Donnerstag, 19. Jänner 18:30
Der Generator (vulgo: Lichtmaschine) ist jetzt neu – er (der Wagen) scheint sie zu mögen. Zumindest wirkt es auf mich so. Kein Piepen während der Fahrt, keine lustige Lichshow am Armaturenbrett, die ganze Wahrheit werde ich erst bei einer längeren Nachtfahrt sehen. Mein lieber Pickerl-Mann hat ebenfalls bemerkt, dass mein kleines Kistchen tatsächlich Anfang nächsten Monats das Pickerl bekommen würde, wenn... wenn es da nicht den kleinen Schönheitsfehler gäbe: Die Kraftstoffpumpe leckt.

Also gleich im Netz nachgesehen und entdeckt, dass dieses relativ kleine, aber doch relativ wichtige Teil ungefähr so viel kostet, wie das Auto wert ist.
Ebenfalls im Netz habe ich eine Anleitung gefunden, wie jene Dichtung ausgetauscht werden kann, welche bei den Diesel-Modellen der VW-Modelle recht gerne kaputt wird.

Dürfte ich mir also aussuchen, welcher dieser Teile wirklich defekt sein sollte, dann wählte ich...

Mittwoch, 18. Jänner 18:30
Es war eine, nein: die! politische Meldung zum gestrigen Tag, die mich tatsächlich einigermaßen erschüttert hat: »LH Pröll tritt zurück«. Ich meine, ich habe das jetzt nicht so geschrieben, wie es eigentlich geschrieben gehört, denn diese Meldung hat eine ungefähr genau so monströse Aussage, wie wenn ich zum Beispiel schriebe:

»INTELEGENTES LEBEN AUF DEN MARS ENTDEKT... UND AUCH SCHON GETROFEN! SIND EH GANZ OK! (Quelle: heute)«

Na ist doch wahr! Jedem von uns war sicher klar, dass jeder Einzelne von uns wesentlich früher sterben würde, als der Landeshauptmannfürst von Niederösterreich seine Position freiwillig abgäbe. Keine Winzerkönigin, kein Cobra-Mensch, keine Ehefrau, kein Sozi, einfach niemand könnte Pröll etwas anhaben. Wer gewählt wird, ist gewählt. Da hat der Souverän entschieden. War ja vor 80 Jahren auch nicht anders. Pröll aber ignoriert einfach diese Tatsache, stellt sich vor versammelte Mannschaft plus Presse und sagt, dass er Ende März (freiwillig!) den Sessel räumen werde. Gut, bezüglich der Verwendung des Wortes: freiwillig wird in diesem Zusammenhang erst die Geschichte entscheiden. Und auch gut, seine Nachfolge hat er wenigstens geklärt. Ich denke ja, dass man Johanna Mikl-Leitner durchaus in dem einen oder anderen Punkt als würdige Nachfolgerin empfinden wird. Bleibt nur die Frage, ob in Niederösterreich fortan Winzerkönige gekürt werden – damit sich für die Niederösterreicher auch in dieser Hinsicht nicht zu viel ändert...


Dienstag, 17. Jänner 18:00
Wieder einmal braucht jemand ganz dringend Geld. Diesmal Mozilla (Quelle: Mozilla). Vermutlich, damit der Moz-Vorstand, fest in seinen Stühlen sitzend, weiterhin in feinstes Leder furzen kann. Ohne SchmähSchmäh


Ojegerl. Das ist wieder einmal schwer zu erklären.

Ein Schmäh ist einerseits eine Lüge - andererseits vielleicht auch ein kleiner Spass. Wenn man einen »guten Schmäh« macht, dann ist man der Held. Wenn man »keinen Schmäh« hat, dann ist man ein echter Verlierer.
, die gehen mir wirklich auf die Nerven. Und auf die Gogerln auch. Ich weiß ganz genau, wem ich mein Geld spende. Auch, wenn ich die Arbeit dieser Vereine vom technisch-inhaltlichen Standpunkt her schätze, Mozilla oder Wikipedia gehören da ganz klar nicht dazu.


Montag, 16. Jänner 18:50
»Geht net, gibt's net!« sagen – zumindest nach meinen Beobachtungen – eigentlich immer wieder jene Menschen recht gerne, die so richtig gar keine Ahnung davon haben, wie's tatsächlich geht...

