Freitag, 24. November 18:20
Was man davon halten soll... Hofer verkauft doch tatsächlich gesetzlich verbotene Ware. Seit dem Inkrafttreten des Verschleierungsverbotes ist es nicht mehr gestattet, diese Haube zu tragen. Inzwischen sind ja schon ein paar Leute in Verkleidung bestraft worden – man möchte also zeigen, dass man es durchaus ernst meint. Mich wird es dann vielleicht Ende Jänner bis Februar erwischen, da ich ebenfalls noch so ein verbotenes Kleidungsstück verwende...


Donnerstag, 23. November 17:30
Es war ganz zweifelsfrei einer jener Momente, die man so schnell nicht mehr vergisst. Und wo man sich in den Arsch beißen könnte, dass man keinen echten Fotoapparat dabei hat, sondern lediglich das deppertdeppert


Einigermassen hochdeutsche Version von »deppat«.
Und ich mach' mir sicher nicht die elende Mühe, dies hier noch einmal aufzuschlüsseln. Schauen Sie doch selber nach. Hochachtungsvoll, mArtin.
Danke.
e Telefon mit der grindiggrindig


Sollte eigentlich im gesamt-deutschsprachigen Raum bekannt sein.
Ich denke, es begann vermutlich irgendwann einmal mit dem Hals. An solch einem sammelt sich nach Wochen der Hygiene-Enthaltsamkeit ein bisserl so ein Dreck an, den man dann doch recht gut sehen kann. Diese Patina nennt man u.a. auch »Grind«.

Mit dem Hals hat es inzwischen aber kaum noch was am Hut - die meisten Leute duschen schon mindestens 1x pro Woche - da hat's der echte »Grind« so richtig schwer.

Daher sind jetzt einfach ganze Personen oder Dinge »grindig«, wenn sie sehr unsympathisch sind. Kann auch gerne frei mit anderen Worten kombiniert werden, z.B.: Grindkind, Grindkoffer, grindige Drecksau, usw. usf...
en Knips-Funktion. Ich fahre meine übliche Strecke auf den Berg und zwar in derart dichtem Nebel, dass die Sichtweite sicher unter 100 Metern liegt. Dennoch ist bemerkbar, dass diese dichte Nebelschicht mit jedem Höhenmeter ein wenig dünner wird. Könnte es denn gar sein, dass...? Ja, es konnte! Oben, am Gipfel auf etwa 507 Metern Seehöhe, da hat die Sonne genügend Kraft, dass sie jenen Bereich, wo ich sitze erfasst und mit ihren hellen Strahlen erwärmt. Ein unglaublich schöner Anblick. Es dauert nur wenige Minuten, die ich im Sonnenschein sitzen kann, dann erobert der Nebel wieder die Szenerie. Aber diese acht bis zehn Minuten waren wirklich jede Anstrengung wert!

Wie heißt es so schön: »Nur Piloten sehen an jedem noch so trüben Arbeitstag die Sonne...«. Stimmt. Und manchmal eben auch der Radfahrer...


Mittwoch, 22. November 18:10
Jamaika, ein Nachtrag.

Noch etwas ist in diesem Zusammenhang angesprochen worden, was meine Aufmerksamkeit deutlich erregt hat: Es gäbe da noch die Möglichkeit einer Minderheitsregierung. Von den deutschen Politikern möchte das natürlich niemand durchdenken oder gar wahrhaben, aber ich habe daran in höchstem Maße Gefallen gefunden. Diese Sache würde dann so laufen:

