Freitag, 26. Mai 17:30
Erst vor wenigen Tagen habe ich eine Anzeige dieser Art auf Fäsbuck veröffentlicht, heute habe ich eine noch wesentlich bessere gefunden. Angesichts dieses Inserats weiß man wirklich nicht mehr, ob man eher lachen oder doch lieber ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
weinen soll. Entscheide selbst... (Quelle: AZ)


Donnerstag, 25. Mai 20:00

Mittwoch, 24. Mai 17:00
Was singe ich eigentlich so den ganzen Tag lang? Diese Frage konnte ich eigentlich nicht beantworten. Ich weiß, dass ich immer irgend ein Liedchen summe oder singe – aber welches, weiß ich nicht. Daher habe ich einmal für einige Stunden die Videokamera in die Küche gestellt um einfach darauf zu vergessen. Und siehe da, ich singe tatsächlich. Aber absolut nicht das, was ich angenommen hätte:

Dienstag, 23. Mai 18:40
EDV-Grundsatz Nr. 97:
Die Migration auf ein neues Betriebssystem darf dann als komplett angesehen werden, wenn folgender Gedanke gefasst wird:
»Nojo,... vorher war's halt schon übersichtlicher...«



Montag, 22. Mai 18:50
Auf meiner täglichen Fahrt – das ist mir heute wieder einmal klar geworden – da begegnen mir immer mehr unfreundliche (oder besser: unerfreute) Gesichter. Also Leute, deren äußeres Erscheinungsbild bereits deutlich zeigt, dass sie sich im Moment nicht so wirklich super-wohl fühlen. Ich versuche dann (mit mehr oder weniger Erfolg) ein besonders freundliches Gesicht zu machen, welches ja vielleicht doch ansteckend sein könnte. Bei ein paar Freunden (also solchen Menschen, die mir auf der Route öfters begegnen) hat es bereits geklappt, bei vielen klappt es einfach nicht. Zugegeben, wenn das Wetter etwas besser ist, werden auch die Gesichter heller – da besteht eindeutig ein Zusammenhang.

Aber heute am Heimweg, da ist zum ersten Mal mir ein Gesicht aufgefallen, das einen immer besonders freundlich ansieht... Danke!


Sonntag, 21. Mai 16:50

Samstag, 20. Mai 18:00

Freitag, 19. Mai 17:30
Heute hätte ich eine gute Idee. Es warat folgendes:

Autopflege gehört ja zu den Lieblingshobbies des deutschen Mannes. Ich berichtige mich: Autopflege ist das liebste Hobby des deutschen Mannes. Und da wir in Österreich nicht so wirklich besonders anders gestrickt sind, darf man durchaus annehmen, dass sich dies beim österreichischen Mann ganz ähnlich verhält. Autopflege ist auch hier eine Sache, die man durchaus auch am Wochenende mit der ganzen Familie unternehmen kann. Man(n) fährt dann zu einer Waschstraße – am besten mit Drive-In – und das Ganze ist ein feiner Ausflug mit Picknick. Ich sehe diese Familien immer am Samstag und Sonntag – wenn das Wetter auch passt – da ich auf meiner Route zum See an einer größeren Waschstraße vorbeifahren muss. OK, jedem das Seine (lat.: »suum cuique« hat mir WikiDings g'rad beigebracht). Meins wär's zwar nicht, aber ich bin ja auch ein Freak.

Jetzt zu meiner Idee: Sicher würden sehr gerne auch viele jener Männer ein Auto pflegen, die – aus welchen Gründen auch immer – gar keines besitzen. Oder, wenn einmal der eigene Wagen schon komplett durchgepflegt ist. Da trete nämlich ich in Aktion: Ich biete mein Auto zur Pflege an. Für nur 59,- Euro pro Stunde (Super-Aktion!!) darf man dann meinen Wagen pflegen – und da zahlt es sich wirklich aus. Innen wie Außen gibt es da Dreck, den der Kunde sicher noch nie gesehen hat. Vielleicht biete ich auch ein Vier-Stunden-Special an, zu nur 200,- Euro, da kann Mann sich dann so richtig nach Lust und Laube säubernd austoben.

Das einzige Problem: Wenn mein Auto dann einmal sauber ist, wird das Geschäft natürlich abflauen. Wer mag schon ein blitzblankes Auto pflegen? Obwohl, bei manchen Leuten, die ich da so an der Waschstraße sehen kann, frage ich mich sowieso, warum und weshalb die eigentlich ihr Auto waschen, da für mich wirklich kein Schmutz erkennbar ist...


