Samstag, 25. März 17:00

Freitag, 24. März 17:50
Es ist ab heute ganz offiziell! Ich werde aber dennoch versuchen, davon gänzlich unaufgeregt zu berichten:

Ich habe eine Bestätigung erhalten. Eine Bestätigung dafür, dass ich in Sachen Motorsport eher nicht so bewandert bin, wie z. B. im Bereich der Musik. Das diesbezügliche Quiz im Standard (10 Fragen zur Formel 1) habe ich komplett und nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt und nach einer Minute und 58 Sekunden des Nachdenkens die Auflösung erhalten: diese ist fast schon ein wenig beschämend (Quelle: Bildschirmfoto, Standard).

Aber immerhin habe ich das jetzt schwarz auf weiß – eher: rot auf grün – was ich immer schon vermutet habe: Ich bin mit relativer Sicherheit kein brauchbarer Fan der Formel 1...


Donnerstag, 23. März 18:50
Unser Sehen bestimmt alles!

Ja, ich weiß, es klingt ein wenig reißerisch, ist aber leider – und das darf ich immer wieder erkennen – doch ziemlich wahr. Die folgende kleine Geschichte zeigt es einmal mehr:

Ich fahre jeden Tag die gleiche Strecke – derzeit ist es noch die Winterstrecke hinaus an und rund um den Wienerwaldsee. Da mein Rad nicht über Stoßdämpfer verfügt und der Zustand der zu fahrenden Straßen und Wege eher ein wenig traurig ist, passe ich immer ziemlich gut auf, wo ich genau fahre. Da hat sich inzwischen schon ein gewisser Weg im Weg eingeschliffen, der die vielen Schlaglöcher nach Möglichkeit meidet und daher nicht allzu weh an Popsch und Rücken tut. Kurz vor Pressbaum gibt es einen Rad- und Gehweg, der auf einem etwa 100 Meter langen Teilstück im letzten Sommer völlig neu gemacht wurde – ein wahres Labsal für meinen Rücken.

Dort, wo dieses frisch geteerte Teilstück beginnt, kommt die Strecke von einem ziemlichen Flickenteppich her, der nicht so wirklich angenehm zu fahren ist. Und genau an der Schnittstelle zwischen altem und neuem Belag ist eine Linie, die – durch ihre leicht eigenartige Farbgebung aus altem und neuem Teer – von meiner Position aus exakt so aussieht, als wäre es eine etwa zwei bis drei Zentimeter hohe Schwelle. Nur, dass genau diese Stelle in Wahrheit absolut nicht zu erspüren ist. Diese Übergangsstelle ist der wohl am feinsten gemachte Teil der kompletten Strecke.

Doch – und das passiert tatsächlich jeden Tag – meine Augen sagen meinem Hirn, dass es hier gleich rumpeln wird und ich spüre, wie sich mein Körper verspannt. Alles möglich habe ich schon ausprobiert. Ich bin sogar stehen geblieben und habe diese Teernaht angegriffen, weil ich dachte, ich kann so meinem Hirn vielleicht beibringen, dass sich hier absolut keine Stufe befindet. Dass hier gar nix ist! Alles umsonst. Meine Augen sehen es, melden es dem Hirn und die Muskulatur reagiert auf der Stelle.

Sehr seltsam. Vor allem nämlich dann, wenn man sich jetzt einmal genauer überlegt, wie oft wir wohl von unseren Augen belogen werden...?!


Mittwoch, 22. März 23:55

Dienstag, 21. März 18:40
Es wäre, so denke ich, ein wirklich ganz passabler Fernseh-Film gewesen, aber ich musste nach zehn Minuten leider wieder wegschalten, da es nicht mehr auszuhalten war. Der Film hieß »Steirerblut« und war auf ONE (ein Spartenkanal der ARD) zu sehen. Immer dann, wenn ein österreichischer Film gar nicht erst versucht, das nachzumachen, was andere – vor allem ausländische – Filme bieten, dann besteht immerhin die Möglichkeit, dass er doch ganz gut ist. Beim »Polt« ist das zum Beispiel so, Erwin Steinhauer könnte ich – übrigens nicht nur in dieser Rolle – ewig zusehen. Oder auch Josef Hader als »Brenner« ist jedes Mal ein weiteres TV-Ereignis, wo man sich hochgradig unterhalten kann. Wirklich gute Beispiele dafür, dass Unterhaltungsfilme aus Österreich wirklich nicht peinlich sein müssen.

