Mittwoch, 19. September 18:10
Es ist – soviel sei verraten – vielleicht doch ein wenig ein zweifelhaftes Vergnügen, aber immerhin durfte ich heute Nachmittag etwas beobachten, was sonst kaum ein Mensch auf der Welt in der freien Wildbahn zu sehen bekommt. Es mag relativ wahrscheinlich sein, dass einige Wissenschaftler so eine ähnlich Situation bereits im Labor nachgestellt und beobachtet haben aber so richtig in der Natur bekommt man den Vorgang an sich nie zu sehen, immer nur das nicht so schöne Ergebnis.

Was also ist jetzt so toll, dass man es kaum zu sehen bekommt? Das...!

Du wirst nun vermutlich entgegnen: »Na und? Das ist doch nur gebrochenes Glas...«. Im Prinzip schon – aber hast Du schon einmal gesehen, wie eine Bruchlinie in einer Glasscheibe immer länger wird? Na bitte!
Der Beginn dieser Bruchlinie war bereits seit längerer Zeit da. Etwa drei Zentimeter lang war sie, als ich mit der Reinigung von den Lackresten begonnen habe. Nur ganz zart und ohne besonders großen Druck auf die Scheibe. Dennoch war ihr das zu viel. Als ich gerade eine Pause machte, sah ich, wie die Linie länger und länger wurde. Ich kann nicht sagen, wie schnell oder langsam das war – ich war zu dem Zeitpunkt komplett verwirrt. Ich glaube aber, dass es relativ schnell passierte. Dazu gab es ein seltsames Geräusch, welches ich nicht beschreiben kann. Ich weiß nur: Würde man dieses Geräusch etwas lauter machen, dann würde es gut in einen Horrorfilm passen.

Was halt nicht so fein ist: Gerade habe ich dieses Fenster neu gestrichen, da fehlt mir natürlich die Lust, da jetzt noch die Scheibe auszuwechseln. Also wird sich diese damit begnügen müssen, beidseitig mit einem dicken Klarsicht-Tixo verbunden zu werden. Sie wird's aushalten...


Dienstag, 18. September 19:00
Heute gelesen und nicht schlecht gestaunt. In der aktuellen Ausgabe der »AK FÜR SIE« gibt es ein paar Beispiele, wie man Angebote bei den Job-Inseraten richtig lesen und deuten soll. Dabei gibt es diesen Text (Quelle: AK FÜR SIE) – und da frage ich mich doch: Was (zum Teufel) ist eine Clown-Abteilung? Beziehungsweise, was wird in der Clown-Abteilung eines Unternehmens gemacht?

Vermutlich sind die dafür zuständig, wenn es dem Unternehmen finanziell nicht so wirklich gut geht und die Mitarbeiter deshalb alle am Boden zerstört sind. Dann werden eben die bestens geschulten Mitarbeiter aus der Clown-Abteilung aktiv. Oder auch, wenn das Unternehmen gebeten wird, eine öffentliche Pressemitteilung abzugeben. Das sieht man ja öfters so im Fernsehen. Auffallend oft habe ich auch das Gefühl, dass mein Anruf bei der Servicestelle eines Unternehmens irrtümlich in der Clown-Abteilung gelandet ist. Wir sehen also, für die Clown-Abteilung gibt es immer was zu tun...


PS: Eine kurze Suche im Netz bringt dann doch noch Aufklärung...


Montag, 17. September 20:00
Es ist seit Jahren das gleiche Bild: Die Post schließt ihre Ämter. Weil ja (Copyright: K.H.G.:) »weniger Staat, mehr privat« ganz total und sehr super-geilo ist, muss die Post unbedingt Gewinn machen – und das geht nur, wenn der Service (noch) schlechter wird, alle teuren und gut geschulten Beamten durch Billig-Lohn-Arbeitskräfte ersetzt werden und so viel wie irgend möglich Postämter geschlossen werden.

Weil man aber Packerl (noch) nicht per Email senden kann, benötigt man immer noch echte Stellen, wo man seine Sendungen hinbringen und abholen kann. In Wahrheit wäre es der Post natürlich am liebsten, wenn der Kunde sein Paket selber ausliefern und die dafür fällige Gebühr direkt von seinem Konto eingezogen würde. Ich nehme an, das Postgesetz wird sich bald in diese Richtung ändern.