Donnerstag, 18. Mai 17:30
Auf Fäsbuck habe ich nur ein Foto veröffentlicht, aber nicht die ganze Geschichte dazu: Ich hatte vorige Woche nämlich ein – grob gesagt – doch etwas größeres Glück!

OK, ich habe diese Vierfach-Steckdose mit zweipoligem Kaltgeräte-Stecker vor etwa 25-30 Jahren selber »verbrochen«, als in meinem Haus noch kein Schutzleiter eingezogen war. Ich kann mich noch ziemlich genau daran erinnern – es gab diese zweipolige Steckdose neben dem Bett und ich benötigte unbedingt mehrere Anschlüsse. Naja, so läuft das eben. Spätestens jedoch zu dem Zeitpunkt, wo ich die Installation der Hütte zusammen mit Vati nach den feinsten Regeln der Elektrotechnik erneuert hatte, hätte ich selbstredend auch die abenteuerlichen Konstruktionen fachmännisch ersetzen sollen, nein: müssen! Mein Gedanke damals war – meiner vagen Vermutung nach: »Jo eh,... dann einmal...«.

Wie ich also vorige Woche erkennen durfte, kann man sich mit »Jo eh,... dann einmal...« auch ganz veritabel die eigene Hütte abfackeln. Ich bin schlussendlich echt dankbar, es war ein wirklich brauchbarer Schuss vor den Bug. Ab sofort werde ich in jeglicher Hinsicht meiner schulischen Ausbildung in Sachen Elektrotechnik gerecht werden. Ich versprech’s, Herr Prof. Bürger, ganz ehrlich!

Und dazu gibt es auch einen neuen Leitsatz:
Lieber mArtin, wenn Du etwas tust – und Du weißt, was Du tust, dann tu auch das, was Du weißt und nicht das, von dem Du denkst, dass es »so eh a passen tät...«.


Mittwoch, 17. Mai 14:50
In Zeiten wie diesen, wo uns die Politiker von allen Seiten her erzählen, wie alles ist und – noch wichtiger – wie alles wird, sollten wir uns doch ein wenig vor Augen halten: »Niemand weiß, wie es wird. Und selbst Politiker können irren... (Quelle: AZ vom 17.05.1977)


Dienstag, 16. Mai 17:40
Stanley, mein neuer Zwetschkenbaum, ist nur mehr Holz. So war der Stand der Dinge bis vor wenigen tagen. Dann habe ich bemerkt, dass er doch neue Triebe bekommt, jedoch – wie kann es anders sein – unterhalb der Veredelungsstelle. Das bedeutet, Stanley würde keine Zwetschken, sondern wiederum Kriecherln tragen. Einen Kriecherlbaum habe ich schon, auf einen zweiten bin ich nicht wirklich spitz.

Heute, beim Rasenmähen, da habe ich mir Stanley noch einmal genauer angesehen und es dann doch entdeckt: Stanley hat einen ganz kleinen Trieb über der Stelle, wo die Zwetschke aufgepfropft wurde. Es besteht also durchaus noch eine gewisse Hoffnung... allzu groß sollte ich sie vermutlich nicht werden lassen, aber immerhin!


Montag, 15. Mai 18:00
Ich bin ja so unglaublich glücklich...!
Endlich gibt es für jene Leute, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht fähig sind, Seifenlauge herzustellen (also eigentlich in Wasser aufgelöste Seife) und in eine alte Sprühflasche zu füllen, die passende Hilfestellung. Dem lieben Konsumgott sei es herzlichst gedankt!


Sonntag, 14. Mai 13:40

Samstag, 13. Mai 20:20
Ich habe soeben erfahren, dass heute der ESC stattfindet. Nehmen wir vielleicht gar nicht teil, weil absolut niemand darüber gesprochen hat...?


 
Freitag, 12. Mai 18:00
Ich komme mir derzeit schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
vor, als hätte ich die große »Erlebniswoche« gebucht .

