Donnerstag, 28. Juli 19:20
Zum nahenden Wochenausklang heute eine wahre Perle aus der Welt der Musik – genauer: aus der Welt des Jazz. Für mich ist dieser Tipp deshalb eine Perle, da sich die an der Front agierende Person ganz einfach so über Zonengrenzen hinwegsetzt und sich damit in einem Genre bewegt, dass man ihr eher nicht zutrauen würde, dass ihr aus der Konsumentensicht heraus als fremd erscheint.

Keine Angst, es wird jetzt nicht seltsam. Zu oft habe ich bereits geniale OpernsängerInnen gehört, die sich im Rahmen von quasi-gelungenen Cross-Border-Projekten über ein Standardwerk aus dem Jazz hermachten und es damit fulminant und nachhaltig zerstörten. Die Interpretation eines Jazzsongs besteht zu einem Gutteil auch aus Improvisation, etwas, dass man – meiner Meinung nach – nicht lernen kann. Entweder »man hat's«, oder... man sollte es bleiben lassen!

Damit zur heutigen Empfehlung, denn: die hat es. Definitiv. Obgleich Dich ihr Name – den Du sicher kennst – ein wenig daran zweifeln lassen wird. Aber hör Dir einfach an, was und wie Nana Mouskouri singt, wenn sie in den 60er Jahren in New York auf Quincy Jones trifft und mit ihm gemeinsam ein Album-Projekt realisiert...


Mittwoch, 27. Juli 18:50
Unsere Zeit ist ein wenig emotionsgeladen. Unter solchen Umständen halbwegs kluge (oder vielleicht eher: »wohlüberlegte«) Entscheidungen zu treffen, ist gar nicht so einfach. Daher habe ich mich einen Nachmittag lang hingesetzt und nach Daten gesucht, um diese im Rahmen eines Vergleichs zu präsentieren. Ohne Schnickschnack, ohne bunte Diagramme, einfach nur die nackten Daten.
Weil: Ein Datensatz sagt mehr als 1000 Bilder!

Worum geht's? Um den derzeit in Europa stattfindenden Terror und die daraus resultierende – und in den sozialen Medien heiß diskutierte – Angst.
Ich will gar nicht viel herumreden, lieber gleich die Hosen runterlassen und die gesammelten Daten herzeigen. Alle Quellen kann ich hier nicht aufführen (einfach, weil ich mich nicht mehr erinnern kann) – ich weiß nur, dass ich ausschließlich von seriösen Quellen aus zumeist überstaatlichen Organisationen abgeschrieben habe.

Also, kommen wir endlich zum Ergebnis, damit ist eigentlich alles gesagt. Oder, ein wenig zugespitzt – und gar nicht politisch korrekt – formuliert: »Auf das Gefährt eines 25-jährigen SUVSUV


Super-Ungutes-Vahrzeug.

Wenn des Mannes Würstchen-Länge ein wenig zu wünschen übrig lässt, oder sich die Potenz nicht mehr so gebärdet wie mit 18, dann scheint dies (vermeintlicher Weise) oft die letzte Rettung.

Daher fahren auch sehr viele dieser Consumer-Panzer in Wien umher.
-Fahrers mit etwas zu kleinem Pimmel blickend darfst Du Dir etwa 1000 Mal so viele Ängste und Sorgen machen, wie gegenüber einer geflüchteten Familie aus Syrien



Dienstag, 26. Juli 19:50
Die Pokemons kamen aus ihren Löchern auf die Straßen, hypten die Nintendo-Aktie, ließen danach wieder ein wenig los und die Aktie befindet sich laut Medien nun im freien Fall. Dass sich darüber tatsächlich jemand wundert, wundert wiederum mich. Nicht, dass ich den Absturz von Nintendo vorraussagen hätte können, aber besonders verwundert kann es einen dennoch nicht machen, oder?! Ein Hype, der auf einem Nichts basiert, das nur in einer App auf einem Händi dargestellt wird, kann sich doch nicht wirklich nachhaltig rechnen – so meint zumindest meine Logik. Obwohl jene Leute, die auf der Jagd nach den Pokemon-Monstern so allerlei seltsame Dinge erleben, das vermutlich ein wenig anders sehen.

Wenn Du also auch auf der Jagd nach Pokemons sein solltest, hier eine interaktive Karte, auf der Du nach allen Monstern in Deiner Gegend nachschau halten kannst. Huch, bei mir waren jetzt g'rad auch drei...