So ähnlich hätte ich es mir eben auch von »Steirerblut« erwartet. Eine Erwartung, die aber ziemlich schnell enttäuscht wurde. Der Grund waren diesmal aber nicht heftig outrierende Klein(st)darsteller oder solche, deren Schauspielfähigkeiten von einem VHS-Kurs herrühren, sondern: Große Strecken des Films wurden in hochdeutsch nachsynchronisiert!

Das geht sich einfach nicht aus. Ein steirischer Kiberer, der – von Thomas Stipsits sicher glänzend gespielt – an seine Kollegen, die gerade Leberkäse von der Motorhaube eines Streifenwagens essen, Anweisungen gibt, der spricht sicher NICHT HOCHDEUTSCH! Der könnte nicht einmal dann hochdeutsch sprechen, wenn er sich im Rahmen einer Interpol-Aktion mit Kollegen aus Hamburg unterhalten sollte. Ich wiederhole mich, aber: das geht sich einfach nicht aus!

Ich glaube auch nicht, dass der durchschnittliche Deutsche unsere Sprache derart schlecht versteht, dass ein gemäßigter Dialekt schon die absolute Zumutung wäre. In manchen Filmen versuchen es die Deutschen auch mit Untertitel. Da spricht dann ein österreichischer Schauspieler einen deutschen Text mit leicht wienerischem Dialekt und darunter ist zu lesen, wie das der Deutsche Seher verstehen soll. dAnke...


Montag, 20. März 18:50
Uiiii – mein Essen hat mich lieb!


Sonntag, 19. März 08:30
90 ist er geworden, gestern Mittag ist er gestorben: Chuck Berry. Daher gönne Dir doch ausnahmsweise die drei Minuten für das Video, denn derart enorme Energie wirst Du bei einem Fernsehauftritt einer heutigen Band eher nicht zu sehen bekommen...


Freitag, 17. März 17:00



Donnerstag, 16. März 17:30
Eine recht verquirxte Frage treibt mich in den letzten Tagen doch ein wenig um: Wenn jetzt die Türkei der EU oder auch nur Deutschland oder Holland den Krieg erklären sollte, wem steht dann eigentlich die NATO bei?

Im Prinzip klingt das nach einem (sehr schlechten) Scherz, ist aber nicht so unbedingt und generell von der Hand zu weisen. Der Türkei – besser: Erdogan und seinen Freunden – ist grundsätzlich alles zuzutrauen. Ich glaube nicht, dass er ein durch und durch schlechter Mensch ist – es verhält sich bei seiner Person eher so, wie schon bei so einigen Gestalten der Geschichte: etwas mangelhafte Bildung gepaart mit ausufernder Religiosität und viel zu viel Testosteron. Und zahlreiche Männer dieses Schlags hat er auch rund um sich versammelt. Wenn man da einem Minister bei seiner Rede zuhört und dieser in einem Satz sagt, dass »...die Holländer und die Deutschen Nazis sind und sie doch viel lieber in die Türkei auf Urlaub kommen sollten, anstatt Terroristen zu beherbergen...« dann ahnt man, dass diese Leute doch ein wenig anders ticken. Nicht West-Ost-anders sondern vielmehr Guglhupf-anders. Wenn da also in einer lauschigen Polit-Stammtischrunde am Bosporus jemand von der ausrastenden Männer-Meute die Idee von einer bewaffneten Konfliktaustragung haben sollte, dann schauen wir schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
blöd aus der Wäsche.

Also los, wie verhält es sich nun mit der NATO? Der Artikel 5 des NATO-Vertrages besagt nämlich, dass, wenn ein NATO-Mitgliedsland angegriffen würde, alle anderen Mitglieder das so werten müssten, wie wenn sie selber angegriffen würden. Nicht nur die NATO-Einheiten kämen dann zum Einsatz, sondern auch weitere Einheiten aus den jeweiligen Mitgliedsländern. Grob gesagt.

Deutschland ist ja, wie wir wissen, NATO-Mitglied – und das seit 1955. Nun ist aber die Türkei ebenfalls NATO-Mitglied und zwar schon seit 1952! Hätte dann vielleicht das ältergediente Mitglied Vorrang? Oder jenes Mitgliedsland, das mehr ($$$) für die NATO leistet, bzw. könnte man sich NATO-Beistand gar einkaufen? Oder würde um Bomben und Raketen gewürfelt?