Nachtrag: ...was aber – und das ist ja nicht zu bestreiten – in einigen Fällen tatsächlich ein enormer Vorteil für die Lösung von »unlösbar scheinenden« Problemen sein kann. Also wieder keine immerwährend gültige Aussage...

PS: Wirklich ganz wichtig! Heute um 22:10 auf Arte der möglicherweise wichtigste Film zur Lage unserer Welt: IDIOCRACY – auf keinen Fall versäumen!
PPS: War wirklich ganz OK, der Film...


Sonntag, 15. Jänner 16:30

Samstag, 14. Jänner 17:00

Freitag, 13. Jänner 23:55
Der 13. Und ein Freitag. Also: Schädelweh-Tag. Eh klar.

Donnerstag, 12. Jänner 18:40
Trotz relativ hoher Temperaturen: Der Esel geht auf's Eis tanzen, wenn ihm zu wohl ist. Angeblich soll sich das ja genau so verhalten...


Mittwoch, 11. Jänner 18:00
Ich weiß, nicht jedermanns – und jederfraus – Sache, aber dennoch heute fertig gestellt und doch auch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
stolz auf die Arbeit: Das neue Kurtl-Kreisch-Plakat ist druckreif!


Dienstag, 10. Jänner 18:10
Langsam wird's dann doch ein wenig seltsam.
Vor genau einer Woche habe ich mich noch darüber amüsiert, dass sich jemand mit meiner Email-Adresse am Flughafen Gatwick in das dortige W-LAN-Netz eingeloggt hat. Schön und gut, so was kann passieren. Sollte er/sie dort schlimme Sachen angestellt haben, oder über das Gatwick-Netz nach Anleitungen zum Bombenbau gesucht haben, dann kann ich ja doch ziemlich gut nachweisen, dass ich zu dem Zeitpunkt viel eher in Hütteldorf als in Gatwick war.

Mittlerweile mehren sich aber die Emails. Vergangenen Donnerstag um 17 Uhr 13 hat er unter Angabe meiner Email-Adresse Tacos bei Wahaca gegessen und ich habe – man hat es sich vermutlich bereits gedacht – die diesbezügliche Dankes-Email von Wahaca erhalten. Heute hat er sich wieder mit meiner Email-Adresse in ein W-LAN-Netz eingeloggt, nämlich bei Harrods. Sie bedanken sich für meinen Besuch und bitten mich, dass ich doch die Harrods-Card nehmen sollte...

Im Prinzip ist das alles keine Besonderheit und auch in keinster Weise gefährlich. Aber irgendwie hat es dennoch einen leicht unguten Nebengeschmack.


Montag, 09. Jänner 17:20
PISA 2.0, oder auch: »Beim Fahren meiner täglichen Runde ist mir folgende Denksportaufgabe nicht mehr aus dem Sinn gegangen...«

Ein Radfahrer fährt zu einem Ziel und die exakt gleiche Strecke wieder zurück. Mathematisch beschrieben würde die Strecke also A – B – A lauten.
Nachfolgende These wird nun aufgestellt: Befindet sich der Fahrer nun auf jenem Punkt, wo er ein Drittel der Gesamtstrecke zurückgelegt hat, könnte er ebenso behaupten, dass er zwei Drittel des Hinwegs hinter sich gebracht hat.

Ist diese Aussage richtig?

PS: Ich weiß, ein recht ähnliches Thema habe ich bereits einmal angeschnitten...


Samstag, 08. Jänner 16:30
Bei dieser Schneelage ist klar: Eine Fahrt zählt doppelt...


Samstag, 07. Jänner 16:30

Donnerstag, 05. Jänner 15:10
Heute beim Suchen von Anzünde-Papier entdeckt: »EAV-Mann setzt sich über seinen eigenen Songtext hinweg«. Jaja, OK, ist schon eine relativ weitreichende Überlegung, aber:

Wenn jemand, der sich in seinem Songtext doch relativ sozialkritisch über jene Leute lustig macht, die große Autos mit viel PS benötigen um glücklich zu sein, danach Werbung für eine Firma macht, die damit Geld verdient, jenen Leuten, die sich kein großes Auto leisten können, das Zubehör zu verkaufen, um das Gefühl zu haben, doch ein großes Auto mit viel PS zu fahren, dann...