Es wird eine Regierung gebildet, welche keine Mehrheit im Parlament hat (also z. B. nur CDU/CSU mit den Grünen), welche aber – und das ist natürlich relativ wichtig – vom Rest des Parlaments geduldet wird. Danach muss sich dann die regierende Koalition für jedes einzelne Vorhaben einen Partner suchen, der mit ihnen dem Antrag zustimmt, da sie ja über keine fixe Mehrheit verfügen. Man hört über solche Konstellationen immer wieder: »Naja, da geht ja nix weiter...!« An dieser Stelle hätte ich aber eine nicht ganz unwesentliche Frage: WAS soll denn weiter gehen? WAS muss so schnell sein, dass man ein Gesetz in nullkommanix durchpeitschen kann? Es gibt genau betrachtet in einem Parlament absolut nichts, was ruck-zuck bestimmt, beschlossen und abgesegnet gehört. Außerdem wäre das eine wirklich feine Sache, denn so kommen auch die kleinen Parteien dazu, Gesetze einzubringen und zu beschließen – was bei größeren Koalitionen im Prinzip kaum machbar ist. Ein weiterer Vorteil wäre, dass alle Politiker mit allen Politikern reden müssen, um passende Seilschaften bilden zu können. Einmal hilft einem jene Partei bei einem Gesetz, dann wieder die andere.

Es gibt ein sehr gutes Beispiel dafür, dass dies tatsächlich hervorragend funktioniert: Dänemark. Dort ist es nämlich so, dass die Hürde für den parlamentarischen Einzug bei 2% liegt, was den kleinen und Kleinst-Parteien ebenfalls die Möglichkeit bietet, ins Parlament zu kommen und mitzubestimmen. Daher tummeln sich im dänischen Parlament nicht weniger als neun Parteien. Und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – machen die Dänen mit diesem Modell der Minderheitsregierung seit Jahrzehnten beste Gesetze. Es ist vielleicht auch kein Zufall, dass Dänemark sowohl beim Glücks-Index, als auch bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit unangefochten auf Platz eins liegt – was übrigens nicht von jener Marketing-Agentur erhoben wurde, die Wien regelmäßig zur lebenswertesten Stadt der Welt (für den reichen Manager) wählt, sonder von der EU direkt.

Um so mehr ich über solch eine Minderheitsregierung nachdenke, um so mehr möchte ich dieses Modell auch zu gerne für Österreich haben. Aber da sieht es leider schon sehr nach einem Witze-Kanzler H. C. aus...


Dienstag, 21. November 18:50
Jamaika ist Geschichte – die Verhandlungen wurden beendet. Jamaika, das wäre eine Regierungskonstellation für Deutschland, gebildet aus den Parteien CDU/CSU, Grüne und FDP. Und weil die Farben dann schwarz, grün, gelb wären, nennt man diese Form der Koalition in Deutschland eben die Jamaika-Koalition. Interessant ist aber, warum diese Koalition jetzt nicht kommen soll. Christian Lindner, die führende Person hinter den Freien Demokraten, soll einfach vom Tisch aufgestanden sein und die Verhandlungen verlassen haben. Dabei sollte man allerdings folgendes bedenken:

1.) Die Verhandlungen liefen schon seit vier Wochen – einfach so »vom Tisch aufstehen« hätte er also bereits viel früher können.
2.) Die FDP war eine ganze Legislaturperiode NICHT im Parlament vertreten, sie hatten bei der vorletzten Wahl die 5%-Hürde nicht nehmen können.
3.) Lindner ist neu. Lindner ist auch vom Typ her eher ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
der KHG unter den deutschen Politikern. Zu schön, zu reich und zu... nochirgendwas halt.
4.) Da sich die SPD bereits am Wahlabend vor vier Wochen dezidiert in die Opposition verabschiedet hat, wussten alle Teilnehmenden, dass es keine Alternative gäbe. Die Zahlen gaben nichts anderes her. Außer irgendwas mit der AfD halt. Die sind aber ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
das Schmuddelkind, mit dem in Deutschland begreiflicherweise niemand zu tun haben will.

Direkt im Anschluss an die geplatzten Verhandlungen nach den Gründen für diese sehr plötzliche Auflösung befragt, gab es ein paar sehr interessante Kommentare. Zum Beispiel hatten die Grünen, deren Verhandlungsteams von Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt – zwei Politiker, auf die ich wirklich stehe – angeführt worden waren, sich äußerst wohlwollend über Angela Merkel und – jetzt bitte gut zuhören – Horst Seehofer(!) geäußert. Wenn da also nicht intensive Gespräche mit guten Ergebnissen geführt worden waren, dann weiß ich nicht mehr. Es gibt nur mehr wenige Positionen oder besser: Personen, die noch weiter voneinander entfernt sein können als Özdemir und dem anerkannten Rechtsaußen Seehofer. Wenn es also selbst da zu offensichtlichen Kompromissen gekommen war, dann gibt es eigentlich nur mehr die Möglichkeit einer brutalen Auflösung der Gespräche im Stil eines selbstverliebten Egomanen. Welcher dann eben Christian Lindner heißt.