Montag, 25. Juli 19:40
Heute eine doch ziemlich verwirrende Entdeckung gemacht: Wenn es (bei meinem Office-Rechner mit WIN XP) auf dem Desktop einen Ordner gibt, der mit »TV« benannt ist, dann verhält er sich ganz anders, als mit jedem anderen Namen. Er nimmt dann nämlich stets die Eigenschaften des Ordners »Systemsteuerung« an, egal, welche Einstellungen man dem Ordner gegeben hat, als er noch nicht »TV« hieß.

Noch besser: Wenn man diesen Ordner dann verschiebt, oder seine Anzeigeoptionen ändert, dann wird beim nächsten Blick in den Ordner der Systemsteuerung auch dieser Ordner genau so angezeigt. Das funktioniert aber auch nur, wenn ein Ordner direkt am Desktop so genannt wird!
Andere Rechner (auch mit WIN XP) zeigen dieses Verhalten nicht.
Noch seltsamer geht fast nicht...


Samstag, 23. Juli 15:00

Freitag, 22. Juli 19:00
Ein simpler Test. Ob ich mich mit Computerspielen auskennen würde. Ich hätte »naja, so halbwegs schon...« vermutet. Dem scheint aber eher nicht so (Quelle: Bildschirmfoto derStandard).


Donnerstag, 21. Juli 20:20
Heute zu etwas ganz anderem.
Du bist ein wenig gestresst? Du würdest ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
Ruhe benötigen? Solltest vielleicht sogar meditieren? Denkst, Du hättest einen Urlaub nötig? Egal was, es sollte halt entschleunigen?!
Dir kann geholfen werden. Heute, auf der Blumenwiese, da sah ich...


Mittwoch, 20. Juli 19:30
Ich habe keine Österreich-Fahne, ich hatte noch nie eine. Nein, das stimmt nicht ganz: In der Volksschule habe ich – nur recht dunkel kann ich mich daran erinnern – einmal eine solche Fahne malen müssen. Also war ich doch einmal für kurze Zeit Besitzer einer Österreich-Fahne. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, diese Fahne in meinem Zimmer aufzuhängen. Wir haben auch nie unser Haus zu irgendwelchen Anlässen mit einer Österreich-Fahne geschmückt. Unser Auto trug nie eine Österreich-Fahne. Wir wurden auch als Kinder nie mit Österreich-Fähnchen versorgt (bewaffnet?), um mäßig interessanten Aufmärschen einen möglichst nationalen Rahmen zu bieten. Ich kenne auch niemanden, der eine Österreich-Fahne zu Hause hängen hätte, oder mit einer solchen Fahne eine Veranstaltung besuchen würde. Mir waren Veranstaltungen, wo Hunderte Österreich-Fahnen zu sehen waren, immer ein wenig suspekt. Mir sind auch Menschen, die ihr Heim mit einer Österreich-Fahne schmücken, ohne dass es auch nur irgendeinen Anlass gäbe, ein wenig suspekt. Die einzigen Fahnen, die ich in meinem Leben bei anderen Menschen zu Hause sehen konnte, waren Fahnen von Rapid. Und das ist gut so.

Ich bin also ein Nestbeschmutzer...?

Ich sehe das nicht so. Ich mag Österreich durchaus. Seine Landschaft, vielleicht manchmal – jedoch eh nicht zu oft – auch seine Menschen. Aber dass ich mir deshalb eine Österreich-Fahne zulegen müsste, das käme mir seltsam vor. Ich glaube, das käme vielen Österreichern seltsam vor. Unsere Fahne ist eh OK, aber man muss deshalb keine besitzen. Und sie schon gar nicht Jedem und bei jeder sich bietenden Gelegenheit herzeigen. Der etwas herbe Nationalstolz ist halt schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
der kleine Cousin von eh-scho-wissen.

Wenn sich das also in meinen freundschaftlich bekannten Umkreisen so – oder auch so ähnlich – verhält, was denkt man dann eigentlich als Österreicher von 1000en von Austro-Türken, die mit türkischen Fahnen bewaffnet, mitten in der Nacht eine unangemeldete Demonstration für Erdogan am Ring und am Heldenplatz in Wien abhalten, bei denen »Sag es und wir töten, sag es und wir sterben!« lautstark skandiert wird?