Inzwischen muss aber noch die Post Dein Packerl ausliefern. Und wie kommt sie zu den Paketen, wenn alle Filialen schließen?
Die Antwort ist einfach: Man arrangiere sich mit HOFER und baue zusätzlich zu Backstation und Tankstelle eine POST-STATION!
Seit einer Woche habe ich vor meinem HOFER auch so eine.

Mich kriegen sie damit aber nicht. Meine Pakete wird auch zukünftig ausschließlich der HERMES transportieren. Ätsch!!

Naja, nicht so ganz wirklich Ätsch.
Weil, rate mal, wem der HERMES eigentlich gehört?!
Richtig, der Po...


Sonntag, 16. September 19:50

Samstag, 15. September 19:00

Freitag, 14. September 19:40
Vielleicht ist es ja auch nur ein Zufall oder eine simple Laune der Natur. Alles ist möglich – ich kann sicher nicht erklären, warum das so ist: Warum meine Kastanie im Garten glaubt, es sei bereits Frühling 2019 und sie müsse unbedingt mit dem Blühen beginnen.

Es könnte aber auch sein, dass es – nur möglicher Weise – doch am Klimawandel liegt, der ja in der Wahrheit unserer westlichen Welt gar nicht stattfindet. Naja, manchmal behaupten wir zwar in Fernseh-Dokumentationen, dass es einen Klimawandel gäbe aber nach dieser Erkenntnis auch leben und sich so benehmen, das möchte dann lieber doch niemand ernsthaft machen...


Donnerstag, 13. September 19:50
Es ist auch ein Teil von (m)einem kleinen Ritual. Nachdem ich am Gipfel angekommen bin, das Gipfelfoto sowie die Energie-Übungen gemacht habe, setze ich mich auf einen Baumstumpf und werfe drei Stöckchen so in den Boden, dass sie stecken bleiben – was natürlich nicht immer gelingt. Wenn es allerdings so gelingt, wie gestern Abend, dann ist dies ein Anlass zur Freude.

Und wenn es so gelingt, wie heute Abend, dann muss es schon ein ganz besonderer Tag sein...


Mittwoch, 12. September 20:10
Eine neue Form des digitalisierten Broterwerbs gibt es.
Jemand hatte folgende glorreiche Idee: Man muss sich ja gar nicht die Mühe machen, um einen echten Virus zu programmieren – es genügt doch, wenn die Menschen ganz einfach Angst davor haben. Wie genial!

Ich habe Gestern eine Email erhalten, die folgenden Text enthält:
Hallo, lieber Benutzer von mats.at.

Wir haben eine RAT-Software auf Ihrem Gerät installiert.
Zu dieser Zeit ist Ihr E-Mail-Konto gehackt (siehe von der adresse, jetzt habe ich den Zugriff auf Ihre Konten).
Ich habe alle vertraulichen Informationen von Ihrem System heruntergeladen und ich habe weitere Beweise erhalten.
Die interessantesten Sachen, die ich entdeckt habe, sind Videos von Ihnen auf denen Sie masturbieren.

Ich habe meinen Virus auf die Pornoseite gepostet, und dann haben Sie ihn auf Ihren Betriebssystem installiert.
Als Sie auf den Button "Play" auf Porno-Video geklickt haben, wurde mein Trojaner in diesem Moment auf Ihr Gerät heruntergeladen.
Nach der Installation nimmt Ihre Frontkamera jedes Mal, wenn Sie masturbieren, ein Video auf; zusätzlich wird die Software mit dem von Ihnen gewählten Video synchronisiert.

Zur Zeit hat die Software alle Ihre Kontaktinformationen aus sozialen Netzwerken und E-Mail-Adressen gesammelt.
Wenn Sie alle Daten gesammelt von Ihr System löschen müssen, senden Sie mir $300 in BTC (Kryptowährung).
Das ist mein Bitcoin Wallet: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sie haben 2 Tage nach dem Lesen dieses Briefes.