Heute, so gegen halb Drei. Ich fahre nach der kleinen Pause in der Hälfte meiner Tour wieder weg vom See und komme hin zu der langgezogenen Kurve, wo ich dem lieben Gott ganz besonders dafür dankbar bin, dass es einen Radweg gibt, der baulich sehr großzügig von der Fahrbahn getrennt ist – da hier alle motorisierten Verkehrsteilnehmer versuchen, nach Möglichkeit auf 100 km/h zu kommen. Weil immerhin beginnt ja schon nach wenigen Metern wieder eine 70er-Zone, oder so – und das gehört ausgenützt. Ich fahre dort gemütlich, als mir zwei Buben auf einem Mopperl entgegenkommen. Es war exakt, wie in meinem Song (Anm.: »das SpatzerlSpatzerl


Im Tierreich - Spatz (der): eine weitverbreitete Vogelart.

Im Menschenreich - Spatzerl (das): der oftmalig verwendete Kosename für eine nahestehende Person

oder auch: ein relativ hervorragendes, primäres Geschlechtsmerkmal des Mannes. Vor allem dann, wenn es nicht so sehr hervorragend sein sollte.
«) – das Mopperl war so derartig laut, dass es den lärmenden Verkehr locker übertönt hat. Und zusätzlich hat es sich – was in der Tat den Gipfel einer möglichen Belustigung erreicht – unglaublich mühsam und sozusagen in einer Form des bewegten Stehens von der Stelle bewegt, weil es auf diesem Teil der Strecke für den Gegenverkehr bergauf geht. Die zwei Buben wackeln also mit einem Höllenlärm vor sich hin, als es ein sehr seltsames Geräusch gibt...

Ich kann es nur schwer beschreiben, es klang etwa so, wie wenn ein Stahlseil reißt – aber gemischt mit einem sehr blechernen Sound. Und es muss wirklich sehr laut gewesen sein, denn sonst hätte ich das bei dem ganzen Straßenlärm und Motorengeheul sicher nicht vernehmen können. Im gleichen Moment sehe ich, wie hinter dem Mopperl das kleine Nummerntaferl in unglaublich hohem Bogen wie ein Geschoss davonfliegt. Die Buben sind jetzt etwa 50 Meter vor mir auf der Gegenseite, sie könnten mich also sehen. Das Problem: Wie mach ich darauf aufmerksam, dass ich soeben beobachten konnte, wie sie ihr Nummerntaferl verloren haben? Es ist ja, wie man weiß, hinten am Fahrzeug angebracht, der Fahrerbub würde also eher nicht daran denken, dass ihm gerade jemand, der sich ihm gegenüber befindet, mitteilen möchte, dass sein Nummerntaferl nicht mehr in jener Position an seinem Fahrzeug verweilt, wo es eben noch...

Ich schreie laut, deute, fuchtle mit den Armen und springe schon fast wie ein Afferl umher, aber sie bemerken mich nicht einmal. Bei dem infernalischen Lärm des 49 ccm Motors auch kein Wunder. Die haben sicher nicht einmal den Knall an ihrer Hinterseite mitbekommen. Ich warte, bis ich sie nicht mehr sehen kann und noch um einige Zeit länger, denn vielleicht suchen sie nur eine geeignete Stelle zum Umdrehen. Aber nein, das Mopperl kündigt sich nicht mehr an.

Also warte ich, bis ich zu Fuß auf die andere Seite laufen kann, denn ich habe mir natürlich genau gemerkt, wo das Taferl hingeschossen wurde. Und tatsächlich, da liegt es. Ich hebe es auf und nehme es mit hinüber zu meinem Rad. Und da staune ich nicht schlecht: Dieses Nummerntaferl ist so neu, dass ich mir sicher bin, die Buben haben es sich erst heute abgeholt. Keine Löcher, keine Kratzer, sowohl die Vorder- als auch die Rückseite glänzen, als wären sie soeben frisch bedruckt und poliert worden. Das Taferl ist so schön, dass ich es auf mein Rad stellen und fotografieren muss – ich hatte ja noch nie ein rotes Nummerntaferl in der Hand! Einzig am rechten oberen Rand hat es eine millimeterkleine Delle, die eher nicht auf diesen Knall schließen lässt, der zu hören war.

Dann nehme ich das Taferl mit und in Ermangelung einer Polizeistation werfe ich es in den nächsten Postkasten. Hoffentlich kommen die zwei armen Würsterln nicht in eine Polizeikontrolle...