Ziemlich wahrscheinlich verhält es sich so, dass weder Stoltenberg noch irgendein anderer Politiker sich ernsthafte Gedanken über dieses Szenario macht, da man es für absolut unglaublich hält. Bis auf Erdogan halt...


Dienstag, 14. März 19:00
Soeben habe ich die allererste Folge der allerersten Staffel von Columbo – zum vierten oder fünften Mal – auf ZDFneo gesehen (»Mord nach Rezept« von Februar 1968) und muss daher – wahrscheinlich ebenfalls zum wiederholten Male – bemerken: Columbo ist ganz einfach die absolut coolste Detektiv-Socke, von wo gibt! Keine Frage.

Ich mag es eher nicht, einen beliebigen Film noch einmal zu sehen, es gefällt mir auch nicht besonders, wenn ich weiß, wie sich der Ausgang eines Film gestaltet. Nur bei Columbo ist das nicht so. Auch wenn ich eine Folge bereits ein Dutzend Mal gesehen haben sollte, sie gefällt mir immer wieder und Lt. Columbo nimmt mich jedes Mal wieder mit seinem Wesen gefangen. In seiner ersten Folge trägt er noch einen vergleichsweise hübschen Anzug und sein Trenchcoat ist sauber und faltenfrei aber Peter Falk ist bereits Columbo, so wie er es bis zur 69. Folge (»Die letzte Party« im Jänner 2003) sein wird und gewesen war. Mein Krimi-Held!


Montag, 13. März 18:00
»Warum Fotografen durchaus Sinn machen würden...«. So oder so ähnlich hatte ich die Überschrift für den heutigen Beitrag im Sinn, als ich dieses Foto (Quelle: Kurier.at) zum ersten Mal sah.

Jo eh, über Geschmack lässt sich (nicht) streiten. Aber in obigem Fall denke ich – und man verzeihe es mir, dass das grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
e Verb »knipsen« ohne jeden Zweifel angebracht ist. Aus dem Text geht hervor, dass der Artikel von Wolfgang Atzenhofer geschrieben wurde, welchselbiger auch für das Foto verantwortlich zeichnet. Also 80,- Euro zusätzlich ergattert (der Wolfgang) und weitere 250,- (?) für einen Fotografen gespart (der Kurier). In Zeiten der Gewinnoptimierung eine eindeutige Win-Win-Situation. Wenn da nicht der Leser wäre... SakrahaxenHaxen


Eigentlich benötigt es hier keine spezielle Übersetzung... - ...sollte man zumindest meinen!

In Wahrheit findet der/die Haxen (oder noch besser: Hax'n) im wienerischen vielleicht weniger oft die Anwendung als Bezeichnung für ein Geh-Organ, denn vielmehr als Ausspruch für eine äußerst überraschende, fast schon unglaubliche Situation - was sich dann in der Wortkombination »Sakra-Haxn!« niederschlägt.
Dieser Ausspruch kann in seiner Wirkung noch durch ein angehängtes »aber auch« (=»oba a«) verstärkt werden.
!

Wenn man auf Guckl nach dem Bild sucht, dann findet sich schnell die größere Version, in welcher Wolfgang die EXIF-Daten nicht gelöscht hat – Au contraire! – er hat diese sogar noch um ein paar eigene Daten und Angaben bereichert, ganz wie ein echter Fotograf. Aus diesen Angaben geht exakt, unwiderlegbar und eindeutig das hervor, was ich schon beim ersten Anblick dieses Stil-und-Farben-Desasters wußte: Sämtliche Modi auf der Kamera stehen auf »Auto«. Bei CANON – oder zumindest bei der EOS 60D – nennt sich das »Easy shooting mode« – und dieser steht auf »Full Auto«. Dies sagt eigentlich alles. Wolfgang kümmert sich nicht wirklich um das Foto, sondern doch eher um den journalistischen Teil der Sache.

Ja! Und das ist gut so! Vermutlich ist Wolfgang sogar ein guter Journalist (sonst würde er nicht für den KURIER arbeiten). Vermutlich macht sich Wolfgang sogar ziemliche Gedanken über das, was er schreibt. Aber Wolfgang sollte seine EOS 60D lieber zu Hause im Foto-Schrank liegen lassen und erst wieder anlässlich seines USA-Urlaubs entstauben. Das wäre ein unglaublicher Gewinn für die Augen der Leser.