Die FDP hofft nun auf Neuwahlen. Ob sie sich da nicht ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
ins eigene Knie schießen? Ich glaube nicht, dass die Unfähigkeit, mit anderen Menschen zu sprechen, zu verhandeln und schlussendlich zu regieren, eine besonderes Wirkung auf mögliche Wähler haben würde. Und wenn doch, dann vermutlich eher in eine andere Richtung. Vielleicht halt wieder zurück unter die Hürde...


Montag, 20. November 21:10

Samstag, 18. November 15:50

Freitag, 17. November 18:40
Der Bonner Klimagipfel, mit den Fidschi-Inseln als eigentlichem Gastgeberland, neigt sich seinem Ende entgegen. Viel wurde um die Kohle (Abbau und Verstromung) geredet und um die Ausgleichszahlungen, welche die Industriestaaten der ersten Welt den ärmeren – und im übrigen vom Klimawandel wesentlich stärker betroffenen – Ländern der anderen Welten zahlen sollen. Das Abschlussprotokoll liest sich so, wie es allgemein erwartet wurde: Man verspricht, sich an alle Abmachungen schon ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
zu halten und auch ein bisserlbisserl


»a bisserl« = weniger. Noch ein wenig weniger, als wenig.

Am wenigsten wäre dann ein »E u z e r l«.

Aber das ist dann schon so wenig, dass es - jetzt rein in Bezug auf die Menge - fast mit dem »Lecherlschas« in Konkurrenz tritt.
was zu zahlen
...

Es geht ein Raunen durch die Medienwelt, viele Menschen hätten sich da freilich wesentlich mehr erwartet. Aber es ist halt – und davon spricht kaum jemand – doch ein wenig die Quadratur des Kreises. Angenommen, es gäbe ein Abschlussprotokoll in welchem geschrieben stünde, man würde in der westlichen Welt den Autoverkehr in den kommenden 15 Jahren um 80% dezimieren – und zwar einfach dadurch, dass die Kraftstoffpreise von nun ab mit jenen Schäden, welche die Abgase anrichten, aufgerechnet und daher belastet würden. Derzeit könnte dann ein Liter Sprit etwa fünf bis zehn Euro kosten. Sehr einfache Sache eigentlich...

Ich denke, dieser Aufschrei wäre deutlich lauter. Wir wollen nämlich alles, was wir uns bisher so unglaublich schwer erarbeitet haben, behalten. Alles, wirklich alles! Da darf es keine Abstriche geben. Im Gegenteil, die Wirtschaftszuwächse müssen stets vorhanden sein. Das Volksvermögen muss weiterhin steigen. Auf allen Linien. Sonst wählen wir bei der nächsten Wahl den starken Mann!

Die internationale Politik weiß genau, dass diese Drohung permanent in der Luft liegt, ohne wirklich ausgesprochen zu werden. Daher begnügt man sich mit dem, was der Bürger gerne hören und sehen möchte. »Ja, wir machen eh was, aber garantiert nicht das, was Dir Geld kostet oder gar weniger Luxus bringt. Nur keine Sorge.«

Wir sollten uns damit abfinden. Von alleine wird es keine Rettung unseres Klimas oder der Umwelt geben. Nie. Das wäre – und es tut mir schon auch leid, das so sagen zu müssen – gegen die Natur des Menschen. Die einzige Möglichkeit, wie ein Umdenken stattfinden könnte, ist ein Zwang. Aus welcher Richtung auch immer, in welcher Form auch immer. Nur, solch einen Zwang, der tatsächlich imstande wäre, unseren momentanen Lebensstil so radikal zu ändern, dass wir mit der Ausbeutung unserer Erde aufhören, den mag sogar ich mir nicht vorstellen müssen. Also wird der alte Autoaufkleber, der doch irgendwie ein wenig seltsam anmutet, weiterhin seine Gültigkeit haben...