Donnerstag, 11. Mai 19:40
Man mag es Intuition nennen, oder einfach nur 1 und 1 zusammenzählen.
Ich bin gegen drei bei meinem Lieblings-Billa beim Wienerwaldsee. An der Kassa hinter mir legt eine Frau – blond gefärbte Haare, braungebrannt, so etwa um die 60 – ihre ausgesuchten Bio-Light-Lifestyle-Lebensmittel auf das Förderband. Sie bekommt mit, dass ich ihr dabei zusehe. Sie bückt sich nach einem Sackerl. Sie hat schon fast das obligate, gelbe Billa-Plastiksackerl in der Hand, da entdeckt sie die etwas kleineren, dafür aber teureren Papiersackerln in einem etwas seltsamen Format. Sie legt eines davon zu ihrem Einkauf dazu und sieht mich dabei höchst zufrieden an. »Der Hausverstand sagt: der Umwelt zuliebe: Papier statt Plastik...« – ungefähr dieser Text steht in fetter roter Schrift auf gelbem Grund auf der naturbraunen Tüte. Ihre Blicke sagen mir, dass sie jetzt sehr zufrieden ist mit sich – nämlich über ihren wunderbar klein gewordenen ökologischen Fußabdruck.

Ich zahle und gehe vor die Filiale. Draußen stehen etwa 25 verschiedene Autos am Parkplatz. Ich sehe mir alle genau an und sage zu mir: »Genau in diesen Wagen wird sie gleich einsteigen, darauf wette ich!« Die Frau kommt etwa zwei Minuten später aus dem Geschäft. Zielstrebig steuert sie exakt das Auto an, das ich für sie ausgesucht habe. Sie öffnet noch während des Gehens mit der Fernbedienung den Kofferraum, legt die kleine Tüte hinein, steigt ein und fährt mit einem nagelneuen, riesigen, weißen BMW-Cabrio mit silber-glänzenden 19"-Felgen und schwarzem Falttop davon. Ich hau' mich noch längere Zeit darüber ab.

Aber: Im Kofferraum dieses Wagens liegt nun ein ökologisch sinnvolles Papiersackerl...


Mittwoch, 10. Mai 15:20
Wir leben in der »Spaßgesellschaft«. Man wird bespaßt und hat Spaß, ob man das nun will oder auch nicht. Von vorne und hinten, von oben und unten, von der Seite und natürlich auch von der anderen Seite, von überall her kommt Spaß. Ich habe es nicht so sehr mit dem Spaß, ich bin eher ein Freund der »Freude«. Spaß erinnert mich nicht nur vom Wortstamm her schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
an SchasSchas


Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.

Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
. Aber um mich geht es heute – ausnahmsweise einmal – nicht. Wir waren beim Spaß. Der soll und muss heute überall präsent sein. Wen wundert es da eigentlich noch, wenn ein hoher Politiker als Rücktrittsgrund genau heute folgendes formuliert...?! (Quelle: Bildschirmfoto orf.at)


Dienstag, 09. Mai 18:40
Werbung soll ja – so denke und meine ich – zumindest im Normalfall die Meinung oder Einstellung eines potentiellen Kunden oder eben des zufällig Angesprochenen für Etwas erwärmen oder auf Etwas richten. Oder so. Werbung sollte halt irgendwie doch eher positive Assoziationen wecken. Das ist auch der Grund dafür, dass viele Werbefritzen doch manchmal so unangenehm positive Menschen sind. Nimmt man diese These als Tatsache an (nicht jene mit den »Werbefritzen«, sondern die davor...), dann glaube ich schon, dass es für so manche zu bewerbende Sache (Produkt, Person, Partei,...) besser wäre, es gäbe doch keine Werbekampagne...


Montag, 08. Mai 19:50
Am Samstag war es, da hatte ich – in der heurigen Saison – die erste Schlange am Wegesrand gesehen. Wer mich kennt, der weiß, da kann ich einfach nicht daran vorbei, ich muss unbedingt hingehen und sie in die Hand nehmen. Normalerweise. Diesmal – und dies werte ich sozusagen als Zeichen ihrer Größe – diesmal war dieser Ur-Reflex bei mir nicht so richtig vorhanden. In der Tat, sie war wirklich groß – also für heimische Verhältnisse. Sozusagen ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
eine Purkersdorf-Anakonda. Angst war nicht dabei, aber Respekt würde ich das sehr wohl nennen. Solche Aufeinandertreffen bereiten mir immer wieder eine große Freude, wenn sie auch nur von kurzer Dauer sind – sich an eine Schlange anzuschleichen ist nur sehr schwer bis un-möglich.