Wir alle wissen allerdings, dass ich da von den heißen Eislutschkern fabuliere. Die Zeit ist vorbei, wo man für ein Pressefoto einen (Presse-)Fotografen benötigte, bzw. mitgesandt hat. In unserer Digitalzeit kann doch jeder gute Fotos machen, man »...muss nur möglichst viele machen, dann ist schon was Gutes dabei« hat ein Bekannter vor wenigen Tagen zu mir gemeint.

Nein, der Meinung bin ich definitiv nicht. Gute Fotos ergeben sich nicht zwangsweise aus einer großen Masse. Da kann natürlich schon der eine oder andere gelungene Schnappschuss dabei sein. Aber es bleibt dennoch eine Knipserei. Und gerade dann, wenn man nur Zeit für zwei oder drei ganz schnelle Fotos von politischen Akteuren hat, dann wäre es schon gut, wenn man eventuell wüsste, wie man mit starkem, orangefarbenem Licht umgeht, das von oben auf die Abzulichtenden herunterscheint. Wäre ich eine/r der Leute auf dem Foto (Brandstetter, Lehmayer, Starlinger, Payrhuber-Wolfsberger), ich würde den KURIER bis vor den höchstmöglichen (EU-)Gerichtshof zerren und ein Wahnsinns-Schmerzensgeld für dieses Meuchelfoto erstreiten. Vielleicht lernt dann ja irgendein Entscheidungsträger bei den Zeitungen, dass ein Fotograf doch Sinn machen kann...

Apropos Geschmack: Ich sch.... jetzt kurz auf den Geruch von Eigenlob, aber das ist für mich zum Beispiel ein gutes Foto. Und das war definitive keine Knipserei.


Sonntag, 12. März 16:10

Samstag, 11. März 17:00

Donnerstag, 09. März 19:20
Hallo!
Ich bin ein einsames Madchen. Mein name Kristina. Ich bin 30 Jahre alt.
Ich Suche einen Mann, fur den Aufbau einer ernsthaften Beziehung.
Ich bin treu, freundlich, charismatisch Madchen.
Wenn du bauen willst mit mir eine ernsthafte Beziehung, schreib mir. Ich warte.



Hallo liebe Kristina,
lieben Dank für Deine wirklich tolle Email!
Ich schreibe Dir gleich nachdem ich mir meinen 250 Millionen Euro Gewinn von der Microsoft-Lotterie geholt habe...

Bussi
mArtin


Mittwoch, 08. März 19:40
Wirklich wichtig (also genau das Gegenteil): Der Hofer bekommt endlich ein neues Logo! Bei der künstlerischen Gestaltung und Schöpfung des neuen Designs hatte man allerdings das Problem, dass sich Millionen von Plastiksackerln so sehr in das grafische Unterbewusstsein der Österreicher eingegraben haben, dass man daran nicht wirklich rühren wollte. Denn: Was nutzt ein noch so geiles, neues Logo, wenn es keiner mehr erkennt. Und so ist eben der Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Logo vom Hofer in Wahrheit doch ein wenig marginal... (Quelle und (C) der Grafiken: Hofer)


Dienstag, 07. März 18:00
Es war so eine Art Kaufempfehlung im Rahmen eines Amazon-Links, die da bei Fäsbuck an mich herangetragen wurde. Und jetzt bin ich halt total unschlüssig. Ich meine, das Geld hätte ich natürlich schon, aber ich weiß noch nicht so genau, ob ich es nun wirklich brauche, oder eher doch nicht. Es ist relativ wahrscheinlich, dass viele Leute schon Eines besitzen – und vielleicht bin ich eh nur mehr einer der Wenigen, die noch keines haben. Wenn man allerdings die Bewertungen liest, dann sieht es nicht ganz so aus.

Naja, egal. Ich werde halt noch eine Nacht darüber schlafen und dann entscheiden, ob ich es bestellen werde, oder nicht...


Montag, 06. März 16:20
Es könnte sein, dass ich jeden Frühlings-Beitrag zu dem heutigen Thema mit einem ähnlichen Satz beginne, wie etwa: »Ujegerl, heuer sieht es nicht so gut aus« – aber ich weiß es nicht genau. Und zum Nachsehen bin ich im Moment zu faul. Tatsache ist, dass man vom Magistrat her meinem lieben Freund heuer eine derart kurze Frisur verpasst hat, dass er es vermutlich sehr schwer haben wird. Im vorigen Jahr ließ man doch ein wenig mehr übrig und die Reste sahen auch ein wenig lebendiger aus, als in diesem Jahr. Aber gerade deshalb halte ich wieder einmal alle verfügbaren Daumen und hoffe...!


