Samstag, 22. Juli 19:40

Freitag, 21. Juli 18:50
Es scheint, als ob »Bitte« und »Danke« mehr oder weniger obsolet sind. Klar, in einer gut funktionierenden Leistungsgesellschaft haben zwei derartige Dinosaurier keine wirkliche Berechtigung mehr. Der Bessere muss natürlich nicht um etwas bitten – es geschieht einfach. Genau dafür ist oder wird man ja der Bessere. Normalerweise ist mir das egal, da ich jene Bereiche unserer Gesellschaft, wo ausschließlich die Auswirkungen des Raubtier-Kapitalismus regieren, ohnehin meide. Manchmal geht es aber nicht anders...

Wir tragen uns die Studio-Termine selber ein, meist für mehrere Wochen im Voraus. Da bleibt es nicht aus, dass man den einen oder anderen Termin nicht mehr wahrnehmen kann. Daher beginnt man untereinander zu tauschen. Das ist grundsätzlich eine feine Sache. Nur merke ich mit der Zeit, dass es Leute gibt, die ihre Termine im Griff haben und absolut nie tauschen müssen (rate mal, wen ich da meine ) – und auf der anderen Seite solche Leute stehen, die durch verschiedenste Eventualitäten immer tauschen müssen. Auch das ist meiner Meinung nach OK. Solange es eben unter der Wahrung gewisser Formen geschieht.

In den letzten Tagen bekomme ich von einer Frau mit Tausch-Absicht eine Email mit folgendem Wortlaut: »könnten wie nächste woche wieder deine montag gegen meinen dienstag tauschen?(momentan geht der montag für mich/meine Babysittern besser…..)«

1.) Ich kenne diese Frau nicht. Ich habe nur eine Woche zuvor bereits den Termin mit ihr getauscht – die Email damals war dieser sehr ähnlich.
2.) Ich könnte locker tauschen. Programmieren kann ich an jedem beliebigen Tag.
3.) Jedoch verspüre ich nicht die geringste Lust zu einem Tausch.

Ich kenne mich. Natürlich werde ich mit ihr tauschen. Ich möchte ja ein Netter sein, den man um jeden Gefallen bitten kann. Aber genau da beisst sich der Hase in die Pfote: bitten!
Hätte sie es zusammengebracht, dieses eine Wort in die Anfrage zu integrieren, dann würde ich ihr mit ehrlich empfundener Freude meinen Termin hergeben. So aber fühlt es sich einfach nur a bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
an.

In meinen kühnsten Träumen antworte ich ihr mit gar nicht feiner Klinge: »Nein, können wir nicht. Mein Tipp: Such Dir eine andere Babysitterin...«


Donnerstag, 20. Juli 19:40
Was man »immer schon tun wollte«, sollte man unbedingt sofort tun, sonst ist die Chance dazu am Ende gar vorüber. Diese Lehre durfte ich heute erteilt bekommen.
Schon seit Jahren erzählt mir mein Musikerkollege von den sehr lässigen Jazz-Events in Wiesen, wo man zahlreiche Bands sowie Solokünstler – welche ich mag – aus nächster Nähe beobachten kann. Weil halt in Wiesen nicht die Millionen von Leute sind, sondern eher nur die wirklich Interessierten. Immer wieder habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr hinunterzufahren. Ich war schon öfter dort, bisher aber immer nur zum Arbeiten. Dennoch konnte ich mir selbst in diesen kurzen Zeiten die gediegene Atmosphäre ausmalen und vorstellen, wenn man in der Hängematte liegend, mit einem kalten Drink in der Hand, den musikalischen Ausführungen z. B. eines Gil Scott Heron lauschen könnte...

Alles vorbei. Ich habe es erst heute gelesen, stattgefunden hat es aber schon voriges Jahr. Das Wiesen, welches immer wieder mit den feinen und großen Namen aus Jazz, Funk, Fusion und AcidJazz aufgewartet hat, das gibt es nicht mehr. Wiesen ist jetzt nicht mehr für alte sondern für junge Leute. Und die mögen eben Bands, die ich nicht mehr kenne...

Da ich meine Pappenheimer kenne, weiß ich jetzt auch schon, wer sich darüber aufregen wird, dass ich mich darüber aufrege, daher: Wenn Du einen einzigen Namen, nur eine einzige Band von diesem LineUp kennst, dann darfst Du über mich sudern...


Mittwoch, 19. Juli 19:30
Die heutige Nachricht zum Tag ist nicht unbedingt eine, die den Lauf der Welt maßgeblich verändern wird, aber immerhin: Freecell hat einen Bug! Und zwar die neue Version 6.1 für WIN7. Wenn man einen gewissen Zug macht – den ich leider immer noch nicht nachvollziehen konnte – dann beginnt ein ganzer Stapel zu schweben. Und dies bleibt dann auch die ganze Zeit so, selbst wenn man das Spiel abschließt und ein neues beginnt. Sonst passiert nichts, die Patience läuft auch ganz normal ab – nur aussehen tut's halt schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
verwirrend (Quelle: Bildschirmfoto WIN7 Ultimate)...