Eigentlich bin ich bei der Sonntags-Runde immer noch ein wenig beseelt von der samstäglichen Begegnung, als ich etwa 30 Meter vor mir eine große Krähe sehe, die immer wieder auf einen Ast am Straßenrand pickt. Beim Näherkommen erkenne ich erst: Das ist gar kein Ast, das ist auch wieder eine Schlange. Und fast noch größer, als die vom Vortag. Ich springe vom Rad und laufe hin, die Krähe verzieht sich schnell. Übrig bleibt diese Schlange in Angriffshaltung, die ich schnell noch einmal ablichte. Verwundungen kann ich keine erkennen, aber sie liegt da am Rand der Fahrbahn nicht unbedingt an der besten Stelle. »Auto gegen Schlange« – da gibt es bezüglich eines möglichen Ausgangs keine Frage. Also beschließe ich, sie auf die andere Seite zu transportieren, wo die Böschung steil hinunter zum Mauerbach abfällt. Eine Schlange wäre dort einigermaßen in Sicherheit.

Aber – und das ist das eigentliche Problem – wie geht man mit einer Schlange, die sich in ziemlicher Angriffshaltung befindet, um? Ich nehme einen Ast, naja, eher ein Ästchen, das neben mir am Boden liegt und versuche damit die Schlange in der Mitte zu nehmen. Der erste Versuch schlägt fehl, die Schlange ist doch ein wenig zu schwer. Also greife ich den Ast etwas kürzer – was zunächst auch besser funktioniert. Aber dann passiert es: sie beißt mich, ich falle um und bin auf der Stelle gelähmt. Nein, nein, natürlich nicht – es war nur viel zu verlockend... einmal kann ich mich als Schlangenbändiger produzieren, da muss auch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
Action her .

Was nun wirklich passiert ist: Dadurch, dass ich den Ast recht kurz greifen muss, weil sie doch ziemlich schwer ist, ist sie mir doch relativ nahe. Und sie ist immer noch sehr erregt, das kann ich gut sehen. Plötzlich dreht sie ihren Kopf direkt in meine Richtung (also eher in Richtung meines Knies), pfaucht richtig lange und laut und spuckt mich dabei mit Blut an... ich war unglaublich fasziniert! Ob dieses mit-Blut-anspucken jetzt aus einer Verteidigungshaltung heraus kommt, oder die Krähe sie vielleicht doch verletzt hat, weiß ich leider nicht – nun, auch das könnte man sicher guckln. Auf jeden Fall habe ich es geschafft, sie ans andere Ende der Straße zu befördern wo sie sich tatsächlich gleich die Böschung hinunter schlängelte und in der Nähe des Wassers unter einem Laubhaufen verschwand.

Das Schlangenblut war dann nachträglich betrachtet doch nicht so viel, leider konnte ich zu Hause nicht einmal mehr ein Foto von Schlangenblut auf meinem Schienbein machen – bitteschön, das wäre es gewesen! Aber so hoffe ich eben, dass es ihr gut geht und sie in nächster Zeit nicht mehr von einer wilden Krähe attackiert wird...


Sonntag, 07. Mai 18:20

Samstag, 06. Mai 18:30

Freitag, 05. Mai 17:40
Es war im vorigen Monat, als ich bei CONRAD die Teile für meinen neuen Monitor besorgt hatte. Heute erreicht mich ein Brief von der Firma, dass es eine Umfrage bezüglich der Kundenzufriedenheit gäbe und man sich freute, so ich daran teilnehmen würde. Normalerweise lasse ich Kelche dieser Art an mir vorbeiziehen, aber da es in dem Bestellvorgang doch einen kleinen Makel gab, dachte ich mir: »OK, vielleicht könnte so diese Sache ein wenig verbessert werden...«

Ein kleiner Satz in dem Schreiben macht mich dann doch wieder ein wenig stutzig, nämlich: »Als Dankeschön für Ihre Unterstützung erwartet Sie am Ende des Fragebogens einen Einkaufsgutschein im Wert von € 10,- für Ihre nächste Bestellung.« ICH KENNE GUTSCHEINE DIESER ART!! Die in Wahrheit keine Gutscheine sind, sondern lediglich dumpfbackige Bauernfängerei, denn irgendwo im Kleingedruckten steht IMMER: »... gültig für eine Bestellung ab 219.007 Euro...«.