Ich sage es nicht. Also, ich getraue es mir nicht zu sagen. Denn das, was ich sagen würde, wäre sicher nicht politically correct. Solche Typen regen mich auf. Egal ob Inländer oder Ausländer, ob Migranten-, Universitäts- oder Proleten-Hintergrund, skandierende Nationalisten brauchen wir ungefähr so dringend, wie ein Wimmerl am Arschloch. Eine geschliffenere Aussage fällt mir momentan leider nicht ein.

Aber einen Lichtblick gibt es! Ich habe heute auf der Seite der türkischen Kulturgemeinde einen Aufsatz gelesen, der sehr schön und mit etwas weniger groben Worden genau meine Gefühle in dieser Sache beschreibt. Der Artikel/Beitrag/Aufsatz ist zwar grammatikalisch eine gewisse Herausforderung, aber bitte lies ihn Dir ganz durch, es zahlt sich wirklich aus! Wenn ich mir vorstelle, dass doch einige Türken in Wien genau so denken, dann geht es mir gleich wieder ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
besser...!


Dienstag, 19. Juli 16:20
Wie es aussieht, gelingt es Erdogan nun doch noch, sein geliebtes Präsidialsystem mit Chefsessel auf Lebenszeit zu errichten. Mit Hilfe einer kleinen Volksabstimmung. Seine Beliebtheitswerte sind seit dem missglückten Putschversuch noch einmal stark angestiegen. In der von ihm angepeilten Volksabstimmung gäbe es einen weiteren – lt. Erdi vom Volk gewünschten – Punkt: die Wiedereinführung der Todesstrafe. Irgendwie echt genial eingefädelt, vom Irren vom Bosporus.

Die EU hat gleich heute Morgen durch mehrere ihrer (mehr oder weniger wichtigen) Stellvertreter verlauten lassen: »Nein, nein, so bitte nicht! Mit einem Land, das die Todesstrafe hat, möchten wir in der EU nichts zu tun haben!«
Aha...!

Die haben dann aber alle nicht ganz zu Ende gesprochen. Denn eigentlich müssten sie ja der Wahrheit halber dazusagen:
  • »Mit einem Land, in dem die Todesstrafe existiert, würden wir nur über das größte Freihandelsabkommen der modernen Zeit verhandeln.«
  • »Und... wir würden von solch einem Land halt auch Gold, Diamanten und andere Edelsteine importieren.«
  • »Ach ja,... und seltene Erden würde wir natürlich auch in rauen Mengen importieren.«
  • »Na ja, so ein Land dürfte für uns auch vollwertig im ganzen Niedriglohn und Billig-Industrie-Sektor tätig sein.«
  • »Also ja gut,... natürlich würden wir auch Öl und ähnliche Energieformen von so einem Land importieren.«
  • »Ja, wir verkaufen an ein Land mit Todesstrafe natürlich auch ganz offiziell Waffen und Munition.«
  • »Mit so einem Land gäbe es die größten nur denkbaren Übereinkommen auf dem Sektor Technologietransfer
  • »In so einem Land würden wir natürlich auch Olympische Spiele und jede nur mögliche WM veranstalten.«
  • »Äh... ganz zu schweigen von Formel-1-Rennen.«
  • »So ein Land könnte natürlich schon auch unser ganz besonderer Freund im Nahen Osten sein...«
  • »Aber sonst...«
»...aber sonst wollen wir mit einem Land, in dem die Todesstrafe existiert, absolut nichts zu tun haben!
Herzlichst, Ihre EU«


Montag, 18. Juli 19:10
Es gibt Navi CIS LA und Navi CIS New Orleans – und ich glaube, dass es auch noch ein paar andere CIS-Schauplätze gibt, so genau weiß ich das nicht.
Auf jeden Fall hätte ich nicht gedacht, dass sich die Oberzentrale von den ganzen CIS-Partien in Wirklichkeit in Wien befindet und zwar ganz in der Nähe von meinem Lieblingsrestaurant.

Sonntag, 17. Juli 16:40
Auch wieder nur ganz nebenbei: Nach den gestrigen Vorfällen gibt es bereits heute eine sehr interessante Anregung des Irren vom Bosporus: Man möge doch nämlich die Todesstrafe wieder einführen. Ich möchte sagen, dies scheint ein sehr großer Schritt in Richtung Demokratie zu sein, oder etwa nicht...?