Dienstag, 18. Juli 18:00
Normalerweise oder zumindest relativ oft sind Graffitis im öffentlichen Raum (vulgo: Schmierereien) doch eher verzichtbar. Das eine oder andere bunte Wandbild zeugt vielleicht von einem ausgeprägten Talent und Kunstsinn, zumeist jedoch fällt es schon eher in die Kategorie »SchasSchas


Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.

Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
«. Doch ein wenig anders verhält es sich, wenn der Absender tatsächlich eine Nachricht an die Welt absetzen möchte, da lese ich schon ab und zu kurze Statements, die einem zu denken geben können. Wie zum Beispiel heute jenes da...


Montag, 17. Juli 20:10
Die Unterstufe habe ich in einer der – zur meiner Zeit angeblich – schärfsten Schulen von Wien verbracht: im BRG7 Kandlgasse. Damals noch als reine Bubenschule ausgeführt und in Wahrheit eh lange nicht so scharf, wie von den verschiedensten Seiten angekündigt. Mir selbst hat es gar nicht so schlecht gefallen, auch wenn die Noten doch relativ zu wünschen übrig ließen. Aber das ließen sie bei mir ja ohnehin fast immer, von da her war es also kein großer Unterschied. Zudem war es das erste Mal in meinem Leben, dass ich erkennen durfte, dass Noten tatsächlich immer relativ sind: Beim Taischl stand ich in Englisch regelmäßig zwischen 4 und 5. Als der in Pension ging, kam der Kaufmann – bei ihm stand ich immer (kein Scherz) zwischen 1 und 2. Die von mir eingebrachte Leistung hat sich dabei absolut nicht verändert. Taischl legte halt ausschließlich Wert auf gelernte Vokabel, für Kaufmann war die gute Aussprache das Wichtigste.

Da ich also beim Taischl so schlecht war, gab mir ein Klassenkollege Nachhilfe. Es war ein wirklich lieber Kollege, der Wolfgang. Der ist heute ein ziemlich hohes Tier in der Politik. So hoch, dass er zu manchen Zeiten fast täglich im Mittagsjournal vorkommt und auch immer wieder zu verschiedenen Dingen interviewt wird. So hoch, dass auch andere über ihn reden und urteilen. Daher ahne ich auch, dass selbst im Mittagsjournal von Ö1 wirklich viel Scheiße erzählt wird. Sicher nicht immer mit Absicht, aber trotzdem echte Scheiße. Als über Wolfgang bei einer bestimmten Sache sehr oft und viel im Radio und Fernsehen berichtet wurde, musste ich oft lachen oder war manchmal extrem erstaunt über Aussagen hinsichtlich seiner Person, da ich ja ziemlich genau weiß, was Wolfgang wirklich macht und was garantiert nicht.

Als ich vor etwa drei Stunden am Ende meiner Tour in die letzte lange Gerade einbiege, da sehe ich ein Gesicht, welches ich sofort erkenne. Ich rufe laut: »Wolfgang?!« und der angesprochene Mann dreht sich um. Ja es ist Wolfgang. Exakt so, wie er vor 36 Jahren ausgesehen hat, nur mit ein wenig Grau in den Haaren. Auch im Benehmen ganz genauso. Man ändert sich eben als Person viel weniger, als man es wahrhaben will oder gerne möchte. Also im Prinzip hätten wir beide Morgen in die Kandlgasse gehen können und er gäbe mir wieder Nachhilfe in Englisch.

Was aber noch interessanter ist: Wolfgang lebt jetzt vier Gehminuten von mir entfernt. Er, der Klassenbeste, hat nämlich eine liebe Frau kennengelernt, die ebenfalls Klassenbeste war. Und zwar in meiner Volksschulklasse. Die Welt ist wirklich ein Dorf...!


Sonntag, 16. Juli 17:20

Samstag, 15. Juli 18:10

Freitag, 14. Juli 19:30
Nur ein kleiner Test für HTML5 ;-)


Donnerstag, 13. Juli 19:30
Ich weiß nicht mehr, ob ich es hier bereits erwähnt habe: Ganz gegen meine ursprüngliche Annahme habe ich mich mit dem Relaunch von Ö1 tatsächlich bereits ein wenig angefreundet. Natürlich: Nicht alles wurde bei der Neugestaltung besser, ein paar Dinge wurden sogar dezidiert schlechter, aber das neue Ö1 hinterlässt bei mir wirklich einen positiven Gesamteindruck! Was ist also der Grund dafür?

1.) Es gibt neue Stimmen. Frisch und unverbraucht, manche davon sogar merkbare Anfänger in der hohen Kunst der Moderation. Und das ist angenehm anzuhören? Ja, ist es tatsächlich. Da merke ich erst, dass die vollkommen professionelle Stimme, die nie einen Fehler macht, immer den gleichen in höchstem Maße professionellen Tonfall beherrscht, einem – auf Dauer – schon ziemlich auf die Nerven gehen kann.