Trotzdem beschließe ich, CONRAD diese Freude zu machen und klicke mich zu der Umfrage. Aha, da hammas ja. Selbstverständlich kein ehrlicher Gutschein, aber immerhin bereits ab einem Bestellwert von 50,- Euro gültig. Jedoch ein anderer Fakt macht dann mit einem Mal, dass auch die Lust an der Umfrage ziemlich abebbt: Gültig wäre dieser heute zu erntende Gutschein bis... äh... vor drei Wochen?


Donnerstag, 04. Mai 18:50
Bedenklich, doch ein wenig bedenklich...

Fäsbuck hat ja im Rahmen der Timeline immer wieder so eine Funktion eingebaut, wo es einem Vorschläge für mögliche neue Freunde unterbreitet. Dort sieht man dann vorzugsweise jene Leute, mit denen man möglichst viele gemeinsame Freunde hat – damit immerhin die theoretische Möglichkeit besteht, dass man sie kennt. Heute blättere ich diese Liste von Leuten einfach nur so durch und sehe da einige Leute, die ich kenne und einige Leute, die ich nicht kenne – und... dann sehe ich da eine Frau, die ich wirklich kenne. Ich habe sie voriges Jahr in Sachen Web-Programmierung beraten aber – und das ist die Krux an der Sache – niemand weiß davon. Also sicher niemand, der mit Fäsbuck zu tun hat.

Es ist ja nicht so, dass niemand wissen dürfte, dass ich diese Frau kenne – es ist nur so, dass ich mich sehr wohl frage, woher denn Fäsbuck weiß oder zumindest zu ahnen scheint, dass ich sie kenne...?! Es gibt in unseren Profilen keine auffälligen Gemeinsamkeiten, in keinem einzigen Bereich. Ich ahne es bereits: Diese Sache wird mir wieder einmal keine Ruhe lassen, bis ich endlich weiß, warum Fäsbuck weiß, dass...


Mittwoch, 03. Mai 15:10
Stell Dir vor, Du hast Hunger und nichts zu Essen im Haus. So oder so ähnlich muss wohl die Vorstellung für ein – ich vermute mal – Eichkatzerl sein, dass hinter meinem Studio seinen Wohnbereich eingerichtet hat. Als ich vorige Woche das Fenster zum Lüften öffne, da liegt im linken Eck der äußeres Fensterbank das hier. Woher die Leckerei stammt, ist mir nicht ganz klar, wahrscheinlich hat jemand bei der Busstation etwas schneller einsteigen müssen und dabei das Schokokipferl verloren. Auf jeden Fall ist die eiserne Reserve jetzt bereits verschwunden, das Kipferl dürfte also bereits gemundet haben. Vielleicht irgendwann am Abend, beim Fernsehen oder so...


Dienstag, 02. Mai 17:30
Eine gute und eine eher nicht so besonders gute Nachricht gäbe es in Richtung Flora: Gemäß den internationalen Richtlinien für die Verbreitung von schlechten Nachrichten fange ich mit der nicht so guten Nachricht an, damit es Potential zur Steigerung gibt. Stanley, mein neuer Zwetschkenbaum im Garten, macht keinen besonders guten Eindruck. Irgendwie zeigen seine Äste nicht so sehr den Anschein von Baum. Es sieht schon eher ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
nach Holz aus. Da ich aber sowieso keine Ersatzpflanzung in Reserve habe, darf er sich noch für den Rest des Frühlings ausprobieren. Es wäre schon schade – so sehr hätte ich mich auf einen neuen Zwetschkenbaum gefreut.

Damit zur guten Nachricht: Eigentlich habe ich es (haben wir es) ohnehin so erwarte, denn bisher hat er es noch jedes Jahr geschafft. Es war halt nur, weil es dieses Jahr so unglaublich schwierig – praktisch schon aussichtslos – aussah: Mein Freund, der Strauch im Wienfluss-Becken, der ist tatsächlich wieder da. Noch ein wenig klein, aber eindeutig da! Stanley könnte sich an dem Strauch ein Vorbild nehmen, der muss wirklich einiges durchstehen – und zwar jedes Jahr aufs Neue...!


Montag, 01. Mai 18:10
Sehr verblüffend: Die Schalthebel für den hinteren Werfer einer etwa 25 Jahre alten SHIMANO LX Ausführung passen auf den Bremshebel einer ebenso alten SHIMANO Deore DX! Ein Jahr lang gedacht: »Des kann sicher net passen!« und heute binnen kürzester Zeit ohne Probleme umgebaut...

 

(C) mArtin, im Mai 2017.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!