Samstag, 16. Juli 17:40
Nur so ganz nebenbei: Nach dem missglückten Putschversuch in der Türkei stehen selbstverständlich alle Oberen der Welt dem Irren vom Bosporus bei. Merkel macht dabei folgende Aussage: »Deutschland steht an der Seite derjenigen Menschen in der Türkei, welche die Werte der Demokratie verteidigen...«. Äh, also was jetz'... doch  n i c h t  an der Seite von Erdogan...?!


Freitag, 15. Juli 19:20
Eine Internet-Seite, die sich mit Daten(-Aufbereitung) für professionelle Anwender aus dem medizinischen Bereich beschäftigt, hat eine Grafik veröffentlicht. Ich gebe zu, ohne den richtigen Hinweis aus einer anderen Quelle hätte ich diese Grafik nie gefunden und gesehen, aber vielleicht ist gerade deshalb diese Tabelle ziemlich interessant. Man hat sich dabei die Mühe gemacht, alle Arten von Drogen (legal sowie illegal) nach relevanten (Schadens-)Parametern – völlig abseits von gefühlsmäßiger Einschätzung – zu beurteilen.

Um die wahre Tragweite dieser Aufstellung beurteilen zu können, müsste man jedoch noch einiges zur Entstehung zu dieser Tabelle wissen. Zumindest einmal: Woher kommen die Daten und von wie vielen Fällen stammen sie überhaupt? Leider waren die Antworten zu diesen Fragen für mich nirgends auffindbar. Daher ist die Tabelle wohl mit gewisser Vorsicht zu genießen.

Trotzdem würde ich meinen, wenn man sich die Parameter genauer durchliest und deren Zuordnung logisch nachvollzieht, dann hat diese Tabelle schon was. Platz 1 der Schaden-durch-Drogen-Tabelle ziert danach dann – wie der Herr Karl sicher meinen würde – gar nicht Heroin oder Crack, sondern...

Donnerstag, 14. Juli 20:50
Die Dokus, die ich sehe, mag nur selten jemand sehen. Vielleicht, weil sie auf den nicht so interessanten Sendern gezeigt werden. Vielleicht, weil sie nicht so packend inszeniert sind. Vielleicht, weil sie von Themen handeln, die nicht wirklich schön sind. Vielleicht aber auch nur deshalb, weil sie zu lange sind. »Versenkt und vergessen« ist der Titel einer Dokumentation über Atommüll. Sie hatte ungefähr eine Stunde Sendezeit, also habe ich versucht, die Quintessenz auf vier Minuten unterzubringen...

Mittwoch, 13. Juli 20:00
Man muss sich nur die Fakten vorstellen: Der Premierminister von Großbritannien verliert die (Volks-)Abstimmung des Jahrtausends und hält die Rede zu seiner Abdankung vor versammelter Journalistenschar. Was danach passiert ist entweder reiner Zufall, da er vergisst, dass er noch per Mikroport mit der Tonspur verkabelt ist, oder es ist doch ein wenig Berechnung. Niemand weiß das – abgesehen von ihm selber.

Das Ergebnis finde ich auf jeden Fall sehr ansprechend.
Ich glaube, da ist jemand nicht so besonders unglücklich...

Dienstag, 12. Juli 19:00
Wir neigen ziemlich stark dazu, uns einzureden, dass wir selber entscheiden können, was wir mögen und was nicht – und dass wir immer ganz alleine die Entscheidungshoheit darüber haben. Diese Annahme ist ziemlicher Schrott, davon bin ich schon länger überzeugt. Einen passenden Beweis dafür habe ich – in einem unbeabsichtigten Selbstversuch über einige Jahre hinweg – am eigenen Körper (eher: Geist) erfahren dürfen.

Sehr oft, wenn Ö1 Musik sendet, halte ich das nicht wirklich aus. Wie bereits erwähnt, höre ich nicht so gerne Musik – und mit klassischer Musik habe ich teilweise noch größere Schwierigkeiten. Ich möchte mich hier ungern als Banause outen, aber bei mancher Art von klassischer Musik kommt mir schon das Wort »Gedudel« in den Sinn. Also bin ich vor Jahren dazu übergegangen, in diesen Phasen einen anderen Sender zu hören. Die Wahl fiel damals eher zufällig auf NDR-Info. Es war eben das erste reine Inforadio bei meiner Suche im Netz und das Programm des Senders hat mir auf Anhieb gefallen – und seien wir kurz mal ehrlich: Alle wirklich wichtigen politischen Themen sind ohnehin nie rein nationale Themen. Man ist also mit so manchem ausländischen Sender bestens bedient. Und so höre ich täglich zwischen 1-2 Stunden NDR-Info.