Donnerstag, 16. November 18:30
Irgendwie habe ich kein besonderes Glück mit festen Schuhen. Nachdem vor etwa einem Jahr meine Wanderschuhe ihre Sohle verloren haben, trennte sich vor einigen Tagen ein weiteres Paar festere Schuhe von seiner Sohle. Selbstverständlich war das in keinem der Fälle in irgendeiner Art eine geplante Aktion in Richtung Obsoleszenz, so etwas passiert einfach, wie mir die LOWA-Dame erklärt hat. Und immerhin weiß ich jetzt, dass es nicht nur bei teuren Modellen wie denen von LOWA passiert, sondern auch bei den Deichmann-Tretern. Ist ja auch was wert...


Mittwoch, 15. November 17:40
Heute entdeckt: Es gibt ein neues Hinweisschild im Schilderwald der Stadt Wien. Nämlich eines der vielleicht schönsten – mit ziemlicher Sicherheit aber sinnlosesten Schilder der Stadt...


Dienstag, 14. November 18:20
»Moderne Kunst braucht keine Erklärung...« – diesen Ausspruch habe ich irgendwo einmal gehört. Ich denke allerdings, dass diese Feststellung oder These eher daher rührt, dass es Kunstwerke moderner Art gibt, für die man eher keine Erklärung parat hätte, würde man danach gefragt. Wenn es mich überkommt, dann male ich auch sehr gerne und ich meine, so manches meiner Bilder könnte durchaus dem Vergleich mit einem Attersee standhalten. Was Attersee sicher anders sehen würde, wüsste er davon. Und diese Bilder haben auch Titel, zumindest manche davon. Diese Titel sind dann entweder so gewählt, dass sie dem Betrachter eine Art von Erklärung bieten oder eben gar nicht – oder aber sie führen ein wenig in die Irre. Der Titel: »Der ungeduldige Affe in der kleinsten U-Bahn-Station von Novosibirsk« ist mir einfach so für dieses Bild eingefallen und ich hielt ihn für ziemlich passend. Sollte dieses Bild einmal eine Ausstellung zieren, dann würde ich sehr mich darüber freuen, wie etwaige Betrachter glauben, den ungeduldigen Affen gefunden zu haben. Übrigens (soeben erguckelt): Novosibirsk verfügt tatsächlich über eine U-Bahn...

An dieser Stelle wäre Deine Expertise gefragt: Welchen Titel würdest Du meinem neuesten Werk geben? Sollte es ein Titel mit Hinweis sein? Wenn ja, worauf? Oder wenn nein, sollte der Titel dann doch lieber den (Un-)Sinn von moderner Kunst ein wenig in Frage stellen? Oder sollte es doch nur heißen: Abwaschschwamm in Bratpfanne...


Montag, 13. November 18:00
Es wäre nicht mein Rechtschreibprogramm, hätte es nicht immer wieder höchst interessante Ideen zu einzelnen Wörtern. Es ist ja so, dass ein neues – beziehungsweise neu installiertes – Rechtschreibprogramm schon ordentlich dumm ist. Nicht nur, dass es sehr viele von den aktuelleren Worten (wie zum Beispiel »situationselastisch«) gar nicht kennt und man diese erst zu seinem Wortschatz – der sich übrigens ausnimmt, als wäre er von einem höchst uninteressierten Fünftklassler – hinzufügen muss. Zusätzlich tut es sich verständlicherweise auch ziemlich schwer mit den eigenen Wortkreationen oder dem, was man vielleicht als umgangssprachlich bezeichnen würde. Der SchasSchas


Im Prinzip ein »Furz«. Meist jedoch wird damit eine Situation, ein Thema, eine Gegebenheit beschrieben. Z.B.: »Des is a Schas!« bedeutet soviel, wie: »Diese Sache ist nicht wirklich gut!«. Gerne wird »Schas« auch für »ein Nichts« verwandt.