Vielleicht könnte man das auch nennen: »Die Revolution frisst ihre Kinder


Mittwoch, 04. Jänner 18:10
Die gute Nachricht.

Ich habe ja bereits angenommen, dass der Hofer wieder irgendeine mehr oder weniger grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
e Sache gegen die Bettler und Augustin-Verkäufer vor seinen Türen unternommen hat, da ich seit etwa eineinhalb Monaten niemanden mehr von meinen Bekannten vor meinem Stamm-Hofer gesehen habe. (Ich rede natürlich vom Markt, nicht vom BPW-Verlierer.) Ich habe sogar im Markt gefragt, ob man vielleicht eine neue Strategie gegen diese Menschen verfolge, aber die Antwort war so, wie erwartet: »Äh... keine Ahnung.« Ein Freund von mir hatte dann gemeint, dass einige in den Wintermonaten doch nach Hause fahren würden. Dies läge zwar im Bereich des Möglichen, aber die vergangenen Winter war ja auch immer jemand da. Und unter der Brücke im Wiental, da schlafen derzeit auch wieder einige Leute. Also großflächiger Heimaturlaub ist wohl eher nicht angesagt.

Gestern Nachmittag gab es dann die Erlösung. Einer meiner besonderen Bekannten stand fröhlich vorm Hofer, sah mich schon von Weitem und winkte mir zu. Besonders deshalb, weil er wirklich immer fröhlich lächelt – was mir persönlich viel lieber ist, als ein trauriges Gesicht.

Ich fahre also auf ihn zu und während ich das Rad noch absperre, rufe ich hinüber: »He, Du warst ja jetzt schon sehr lange nicht mehr da...!« – natürlich wissend, dass er kein Wort davon versteht, aber das ist ja in diesem Fall egal, die Wortmelodie spricht schon für sich.

Plötzlich höre ich die Antwort: »Ja, ich war ziemlich lange weg, weil ich den Deutschkurs gemacht habe!« Ich sehe ihn verblüfft an, sein breites Grinsen verrät einiges an – durchaus berechtigtem – Stolz und wir wünsche einander ein schönes neues Jahr 2017.

Dienstag, 03. Jänner 18:50
Ich muss meinem Astralkörper beibringen, mich nicht immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Gestern gegen fünf am Nachmittag habe ich meine Tagebuch-Eintragung erledigt,
...während er sich erfolgreich im WI-FI von Gatwick eingeloggt hat...

Montag, 02. Jänner 17:00
Es war wirklich ein Silvester, wie aus einem Traum. Wir waren am Rathausplatz, im Rucksack zwei Flaschen Sekt, ein paar Sektgläser und reichlich Knabberzeug. Als es Mitternacht wurde, hörte man aus der Ferne tatsächlich die Pummerin und über die Lautsprecher des Rathauses wurde der Donauwalzer eingespielt. Der Rathausplatz war relativ locker gefüllt, so ging es sich aus, dass die ganze Menge Walzer tanzte und sich dabei glänzend amüsierte. Man gratulierte sich gegenseitig – einfach so – mit einem herzlichen »Prosit Neujahr!« und es wurde überall mit dem mitgebrachten Sekt angestoßen. Die Leute waren quasi beseelt von der wunderschönen Atmosphäre. Ein wirklich wunderbarer Empfang für das neue Jahr!

Alles wirklich wahr, nur ist es genau 20 Jahre her: Das ist nämlich die Schilderung von meiner Silvesternacht 1996.

Wenn man es nämlich vorgestern tatsächlich durch die verschiedenen Sicherheitskontrollen geschafft hätte, dann wäre man Sektflaschen und Gläser los (Anschlagsgefahr), hätte das Knabberzeug dem Kontrollorgan spenden müssen (damit man zumindest den Rucksack behalten dürfte) und stünde inmitten von Millionen Menschen, die nicht absolut wüssten, wie man Walzer tanzt. Was aber ohnehin egal wäre, da man am Rathausplatz weder tanzen darf, noch dies platzmäßig bewerkstelligen könnte...



(C) mArtin, im Jaenner 2017.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!