Sandra ist es schon vor längerer Zeit aufgefallen – mir erst gegen Ende der Fussball-EM: Aus mir ist tatsächlich ein kleiner Biffge-Freund geworden. Natürlich habe auch ich früher die typischen kleinen Witze über die Deutschen gemacht (die von ihnen genauso über uns gemacht werden) und ich habe die Biffge nicht wirklich mögen. Aber Sandra hat mich schon vor Monaten darauf hingewiesen, dass ich ab und an seltsame Worte verwenden würde, die so sicher nur von Deutschen verwendet würden. Den endgültigen Beweis bekam ich auf Fäsbuck: Ich war anscheinend der einzige Österreicher, der über das Ausscheiden der deutschen Mannschaft gegen Frankreich ein wenig enttäuscht war.

NDR-Info hat mich also tatsächlich ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
zum Deutschen-Freund gemacht. Ich vermute nicht, dass dies Absicht des Senders war oder ist, aber immerhin.
Bleibt nur noch die Frage: Was würde mit mir geschehen, würde ich die gleiche Zeit lang Ö3 oder Radio Arabella hören?


Samstag, 09. Juli 15:40

Freitag, 08. Juli 20:20
Die Sache mit dem Tod im Tesla-Auto beschäftigt die internationale Presse. Also: Ein Mann hat sich einen Tesla Model S gekauft – ein Elektro-Auto der Luxusklasse. Dieser Tesla hat auch einen Autopilot-Modus, d. h. der Wagen kann in gewissen Situationen (Autobahn?) tatsächlich selbstständig fahren. Man muss zwar laut Gesetz seine Hände noch immer am Lenkrad belassen, doch der Wagen benötigt das eigentlich nicht mehr. Einige Leute lassen bereits ihre Autos so fahren, dieser Mann tut/tat das auch gerne. Ein Video auf Youtube zeigt sein Auto, wie es auf der Autobahn automatisch einem LKW ausweicht, der ihn fast gerammt hätte.

Der Mann, der das Video auf Youtube stellte, ist jetzt tot. Sein Auto hat einen Unfall gebaut, weil es einen weißen Truck unter einer Brücke bei Gegenlicht nicht erkennen konnte und nun arbeitet sich die internationale Technik-Presse an dem Thema »selbstfahrendes Auto« ab. Man kann und will nicht verstehen, wie so etwas passiert –  d a s s  sowas überhaupt passiert. Selbstfahrende Autos sind ja besser, weil sie keine menschlichen Fehler begehen. Doch, tun sie. Nämlich die des Programmierers. Und die des Hardware-Architekten. Und... In diesem Fall hat der Programmierer nicht daran gedacht, dass ein weißer Truck unter einer Brücke im Gegenlicht für das Auto eventuell nicht zu erkennen sein könnte. In einem Update wird dieser Fehler vermutlich bearbeitet und behoben. Und so wird es noch 485.372 andere Situationen geben, an die der Programmierer oder ein anderer an der Herstellung Beteiligter nicht gedacht hat. Nicht denken hat können.

Wie unglaublich technikgläubig wir eigentlich sind! In speziellen Situationen stürzt mein Windows-Rechner im Studio ab. Ich kenne diese und weiß auch den Grund dafür. Dieser lässt sich derzeit nicht beheben. Ich lebe halt damit. Es passiert nicht so oft, dass es mich besonders stören würde. Ich verliere keine Daten und starte die Software einfach neu. Der große Unterschied: Natürlich hängt in meiner Situation nicht mein Leben davon ab. Aber einem Computer ist das ziemlich egal. Ob durch einen Computerfehler (eigentlich ein völlig falsches Wort...) ein LKW im Gegenlicht nicht erkannt werden kann, oder eine an sich professionelle Soundkarte bei tiefen Temperaturen ihren Speicher nicht adressieren kann und dadurch falsche Werte ausgibt, hat eben verschiedene Auswirkungen. Auch wenn die Ursache durchaus ähnlich sein kann...