Eine Steigerungsform von »Schas« wäre dann der »Schas im Wald«, was auf recht einprägsame Weise das tatsächliche, das echte »Nichts« zu beschreiben versucht.
(männl., EZ) zum Beispiel ist ein enorm wichtiges Wort – da wird mir jeder Österreicher beipflichten. Dennoch ist er in keinem Rechtschreibprogramm vorhanden. Eine Schande eigentlich!

Aber, wie gesagt, dieser Umstand schafft auch ab und zu die Momente des kleinen Schmunzelns. Wenn ich zum Beispiel etwas über den Katastrophen-Seppl vom Bosporus schreiben möchte und seinen Namen mit Erdogan angebe, dann meldet mein Rechtschreibprogramm, wie folgt. Irgendwie auch nicht schlecht...!


Sonntag, 12. November 17:40

Samstag, 11. November 17:40

Freitag, 10. November 16:00

Donnerstag, 09. November 18:00
Frage: Was ist das? Oder genauer: Was ist hier geschehen? Seit ein paar Tagen liegt alle 200 bis 300 Meter auf der Forststraße solch eine Line. Sie scheint nur aus Erde zu bestehen – ab und zu mit etwas Laub durchsetzt. Irgendeine Idee?


Na gut, ich spanne Dich nicht zu lange auf die Folter. Gestern konnte ich das Rätsel lösen. Es ist eine Feststellung der Biodiversität. Man möchte wissen, ob Forststraßen das Leben der Kleinsttiere im Wald entscheidend beeinflussen. Dazu fährt eine Wissenschaftlerin mit einem Wagen die Forststrasse ab, bleibt alle 200 bis 300 Meter stehen, nimmt eine festgelegte Menge an Erde vom Straßenrand, breitet diese auf einer weißen Kunststoffplane aus und beginnt mit dem Zählen. Wenn sie fertig gezählt hat, putzt sie die Plane ab – und dabei entstehen diese Linien am Weg...


Mittwoch, 08. November 18:50
Was HTML5 alles kann, ist in der Tat sehr genial. Obwohl immer noch keine wirkliche, so richtig echte Programmiersprache, sind damit schon einige Dinge möglich, für die man in früheren Tagen ziemlich viele Zeilen JavaScript nötig gewesen wären. Und da bin ich leider nicht ganz so firm. Ein kleines Mischpult ist zum Beispiel im Handumdrehen getippt. Jetzt muss mir nur noch einfallen, was ich damit alles programmieren könnte...
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Dienstag, 07. November 17:50
Man liest ja immer wieder einmal von der nahenden oder zumindest drohenden Pleite eines Möbelhauses. Klar, der Markt ist heiß umkämpft, die Margen sehr klein und selbst die Kinder- und Sklavenarbeit wird ja auch immer teurer. Da ist es nicht einfach, am Leben zu bleiben. Insofern finde ich den Werbeprospekt eines Möbelhändlers, den ich soeben beim Einheizen entdeckt habe, doch relativ interessant. Ja, die Seiten sind vielleicht ein wenig verrutscht, aber Sinn machen täte es...


Montag, 06. November 18:00
Na super, echt fein. Danke!

Gerade meine Wahl und Wahlempfehlung an alle, die mich darum baten – also der Chef jener Liste, die nicht türkis gefärbt ist, genau der hat jetzt, wie es mehr als nur scheint, ordentlich Dreck am Stecken. Darum ist er auch gleich am Wochenende zurückgetreten – und heute von seinem Rücktritt dann doch wieder ein wenig zurückgetreten. Musste das echt sein, jetzt auch noch Der?!

Es ist richtig, Männer in Machtpositionen sind zu recht großen Teilen ziemliche Ekelpakete. Wenn man zu lange oder zu weit oben an der Macht sitzt, bekommt man – so scheint's – recht schnell schaurige Allmachtsfantasien. Und die lebt der Mächtige dann nur zu gerne aus. Vielleicht in unterschiedlichen Ausprägungen. Aber im Grunde immer ein wenig ähnlich. Das sehen wir bei Trump, bei Erdogan, bei Putin. Das sahen wir bei Berlusconi und sogar beim wunderbaren J. F. K. Dass es aber auch anders geht, das sehen wir z. B. an Barack Obama. Er ist damit allerdings Angehöriger einer kleinen – wie feinen – Minderheit.

