner Seite werden diese beiden Worte verglichen. Passt es, dann (sollte) es gehen. Passt es nicht:... ehschowissen.
Der Nilpferdfuss an der Sache ist folgender: Wenn genau zu jener Zeit, wo Du mit der feinsten Klinge Deine Worte schmiedest um Deine Beschwerde zu formulieren - aber eben schon das blede Kommentar-Fensterchen offen ist - wenn also genau in dieser kleinen Zeitspanne irgendjemand (es reicht leider sogar ein Spider, wie Google, oder Yahoo ... buhu!!) meine Seite aufruft, dann ändert sich ja auch gleich das beknackte Spam-Wort. Sofort ist also jenes Spam-Wort, welches Du in Deinem offenen Kommentar-Fensterchen siehst, hoffnungslos veraltet - und Dein Kommentar geht damit nicht mehr durch.
Im Moment habe ich viel Arbeit, aber wenn ich es doch irgendwann einrichten kann, werde ich das ganze Kommentar-System neu programmieren. Als temporäre Abhilfe nehme ich an, dass es mit der patentierten DR.Guttenberg-Methode (= Copy-Paste) des kompletten Kommentar-Textes am Besten gehen sollte, weil man damit die verstrichene Zeit zwischen »frischem Aufruf der Seite« und »Eintrag eines Kommentars« schon ziemlich kurz halten kann. Ich weiß, das Ganze ist in Wahrheit eigentlich eine ziemliche Zumutung, aber ich hatte einfach nie angenommen, dass die Anzahl der Leser meiner Seite einmal die Zahl der Finger an meiner linken Hand übersteigen könnte. Somit war das für mich praktisch höchst unwahrscheinlich. Aber, wie sagt eben schon Murphy...?!
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(C) mArtin, im
Mai 2026.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.
Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter
Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!