Donnerstag, 07. Juli 19:40
Diese Woche gab es bei mir (aber vermutlich nicht nur bei mir) massive Angriffe per Crypto-Spam-Scam-Emails. Um die 20 bis 30 davon habe ich erhalten. Alle betitelt mit »Rechnung 2016-xxxxxx« (wobei xxx für beliebige Zahlen steht). Wer also Probleme mit seinem Computer haben und alle persönlichen Daten nur zu gerne verlieren möchte, der öffne die ZIP-Datei im Anhang dieser Emails...

Zunächst hat mich interessiert, woher diese massiven Angriffe kamen. Russland? Amerika? China? Weit gefehlt – es gibt einen neuen Player im Kreise der SPAM-Mafia. Eine Whois-Anfrage verrät, dass alle Emails von einigen verschiedenen Servern – und jetzt festhalten – aus dem Iran kommen. Sachen gibt's... Lernen gar die IS-Leute jetzt auch schon programmieren? Der Virus, mit dessen Code die befallene Festplatte komplett verschlüsselt wird, soll ja unglaublich gut sein. Auf mehreren Seiten habe ich bereits von der Güte und Schnelligkeit dieser Schadsoftware lesen können.

Da fällt mir doch glatt etwas ein! Ich habe derzeit ein paar Rechner auszumisten, weil neue alte Rechner ins Haus kamen. Um die alten Festplatten, die technisch ziemlich veraltet und daher einfach nicht mehr brauchbar sind, zu entsorgen, muss ich immer ein Riesen-Gschiss machen – weil ich weder meine eigenen, noch Daten anderer Vorbesitzer einfach so freigeben möchte. Da wäre es doch viel einfacher, auf dem zu entsorgenden Rechner einen schnellen, kleinen Email-Clienten aufzusetzen, die Email herunterladen, den Rechner vom LAN trennen, doppelklicken und:  W i e d e r s c h a u n !


Mittwoch, 06. Juli 19:10
Das Foto einer Rechnung, die ich gestern erhalten habe. Und, wem fällt da was auf?
Genau. Der Brief hat keine Marke, sondern ist als Info.Mail gekennzeichnet. Wenn man also Pech hat, dann sortiert man diese Rechnung mit dem Rest der gleich aussehenden Werbeschreiben aus und wird dann erst per Mahnung auf die offene Rechnung hingewiesen – (die wahrscheinlich auch als Info.Mail kommt...)

Warum macht das mein Rauchfangkehrer so? Mann lasse mich raten: Weil es wesentlich billiger ist...?!
Ist das erlaubt? Ebenfalls geraten: Eher nein. Eine Rechnung ist ja nicht wirklich ein Werbeschreiben. Nach einer kleinen Recherche kommt auch schon die Bestätigung für meine Annahme. Auf die Frage »Was gilt nicht als Info.Mail?« lautet gleich die erste Antwort: »Rechnungen, Mahnungen«. Ah eh!

Na gut. Dann tu ich eben so, als hätte ich diese Info.Mail nicht erhalten...


Dienstag, 05. Juli 19:30
Wieder zwei kleine Experimente aus dem Bereich: »Spaß mit/durch abgelaufene Lebensmittel...!«

Experiment Nr. 1): Brot. Zwei Scheiben Pumpernickel, eingeschweißt. Da kann jetzt aber echt nix sein. Brot, dass 15 Stunden und mehr gebacken wird, nur um extra lange haltbar zu sein, das wird wohl ein Jahr länger halten, als das Mindesthaltbarkeitsdatum verspricht, oder? Da ich es schon vor ein paar Tagen gegessen habe, kann ich Dir bereits auf meine eigene Frage antworten: Ja!

Experiment Nr. 2): Zitronensäure, kristallisiert. Ein Lebensmittel, das dazu verwendet wird, andere Lebensmittel haltbar zu machen. OK, das sollte schon ziemlich lange haltbar sein. Es hat sich aber derart kunstvoll in meinem Lebensmittelschrank versteckt, dass ich es 18 Jahre lang nicht zu Gesicht bekommen habe. Es ist also inzwischen erwachsen geworden und volljährig – und dürfte eigentlich bei der Neuaustragung der BP-Wahl mitmachen, so es ins Wahllokal gehen könnte. Kurz überlegt, ob Zitronensäure ohne Feuchtigkeit chemisch irgendwie reagieren könnte...? Nein. Ziemlich sicher nicht. Also habe ich es verwendet. Im Rahmen einer kleinen Testserie konnte ich bereits mehrere Proben des somit neu entstandenen Lebensmittels verkosten und antesten – und: Ja, auch die Zitronensäure hat sich gut gehalten. Glaube ich.