Nach Ihrer Transaktion werde ich alle Ihre Daten löschen.
Ansonsten sende ich Video mit deinen Streiche an alle deine Kollegen und Freunde!!!

Und von nun an, seien Sie vorsichtiger!
Bitte besuchen Sie nur sichere Webseiten!
Tschüss!

Um Deine erste Frage gleich zu beantworten: Nein, das ist – so wie vom Täter beschrieben – definitiv nicht möglich!

Naja, um ganz ehrlich zu sein: Gib mir etwas Zeit, ein zentral gelegenes Büro, freie Mitarbeiterauswahl und rund 500.000 Euro (mit Option auf noch einmal die gleiche Summe) und ich präsentiere Dir etwas, was vielleicht so ähnlich funktionieren könnte. Aber bitte wozu, wenn es auch ohne geht?!

Also: Nein, es ist – aus rein finanziellen Gründen – nicht möglich. So, wie sich die meisten User die Welt der Viren vorstellt, funktioniert sie eben doch nicht. Egal.

Interessant ist aber, dass der Täter ja irgendetwas von sich bekannt geben muss, damit ich ihm die 300 Dollar geben, senden, überweisen kann. Dies ist die ID seines Bitcoin Wallet. Da es sich bei Bitcoin aber um eine Kryptowährung im Blockchain-Format handelt, kann ich auch ganz frei im Netz nachsehen, wieviel Geld er bereits mit dieser Betrugsmasche geerntet hat. Bisher (Stand: 12. September, 20:00 Uhr) haben neun Menschen aus aller Welt so viel Angst vor seinem Schreiben entwickelt, dass sie bezahlt haben. Er hat also bereits über 2.100 Dollar mit einer kleinen Email-Aktion verdient.

Von verdienen kann natürlich keine Rede sein – sein Charma ist bereits schwer negativ geladen. Wenn er dann das ganze schöne Geld dann ausgeben möchte, wird es ihm kaum Freude bereiten.
Damit ende ich mit seinen Worten: »Und von nun an, seien Sie vorsichtiger!«


Dienstag, 11. September 19:00
Es ist ja mitunter gar nicht so ohne, wenn man in der freien Welt da draußen jemanden schimpft. Praktisch alles lässt sich heute vor Gericht zerren, anzeigen, bzw. anklagen und wird selbstverständlich auch fleißig so praktiziert. Da kommen für ein lässig hingesagtes »Arschloch« locker ein paar Hunderter oder Tausender zusammen – ganz abgesehen von der nervlichen Belastung. Für mich wäre das nichts.

Daher bin ich ganz froh über jenes Urteil, das die Staatsanwaltschaft Gera anlässlich eines Klagebegehrens einer studentischen Organisation gegen einen Verteidiger von offensichtlich nationalistischen Bauarbeitern erhalten hat. Dieser hat nämlich in einem Fäsbuck-Posting folgendes abgesetzt: »Da sage ich doch glatt mal 'Fickt euch!' [...]«.

Laut dieser Staatsanwaltschaft ist also dieses »Fickt Euch!« eh ganz OK. Es ist ein übliches Wort für schnelles Bewegen, ein Reiben oder ein Schleifen (Zitat: mz-web). »Fickt Euch« ist also nicht ehrverletzend!
Ich bin überaus glücklich mit dieser Entscheidung. Denn wenn mir im Straßenverkehr jemand auf die Nerven geht, dann kommt mir öfters ein »Fick Dich...« aus. Paassst! Ab sofort absolut kein Problem mehr.


Naja, ein kleines Problem hätte ich da noch. Wenn ich so auf der Straße schimpfe, dann hänge ich leider an das »Fick Dich...« immer noch ein »... Du Arschloch!« dran. OK, daran muss ich noch arbeiten...


Montag, 10. September 20:30
Wunderschöne Wanderung auf die Sophienalpe mit einigen Umwegen und Erkundungen, sodass es schlussendlich fast 19 km wurden. Auch diesmal gab es wieder eine kleine Gatsch-Schlacht, wenn auch doch ein wenig anders...

Sonntag, 09. September 16:10

Samstag, 08. September 20:20
Ausflug in die Hagenbachklamm...!