Der Listenmacher scheint sich nicht bei dieser Minderheit jener mächtigen Männer zu befinden, die sich zu benehmen weiß und das eigene SpatzerlSpatzerl


Im Tierreich - Spatz (der): eine weitverbreitete Vogelart.

Im Menschenreich - Spatzerl (das): der oftmalig verwendete Kosename für eine nahestehende Person

oder auch: ein relativ hervorragendes, primäres Geschlechtsmerkmal des Mannes. Vor allem dann, wenn es nicht so sehr hervorragend sein sollte.
voll im Griff hat. Ich habe seine Pressekonferenz gesehen, bereits da ließ sich erkennen, dass er für sich die Schuldfrage bereits beantwortet hat. Es gab auch eine sehr allgemein gehaltene Entschuldigung im Stil von: »...vielleicht müssen wir alten Männer bei solchen Dingen ein wenig umdenken...«. Und wer heute das Mittagsjournal gehört hat, der kann sich bereits relativ sicher sein: Ja, er hat belästigt. Und zwar so richtig. Nicht nur mit Worten, nein, auch mit Taten hat der alte Sack junge Damen beglückt. Für den besonders grauslichgrauslich


Eigentlich »grauenhaft« - aber dann doch wieder nicht. Grauenhaft ist in seiner Bestimmung doch ziemlich eindeutig. »Grauslich« hingegen kann von wahrhaftig »grauenhaft« bis hin zu »nur ein wenig ungut« alles bedeuten.

Sehr oft auch dafür verwendet, um dem Gegenüber mitzuteilen, dass dieses eben ein wenig verletzend zu einem war: »Geh bitte, sei net so grauslich zu mir...«
en Vorfall bei der Party gibt es rund ein Dutzend verschiedenster Zeugen – als politische Kampagne eines Gegners will ich das daher eher nicht mehr sehen.

Es hätte für mich eine einzige Möglichkeit gegeben, diese Sache ordentlich zu regeln. Er hätte ja bei seiner Pressekonferenz einfach sagen können: »Es tut mir leid, ich weiß, das war einfach Scheiße von mir! Ich möchte mich ehrlich dafür entschuldigen und trete mit heutigem Datum zurück.« Ganz einfach. Kurz und knapp. Und vor allem: ehrlich!


Sonntag, 05. November 16:00

Samstag, 04. November 17:20

Freitag, 03. November 17:50
Apropos »geplante Obsoleszenz« – Du erinnerst Dich an jene Theorie, welche davon ausgeht, dass die Hersteller von verschiedenen Produkten absichtlich ihre Produkte so planen und bauen, dass sie nur so lange halten, bis die Garantie vorbei ist und der Kunde dann ein neues Produkt kaufen muss. Natürlich werden Anhänger dieser Theorie gerne als Verschwörungstheoretiker hingestellt, die hinter Allem und Jeden ein sehr geheimes Geheimnis vermuten – für mich ist das allerdings keine Theorie, ich lebe ja von diesen Produkten, welche – obgleich ziemlich neu – weggeworfen werden, da sie nicht mehr funktionieren. Insofern muss ich leider zugeben: Für mich zahlt sich die nicht existente »geplante Obsoleszenz« echt aus. Von dieser Stelle aus ein herzliches Dankeschön an all die netten Firmen!

Es gibt aber auch die weniger »geplante Obsoleszenz«, einfach durch die Verwendung von Rohstoffen minderer Qualität. Es ist klar, dass ein Zahnrad aus Plastik lange nicht so halt- und belastbar ist, wie ein Zahnrad aus Metall. Wenn es sich nicht gerade um einen High-Tech-Kunststoff handelt. Auf der anderen Seite ist das Zahnrad aus Plastik aber auch erheblich billiger in der Herstellung als jenes aus Metall, daher wird man sich an mancher Stelle wohl mit einer etwas kürzeren Lebensdauer anfreunden müssen, wenn man lieber günstig kaufen möchte. Insofern wäre das ja durchaus OK. Mich ärgert es nur, wenn man ein teureres Qualitätsprodukt kauft, nur um nach einiger Zeit festzustellen, dass dort ebenso die billigen Plastik-Zahnräder verbaut wurden und der hohe Preis eher für den toll klingenden Markennamen bezahlt wurde.