PS: Wenn Du  n i c h t  Teil der Probandenschar für die abgelaufene Zitronensäure werden möchtest, dann sag' das nächste Mal, wenn ich Dir ein Brot mit der Kirschenmarmelade mit Rum aus Juni 2016 anbiete, einfach: Nein, danke...


Montag, 04. Juli 19:30
Die Leserei ist vorüber, die Preise sind vergeben – Bachmann (nicht Turner Overdrive) 2016 ist Geschichte. Man konnte einigen Tageszeitungen entnehmen, dass davon gesprochen wurde, dass die Qualität der Texte des heurigen Bewerbs praktisch die höchste gleich nach den Texten von 2015 sei. Aha. Dann muss ich hiermit feststellen: Ich kenne mich bei Literatur offenbar noch wesentlich weniger aus, als von mir vermutet. Denn jener Text, der heuer gewonnen hat, ist nicht wirklich  g u t . Also »nicht gut« ist ja relativ, daher möchte ich einen Vergleich anstellen: Der Text von Tex Rubinowitz, der im Jahr 2014 gewann, liest sich für mich so richtig gut, unglaublich gut! Im Vergleich dazu liest sich der Text der heurigen Gewinnerin eher so wie eine Schularbeit. Oberstufe,... aber Schularbeit. Wenn ich mich aber bei Literatur so gar nicht auskenne, wieso habe ich dann mehr als nur geahnt, dass Tex Rubinow... Naja. War wahrscheinlich Zufall.

Überhaupt ist mir heuer etwas so stark aufgefallen, wie noch nie bisher: Autoren können nicht mehr lesen. Hatte man bei den bisherigen Bewerben doch zumindest den Eindruck, dass sich die AutorInnen mit ihren eigenen Texten im Vorfeld näher befasst haben, fällt heuer sogar dieser Eindruck weg. Bis auf wenige Ausnahmen legt kein Vorlesender irgendwie Wert auf seinen Vortrag. Im Gegenteil. Bei der einzigen Teilnehmerin aus Österreich wird der eigentlich doch irgendwie interessante Text durch die andauernd wiederholte abfallend-gelangweilt klingende Stimmmelodie derart unangenehm, dass man doch lieber abschalten möchte.

Mein Tipp: Die Texte sollten eingereicht werden. Es gibt dann einen Sprecher und eine Sprecherin. Der Autor darf sich aussuchen, ob sein Text von einer Frau oder einem Mann gelesen werden soll. Mein Vorschlag für die männliche Stimme: Wolfgang Pampel... . Das nenne ich Stimme!




Sonntag, 03. Juli 18:10

Samstag, 02. Juli 14:00

Freitag, 01. Juli 19:10
Wer kennt denn folgende Situation nicht: Man surft im Netz, schaut, hört, liest und lädt herunter – und plötzlich hat man so ein Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt. Der Computer rödelt scheinbar ganz selbstständig was zusammen, was man ihm so aber eigentlich gar nicht befohlen hat. Der Browser ist vielleicht sogar hängen geblieben und lädt und lädt und lädt und man hat unweigerlich das Gefühl: »Genau jetzt will ich aber gar nicht, dass er im Internet ist!«

Kurz: Man hat das Gefühl, dass man sich zu diesem Zeitpunkt irgend etwas (gar nicht so Gutes) einfängt.

Eine zarte Entwarnung: Zumeist ist es ohnehin nur das flaue Gefühl, das einen stört. Die schlimmsten Viren kommen ganz leise und unbemerkt, weil man zum Beispiel eine ominöse ZIP-Datei geöffnet hat.