Freitag, 07. September 19:30
Wahrscheinlich habe ich eine sehr lebhafte Phantasie. Naja, wahrscheinlich nicht nur wahrscheinlich.
Dann ist es für Dich vermutlich es auch nicht weiter verwunderlich, wenn ich heute einen kleinen, weißen Terrier mit wedelndem Schwänzchen gesehen habe...


Donnerstag, 06. September 19:00
Im Wienflussbecken wurden neue Wasserstands-Warnblöcke aus Beton aufgestellt. Und zwar alle 100 Meter – exakt einhundert Meter. Es könnte ja sein, dass, wenn an einem Punkt noch kein Hochwasser ist, es in 100 Meter Entfernung schon ganz anders aussieht.

Damit man dann aber auch noch rechtzeitig das Wienflussbecken verlassen kann, würde es eventuell einen Fluchtweg benötigen. Diese hat man zwar nicht gebaut (das Geld wird dringender für neue Fahrbahnen für Autos benötigt), aber immerhin neue Fluchtweg-Taferln aufgestellt. Sehr feine Sache.

Nun kann sogar der Rollstuhl-Fahrer genau sehen, wo er das Wienflussbecken im Notfall verlassen kann...

...wenn er diese Schranke öffnen kann – was auf der starken Schräge allerdings eine ziemliche Herausforderung sein dürfte...

...die man sowieso nur dann angehen sollte, so man den passenden Schlüssel zur Kette besitzt.

Wien ist anders.


Mittwoch, 05. September 19:40
Die österreichische Firma Semperit kommt in letzter Zeit immer wieder mit nicht ganz so guten Themen in die Schlagzeilen. Größere Abschreibungen, Standort-Schließungen, ein negatives Konzern-Ergebnis nach Steuern – und seit heute bekannt: eine Geldstrafe in der Höhe von 1,6 Millionen Euro wegen Kartell-Absprachen. Ein thailändisches Unternehmen (Sri Tang Gruppe, STA) war hier der Partner des österreichischen Unternehmens. Dieser Konzern geht allerdings straffrei aus, da er vor dem Kartellgericht die Kronzeugen-Regelung in Anspruch nehmen konnte.

Und was denkt sich der brave Konsument? »Na super, scho wieder so a Skandal-Firma. Dena ihre Reifen kauf' i nimma!«

Vom Prinzip her sieht das vielleicht richtig aus, nur gibt es da einen kleinen Haken. Reifen der Marke Semperit werden schon lange Zeit nicht mehr von der Firma Semperit hergestellt. Die Reifenproduktion wurde nämlich so etwa gegen 2002 an Continental verkauft. Mitsamt dem (damals noch) guten Namen. Semperit selbst stellt zwar immer noch Kautschuk-Produkte her, aber nur mehr für die Bereiche Medizin und Industrie. Die nun aufgeflogene Kartell-Absprache fand beispielsweise im Bereich von Operationshandschuhen statt.

Ich denke, wer sich bei diesen Nachrichten am meisten in den Hintern beißt, ist wohl die Firma Continental. Selbst in keinster Weise mit all diesen kleineren und größeren Skandalen beschäftigt, muss sie immer wieder eine Besudelung des sicher nicht ganz billig gekauften Namens hinnehmen. Irgendwie ein hübsches Beispiel aus der Industrie für den Spruch: »mitgefangen, mitgehangen...«


Dienstag, 04. September 20:10

Montag, 03. September 22:00
Der Begriff Gatsch-Schlacht wäre für den heutigen Tag schon etwas zu übertrieben, aber geregnet hat es bei der Wanderung durch den Lainzer Tiergarten recht ordentlich. 16,5 Kilometer waren es – davon etwas weniger als die Hälfte im Regen. Dennoch, oder gerade deshalb, war es eine sehr feine Wanderung. Das leicht verspätete Mittagessen fand noch im Regen auf der Wiese statt, die erste Kaffee-Jause dann bereits unter einen netten (und vor allem trockenen) Brücke. Die Hubertuswarte lag in wunderbarem Nebel – alles in allem ein sehr feiner Tag!

Sonntag, 02. September 18:10

Samstag, 01. September 17:30


(C) mArtin, im September 2018.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!