Samstag, 04. März 15:30

Freitag, 03. März 17:40
Hätte ich den Trailer von »Toni Erdmann« nicht gesehen, es wäre wahrscheinlich ein schöner – oder zumindest erfüllter – Kinoabend geworden. So aber war ich doch einigermaßen enttäuscht, denn der Film bot absolut nichts von dem, was im Trailer versprochen wurde. Der Film war unendlich lang, traurig und heftig deprimierend.

Es wurde einfach wieder einmal genau das gemacht, was alle Produzenten in ihren Teasern und Trailern machen: Die besten fünf Szenen, nein, die lustigsten fünf Szenen wurden zu einem kleinen Filmchen zusammengeschnitten, das in keinster Weise etwas mit dem wirklichen Film zu tun hat. Immer wieder sage ich mir, dass ich einem Trailer absolut nicht trauen darf und vielmehr gänzlich ohne bestimmte Erwartungshaltung ins Kino gehen sollte – und immer wieder passiert das Gleiche, denn: vergiss doch einmal genau jene Szenen, welche Dir den Gusto auf einen bestimmten Film erst gemacht haben. Gratulation, wem's gelingt!

Dabei wäre es wirklich ein sehr interessanter Film gewesen und in einer ziemlich unüblichen Machart, hätte ich nicht im Kopf, dass es ein super-lustiger Film wäre, den ich mir da ansehen würde! Die Macher von diesen Lock-Filmchen schießen sich damit aber ins eigene Knie, würde ich meinen. Ich darf annehmen, dass es nicht nur mir so gegangen ist (einige Reaktionen im Kinosaal bestärken mich in dieser Annahme), dass der Film an sich eine total andere Aussage hat, als die Vorschau. Und einige davon werden auch Probleme damit haben, die Erwartungshaltung herunterzuschrauben oder gänzlich umzustellen. Wenn man eine Komödie erwartet und einen in höchstem Maße sozialkritischen Film vorgesetzt bekommt, dann ist das moralisch gesehen zwar sehr OK – unterhaltungsmäßig aber eher weniger. Und ein weiteres Mal setzt sich im Hirn fest, dass Kino doch auch zu enttäuschen vermag. Und das noch dazu bei einem Film, der die Menschen in die kleineren Kinos bringen soll.

Daher mein Fazit: »Schluss mit Furzkissen im Trailer!«


Mittwoch, 01. März 18:00
Es macht immer wieder Sinn und Freude, meinem Lieblings-Professor zuzusehen, respektive zuzuhören. Nein, ich meine jetzt nicht unseren Bundes-VdB – obgleich ich auch dem ganz gerne zuhöre – ich rede von Prof. Harald Lesch. Egal ob »Leschs Kosmos« oder »Frag den Lesch«, ich mag eigentlich jede Sendung, in welcher der Lesch vom Universum und der ihm (dem Universum) innewohnenden Physik erzählt. Es ist nämlich tatsächlich seine Erzählweise, die einen auf eine Reise mitnimmt, die man unter anderen Umständen vielleicht gar nicht antreten würde. Und das zahlt sich aus, denn: Physik zahlt sich immer aus.

Wenn Lesch über die unmöglichen Zustände unseres Universums referiert, dann klingt es nicht so, als ob ein abgehobener Physiker spricht, der es bereits in seiner Jugend aufgegeben hat, sich mit seinen Mitmenschen so zu verständigen, dass er auch verstanden wird. Nein, Lesch spricht so zu mir, dass ich tatsächlich etwas verstehe. Und dass ich mir dabei dennoch nicht vorkomme wie ein Doppel-Dolm. Sicher verstehe ich nicht alles in der ganzen Tragweite und kann auch nicht alle Zusammenhänge exakt nachvollziehen, es bleibt aber immerhin noch so viel an interessantem Wissen übrig, dass es mich einfach fasziniert. Wäre ich Jugendlicher, dann würde ich es so be- oder umschreiben: »Lesch rulez

In seinen Vorträgen findet auch so mancher sehr gelungene Satz von anderen Größen aus Kunst und Kultur seinen Platz, wie zum Beispiel dieser hier aus der letzten Sendung:
»Kritiker sind blutrünstige Leute, die es nicht bis zum Henker geschafft haben. « (George Bernard Shaw)



(C) mArtin, im Maerz 2017.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!