Was aber tun (gegen das unangenehme Gefühl)?
  • Rechner herunterfahren? Dauert viel zu lange...
  • Rechner mit dem Einschalt-Knopf abdrehen? Dauert auch zu lange. Zudem sind alle Daten aus den anderen Anwendungen verloren...
  • Netzstecker ziehen? Jaja. Hoffentlich hast Du das geübt und kannst ohne Bandscheibenvorfall innerhalb von einer Sekunde unter Deinen Schreibtisch kriechen. Und: Deine heiligen Daten sind auch bei dieser Aktion weg!
  • Computer vom Modem trennen? Ahso. Bei Dir steckt das LAN-Kabel wirklich auf der Vorderseite? Ansonsten: siehe Bandscheiben...
  • Modem ausschalten? Äh... wo steht denn das nur und wo ist der Schalter? Viel zu lange!
Mir ist da eine saubere und wirklich geile Lösung eingefallen. Wieder einmal ausschließlich mit Bordmitteln – so wie es sein soll!
Wir basteln uns heute einen schicken Netz-Aus-Knopf! Hier der Link zur bebilderten Anleitung.

1.) Erstelle auf dem Desktop eine Datei mit dem Namen: »Netz_Aus.bat«.
Der Name ist eigentlich wurscht. Wichtig ist nur, dass diese Datei tatsächlich das Suffix ».bat« trägt (und nicht etwa ».txt«)! Wird solch eine Datei angeklickt, dann weiß Dein WINDOWS-Computer, dass er den Inhalt dieser Datei sofort ausführt.

2.) Klicke die Datei mit Rechtsklick an und wähle aus dem Kontextmenü den Punkt »Bearbeiten«.
Der Editor öffnet sich und Du siehst die leere Datei vor Dir.

3.) Trage folgenden Befehl ein:
route delete 0.0.0.0

4.) Speichere die Datei.
Eigentlich bist Du fertig. Wenn es aber ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
hübscher sein soll, dann kannst Du gerne auch noch die letzten zwei Schritte erledigen.

Nämlich:

5.) Verschiebe die Datei in ein Verzeichnis Deiner Wahl und erstelle eine Verknüpfung.

6.) Verschiebe die Verknüpfung auf den Desktop oder in die Schnellstartleiste und gib ihr ein hübsches und aussagekräftiges Bild als neues Icon.
Jetzt ist alles wirklich fertig (und ich möchte behaupten: ziemlich hübsch).

Die Funktionsweise: Sobald Du die Datei (oder die Verknüpfung) doppelklickst, werden bei Deinem Rechner alle Verbindungen »nach draußen« gekappt. Wirklich  a l l e ! Kein einziges Programm auf diesem Rechner kann danach noch ins Internet, denn Dein Netzwerkadapter weiß ab diesem Moment nicht mehr, wo sich denn das deppertdeppert


Einigermassen hochdeutsche Version von »deppat«.
Und ich mach' mir sicher nicht die elende Mühe, dies hier noch einmal aufzuschlüsseln. Schauen Sie doch selber nach. Hochachtungsvoll, mArtin.
Danke.
e Internet
überhaupt befindet!

Der Clou an der Sache: Das Internet ist jetzt tot, aber alles andere bleibt davon unberührt, selbst die LAN-Verbindung Deines Rechners funktioniert immer noch einwandfrei. Du kannst also in Ruhe Deine ganzen anderen Dinge erledigen und abspeichern, während alle Prozesse, die einen Internetzugang benötigen, auf der Stelle stoppen.

Der Super-Clou an der Sache: Dieser Eintrag funktioniert nur temporär. Nach einem Neustart ist alles so, wie es eh immer war!

Der Ultra-Super-Clou an der Sache: Kein zusätzlicher Download irgendeiner Schrott-Software ist hier notwendig, sondern nur ein ganz kleiner Befehl in einer ganz kleinen Datei...!


Um Deiner Frage »...und auf welchem Betriebssystem funktioniert das?« zuvorzukommen: Auf WIN-XP habe ich alles probiert, bis hinunter zu WIN95 wird es (meiner Meinung nach) genauso funktionieren, denn da wird der Netzwerkadapter auf ähnliche Weise aufgerufen. Der Befehl route mit seinen Parametern ist dort fast gleich.
Bei WIN7 soll es (angeblich) genauso funktionieren, wie auch bei WIN8. Über WIN10 habe ich gar nichts gefunden.
Da ich aber die letzten drei Systeme nicht besitze, möchte ich dafür nicht geradestehen.

Wenn jemand mit einem WIN7,8 oder 10 sich auskennt und sich das wirklich trauen sollte – und sein Rechner explodiert nicht, dann bitte ich um einen passenden Hinweis! Danke!


PS: Mit dem Befehl route print > c:route.txt kannst Du Deine Routingtabelle zumindest vorher in einer Datei sichern...



(C) mArtin, im Juli 2016.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!