2.) Mit den neuen Stimmen zog auch neue (=andere) Musik ein. Mein größtes Problem mit Ö1 war immer: die Klassik. Ist halt blöd, wenn man als Lieblingsradio einen Klassik-Sender hat, Klassik an sich aber als relativ unangenehm, manchmal langweilig (weil soooo vorhersehbar) und oft auch als störend empfindet. Zumindest zu den Zeiten, wo ich Ö1 konsumiere, haben sich die Musikstile hör- und spürbar verändert. Andere Stile finden auf einmal auch ihren Platz im neuen Programm und das ist gut so!

Das einzige Problem, welches ich derzeit habe: Ich bin mit dem neuen Sendeschema noch nicht so ganz firm, daher drehe ich immer wieder Sendungen auf, mit denen ich eher nicht gerechnet habe. Dies führt dann aber auch immer wieder zu der einen oder anderen sehr gelungenen Überraschung. Wie zum Beispiel gestern: Ich lande mitten in den Tonspuren, direkt in einem Song. Zunächst glaube ich, dass hier Udo Lindenberg singt und den Hörer damit ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
verarschen möchte, doch dann gewinne ich unglaublich Gefallen an dem Song.

Wenn Du auch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
raten möchtest, dann klicke diesen YOUTUBE-Link an und schaue dabei aber nicht auf die Seite des Videos, sonst ist der Belustigungs-Effekt nur halb so groß...!


Mittwoch, 12. Juli 22:20

Dienstag, 11. Juli 18:20
Heute wieder einmal daran vorbeigefahren und dabei ein ziemlich zufriedenes Gesicht gemacht: Er hat tatsächlich einmal mehr die komplette Prozedur bestens überstanden. Jedes Jahr die gleiche Sorge und zum Glück die gleiche Freude!


Montag, 10. Juli 19:30
In meiner Wahrnehmung war es ein Werbeplakat, welches auf Gewalt gegen Frauen hinweisen möchte. Ich habe mir noch überlegt, ob dies an diesem Ort wirklich seinen Zweck erfüllen würde. Immerhin stand es direkt im Kassenbereich beim Hofer. Ich hielt es immer noch für leicht deplaziert, als mir endlich klar wurde, dass es dabei doch eher um MakeUp (oder noch genauer: um das Entfernen von selbigem) geht...


Sonntag, 09. Juli 16:30

Samstag, 08. Juli 18:10

Freitag, 07. Juli 19:40
Sagt Dir die Buchstabenkombination #63C2D1 etwas? Nein? Und dennoch wird sie Dir in nächster Zeit des öfteren – oder vermutlich sogar sehr oft – begegnen. Nicht unbedingt in genau dieser Form, also als Zahlen und Buchstaben, dafür aber in weit auffälligerer Art und Weise, nämlich – digital als HTML-Farbcode umgesetzt – als Farbe. #63C2D1 ist nämlich der amtliche HEX-Farbcode für die neue Farbe der Schwarzen. Genau diese Farbe, die Du jetzt als Hintergrund dieser Zeilen sehen kannst.

Türkis ist also das neue Schwarz. Ich bin mir sicher, dass derzeit nicht wenige schwarze Funktionäre rotieren. Ein Schwarzer soll ab sofort ein Türkiser sein? Wir haben derzeit also eine rot-türkise Regierung? Oberösterreich, Hietzing und Döbling sind traditionell türkis?

Es wird vermutlich noch einige Zeit dauern, bis einem all das ohne innere Verwunderung und flüssig aus dem Mund kommt. Bis dahin bleiben sie halt noch »die Schwarzen«...

Donnerstag, 06. Juli 20:20
Ein richtiger Sommerregen hat mich heute erwischt. Kurz und heftig. Dafür konnte ich exakt sehen, wo der Topf mit dem Gold stand. Ob ihn jemand geborgen hat?


Mittwoch, 05. Juli 22:30



Dienstag, 04. Juli 18:30
Eine sehr nette Idee! Jemand hat auf jenem Berggipfel, den ich im Rahmen der Sommer-Route befahre, ein Gipfelkreuz aufgestellt. Vielleicht hat es nicht ganz die Würde des Kreuzes vom Schneeberg, aber immerhin weiß man jetzt genau, wo man sich befindet und auf welcher Seehöhe...


Montag, 03. Juli 18:00
Was bin ich froh, dass ich folgenden Artikel lesen durfte (Quelle: Wiener Bezirksblatt), denn ich war da einem großen Irrtum aufgesessen und daher ganz anderer Auffassung und Meinung. Aber Dank dem besonders feinen Journalismus unserer umtriebigen Bezirks-Gazette kenne ich mich nun aus. Meine Annahme, dass in dem vorliegenden Fall zumeist der Fahrer die Schuld trägt, ist hiermit eindeutig widerlegt...


Sonntag, 02. Juli 17:50

Samstag, 01. Juli 15:00


(C) mArtin, im Juli 2017.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!