Es geht aber heute gar nicht um Zahnräder. Weder aus Plastik, noch aus Metall. Es geht um meine Klospülung. Ich kann mich noch sehr gut an die Klospülung in der Wohnung meiner Oma erinnern. Da musste man alle paar Jahre einmal  v i e l l e i c h t  eine Dichtung wechseln und einmal – glaube ich – musste ein Kettenglied verlötet werden oder so. Aber sonst gab es da nichts, was kaputt wurde. Das verhält sich bei modernen Klospülungen ein wenig anders, denn: Die sind aus Plastik...!

Ja, gut. Meine Klospülung ist sicher schon seit etwa 10-15 Jahren in Betrieb, aber dennoch würde ich nicht meinen, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen wäre, eine neue zu kaufen. Und trotzdem meint sie selber (die Klospülung), dass offenbar jetzt ein ganz guter Zeitpunkt für einen Wechsel wäre. Zwei Mal innerhalb von wenigen Tagen möchte sie mir dies in ihrem ganz eigenen Stil mitteilen.

Zunächst funktioniert der Taster nicht mehr. Nach dem Zerlegen muss ich leider feststellen, dass der Hebel, welcher das Ventil für den Ablauf in die Höhe ziehen soll, langsam aus dem Taster-Plastikteil herausbricht. Guter Versuch! Aber nichts, was einen echten Russisch-Bastler wirklich in Erregung bringen könnte. Ein kleines Stückchen Holz, drei Kabelbinder und etwas Heißkleber machen den Hebel besser, als er je war.

Drei Tage später rinnt die Spülung so stark, dass kein weiterer Betrieb möglich ist. Beim Zerlegen muss ich erkennen, dass der neue Versuch der Spülung, sich selbst in Pension zu schicken, schon ziemlich gut ist. Das Gelenk, welches den Hebel zum Einlassventil betätigen soll, ist aus Altersgründen an einer Seite abgebrochen. Die Überlegungen dauern vielleicht ein wenig länger als beim ersten Fehler, aber mit einem Stahlnagel, einer Lusterklemme, einem schnell gebohrten Loch und einem Kabelbinder ist alles wieder im Lot.

Ich bin jetzt echt neugierig, was ihr als nächstes einfällt...!


Donnerstag, 02. November 17:40
Es gab – oder gibt noch immer – ein Foto unseres Noch-Kanzlers, auf welchem er sich in besonders vorteilhafter Pose ablichten hat lassen, was aber dennoch nicht unbedingt jene gute Nachrede gebracht hat, die er sich meiner Vermutung nach dadurch erhofft hätte: Der Kanzler beim Kicken im Bundeskanzleramt (Quelle: Bundeskanzleramt). Die Netzgemeinde hat das Foto wahrgenommen und sich angeblich sofort darüber belustigt. Dass er gar nicht kicken könne, dass er dabei im Bundeskanzleramt sei, dass er dabei einen Anzug trüge, usw. usf.

Hätte ich das nicht gelesen, auf diese Ideen wäre ich gar nicht gekommen. Denn mich erinnert dieses Bild an etwas ganz anderes. An etwas aus den 70er Jahren. An etwas aus England. Meiner Meinung nach wollte Christian Kern nämlich bei diesem Foto ein wenig John Cleese spielen...


Mittwoch, 01. November 17:20


(C) mArtin, im November 2017.
Und ich bin wirklich nicht immer stolz darauf.
Manchmal aber sehr wohl.


Da einige meiner Texte ohnehin bereits an anderer Stelle verwendet wurden/werden, dürfen sie also unter Angabe der Quelle auszugsweise verwendet werden. Bitte aber den passenden Link zum entsprechenden Beitrag (»Direkter Link zum...«) im Rahmen der Zitat-Kennzeichnung kopieren und einfügen. Denn irgendwann möchte ich auch reich und berühmt werden. Oder auch nicht. Herzlichen Dank und weiterhin viel (Lese-)Freude!